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Zur gesellschaftlichen Lage der Architektur

Carsten Ruhl

Diese Publikation zitieren

Carsten Ruhl, Zur gesellschaftlichen Lage der Architektur (2020), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISSN: 1860-2177, 2020 #2, S.25

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das gesellschaftliche Architekturverständnis ist bis heute von Narrativen geprägt, in denen die Integrität von Architekt_innen sowie von deren Werk behauptet wird. Der Beitrag vertritt die These, dass gerade in Krisenzeiten wie der jetzigen die ideologische Funktion dieses Interpretationsmodells offen zutage tritt: Die emphatische Konstruktion architektonischer Subjektivität ist untrennbar mit gesellschaftlichen Ordnungsregimen verbunden. Die Texte Karl Schefflers und Siegfried Kracauers dienen als frühes Beispiel für ein Bewusstsein dieses Zusammenhangs. Ausgerechnet zu einer Zeit der wirkungsvollen Inszenierung moderner Architekt_innen als Schöpfer_innen ganzer Welten und sozialer Realitäten entzaubern sie aus jeweils unterschiedlicher Perspektive das damit verbundene Pathos. Die Aktualität dieser frühen Ansätze zeigt sich insbesondere mit Blick auf den Stararchitektenkult seit den 1980er Jahren sowie auf die folgenreiche Entwicklung der Architekturtheorie zu einem Instrument der ästhetischen Entgrenzung des sozialen Raums.

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