Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Afrikanische Philologie

Robert Stockhammer

Diese Publikation zitieren

Robert Stockhammer, Afrikanische Philologie (2016), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518743058

Getrackt seit 05/2018

476
Downloads

Beschreibung / Abstract

Afrika ist kein schriftloser Kontinent, schon gar nicht, wenn man seine Nordküste miteinbezieht: In Alexandria entwickelten sich vor mehr als zwei Jahrtausenden Verfahren des Umgangs mit Schriften, die heute Philologie heißen. Robert Stockhammer diskutiert Beiträge zur afrikanischen Philologie, von Herodot über Augustinus bis Saro-Wiwa und Coetzee: Epen, Romane, Reiseberichte, historische, philosophische und rhetorische Traktate. Dabei zeigt sich unter anderem, dass Afrika jenseits von geographischen Festlegungen ein Schauplatz von Globalisierungsprozessen war und ist, die von philologischen Praktiken ebenso befördert wie reflektiert werden.

Beschreibung

<p>Robert Stockhammer ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU München.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • [ Cover ]
  • [ Informationen zum Buch / zum Autor ]
  • [ Impressum ]
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I Herodot. Verkehrung und Verkehr
  • 1 Ägyptische Experimentalphilologie
  • 2 Von den Barbaren lernen, sie Barbaren zu nennen
  • 3 "Black Athena" und "Nations nègres", oder: Wie schwarz sind sie?
  • 4 Herodots "Bewohnte" versus Hegels "Welt"
  • 5 Uneindeutige Grenzen, wechselnde Zuschreibungen
  • II Alexandrinische Philologie – und die Argonauten des südlichen Mittelmeers
  • 1 Praktiken an der Bibliothek von Alexandria
  • 2 Dichtung und Geographie in der "Argonautica" und bei Eratosthenes
  • 3 Das Afrika des Epos: Poetische Intervention in den Kolonialismus
  • III Afrikanische Philologie in Romanform: Heliodor, "Aithiopika"
  • 1 Konstruktion des Plots aus dem Orakel
  • 2 Barbaren als Übersetzer
  • 3 Homer als Ägypter
  • 4 Schwarz-Weiß-Malerei
  • IV Barbarismus und Christentum: Augustinus
  • 1 Die Sprache des »punischen Kirchenvaters«
  • 2 Barbarismos und Figur
  • 3 "sermo barbarus"
  • V Schriftlichkeit im islamischen Afrika
  • 1 Vernichtung von Bibliotheken oder "translatio studii" (Alexandria-Bagdad-Kairo)
  • 2 Das Land der nicht unbedingt Schwarzen
  • 3 Was ist ›Islamische Philologie‹, zumal in Afrika?
  • 4 Timbuktu: Kurzer Abriss des afrikanischen Schrifttums in arabischer Schrift
  • 5 Zum Verhältnis von Schriftlich- und Mündlichkeit; zwei Alphabete
  • VI Vom Mittelmeer zum ›schwarzen‹ Atlantik. Sklavenhandel und Ethnologisierung Afrikas in der Frühen Neuzeit
  • 1 »Afrika "passim"« (Braudel)
  • 2 Sklavenhandel im "Black Atlantic"
  • 3 Schwierigkeiten einer afrikanischen Philologie in der Frühen Neuzeit
  • VII Alphabetisches Afrika
  • 1 Von der Quaqua-Küste zum »purple patch«
  • 2 Afrikanische Drucke (Raymond Roussel," Impressions d’Afrique")
  • 3 »alphabet authority« (Walter Abish, "Alphabetical Africa", I)
  • 4 Schreib- und Radierstunde (Walter Abish, "Alphabetical Africa", II)
  • VIII Die Sachen und die Sprachen – was ist ›Afrikanische Literatur‹?
  • 1 Amos Tutuolas »falsches« oder »junges Englisch«
  • 2 Der Schauplatz als Gegenstand: Zum Versuch, ›Afrikanische Literatur‹ inhaltlich zu bestimmen
  • 3 Das Original und die Schrift
  • 4 Sprach- und/oder Literaturgemeinschaften
  • 5 Warum es (keine) afrikanische Philosophie gibt
  • 6 Wenn es keine afrikanische Philosophie gibt, so gibt es doch jedenfalls afrikanische Philologie
  • 7 Vom »falschen« über das »junge« zum »neuen« Englisch
  • IX Der Kindersoldat als Philologe
  • 1 »Big big grammar« (Ken Saro-Wiwa, "Sozaboy")
  • 2 Mehr Sprachigkeit (Ahmadou Kourouma, "Allah n’est pas obligé")
  • X Genozid und Globalisierung, in Afrika und ›der‹ Welt
  • 1 Ein Übersetzer als alexandrinische Bibliothek (Daoud Hari, "The Translator")
  • 2 »How many acts of genocide does it take to make a genocide?«
  • 3 Schwarz-Nichtganzschwarz-Malerei
  • 4 Die 1135. Geschichte
  • XI Coda: J.M. Coetzees Erzählungen über Afrikanische Philologie
  • 1 Der Roman in Afrika
  • 2 humanity/ies
  • 3 Philo"a"logische Momente
  • 4 »freigebig« – an einem Rand der afrikanischen Philologie
  • Literaturverzeichnis
  • Namenregister

Ähnliche Titel

    Mehr von diesem Autor