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Hitlers Wähler

Die Anhänger der NSDAP 1924–1933

Jürgen W. Falter

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Jürgen W. Falter, Hitlers Wähler (2020), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593445403

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Description

Jürgen W. Falter ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mainz. Er war dort von 1993 bis 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Innenpolitik und Empirische Politikforschung. Seit 2001 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Description / Abstract

Welche Bevölkerungsgruppen erwiesen sich in der Weimarer Republik als besonders anfällig, welche als mehr oder weniger resistent gegenüber der NSDAP? Von welchen Parteien wanderten Wählerinnen und Wähler überdurchschnittlich häufig zu den Nationalsozialisten ab? In welchem Ausmaß entschieden sich Arbeiter und Frauen, Arbeitslose und frühere Nichtwähler für sie? Jahrzehntelang kursierten nur Spekulationen über die typischen NSDAP-Wähler. Jürgen W. Falter analysiert in der aktualisierten und deutlich erweiterten Neuausgabe dieses Buchs, das zu den Standardwerken zur Geschichte des Nationalsozialismus zählt, die soziale Zusammensetzung, die Geschlechterverteilung, die regionale Ausbreitung und die Konfessionszugehörigkeit von »Hitlers Wählern«. Anhand umfangreicher Daten zu den Reichstags- und Reichspräsidentenwahlen bietet das Buch mit den Mitteln der historischen Wahlforschung Erklärungsversuche, die die Erfolge der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei an den Wahlurnen begreiflich machen.

Table of content

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung zur Neuauflage
  • 1. Die Bedeutung der nationalsozialistischen Wahlerfolge für den Zusammenbruch der Weimarer Republik
  • 1.1 Warum es wichtig ist, die Wahlerfolge der NSDAP zu untersuchen
  • 1.2 Wann hörte die Weimarer Republik zu existieren auf?
  • 1.3 Welche Rolle spielten die Wahlen beim Zusammenbruch der Weimarer Repu­blik?
  • 2. Die Wahlentwicklung 1919–1933 und die Reaktion der Zeitgenossen
  • 2.1 Die Gründungsphase der Weimarer Republik und das erste Auftreten der NSDAP bei Reichstagswahlen
  • 2.2 Niedergang und Konsolidierung der NSDAP während der »Goldenen Jahre« der Weimarer Republik
  • 2.3 Aufstieg der NSDAP und Niedergang der Weimarer Republik nach 1928
  • 2.4 Die beiden Reichstagswahlen von 1932: Die NSDAP wird stärkste Partei im Reichstag
  • 2.5 Machtergreifung und Märzwahl 1933
  • 3. Zeitgenössische und moderne Erklärungsversuche der nationalsozialistischen Wahlerfolge
  • 3.1 Zeitgenössische Erklärungsversuche
  • 3.2 Neuere wissenschaftliche Erklärungsversuche: die klassen-, die massen-, die milieu- und die interessentheoretische Variante
  • 4. Aussagemöglichkeiten und Grenzen der historischen Wahlforschung über die Weimarer Republik
  • 4.1 Welche Informationen stehen dem Wahlhistoriker zur Verfügung?
  • 4.2 Typische Fehler wahlhistorischer Untersuchungen über den Nationalsozia­lismus
  • 4.3 Methodische Anforderungen an historische Wahl­untersuchungen
  • 5. Wählerwanderungen zur NSDAP 1924–1933
  • 5.1 Zeitgenössische Rekonstruktionsversuche: Wo­her kamen die Wähler der NSDAP?
  • 5.2 Methodische Probleme der Analyse von Wählerwanderungen
  • 5.3 Wahlbeteiligungsanstieg und NSDAP-Wachstum
  • 5.4 Der Zustrom von Wählern anderer Parteien zur NSDAP
  • 5.5 Zwischenstationen auf dem Wege zur NSDAP
  • 5.6 Die Hindenburg-Wahl von 1925 und das Referendum gegen den Young-Plan als Vorbereitungsetappen auf dem Weg zu den NSDAP-Wahlerfolgen
  • 5.7 Hätte ein anderes Wahlsystem den Aufstieg der NSDAP verhindern kön­nen? Ein Exkurs
  • 6. Zur Demographie und Konfession der NSDAP-Wählerschaft
  • 6.1 Geschlecht
  • 6.2 Alter
  • 6.3 Die regionale Ausbreitung der NSDAP
  • 6.4 Ortsgröße und Nationalsozialismus
  • 6.5 Konfession und NSDAP-Wahl
  • 7. Soziale Trägerschichten
  • 7.1 Zeitgenössische Interpretationen
  • 7.2 Die Anfälligkeit von Arbeitern gegenüber dem Nationalsozialismus
  • 7.3 Die Angestellten
  • 7.4 Die Beamten
  • 7.5 Die Selbständigen und Angehörigen der Freien Berufe
  • 7.6 Rentner, Pensionäre und Hausfrauen
  • 7.7 Exkurs: Der Einfluss des Anteils binnenmarkt- und exportorientierter Beschäftigter auf die Wahlchancen der NSDAP
  • 7.8 Die relative Anfälligkeit der verschiedenen Berufsgruppen gegenüber dem Nationalsozialismus – eine Zusammenfassung
  • 7.9 Die soziale Zusammensetzung der NSDAP-Wählerschaft
  • 8. Arbeitslosigkeit und Verschuldung
  • 8.1 Das Zusammenspiel statischer und dynamischer Faktoren
  • 8.2 Arbeitslosigkeit und NSDAP-Wahlerfolge
  • 8.3 Der Einfluss der Verschuldung in Landwirtschaft und Gewerbe auf die Wahlerfolge der NSDAP
  • 9. Der Einfluss von Presseklima und Parteiorganisation auf das Wachstum der NSDAP
  • 9.1 Die gängigen Erklärungsmodelle sind unvollständig
  • 9.2 Hat die politische Färbung der Tages- und Wochenpresse einen messbaren Einfluss auf die nationalsozialistischen Wahlerfolge ausgeübt?
  • 9.3 Der Zusammenhang von Mitgliederzuwachs und Wahlentwicklung
  • 9.4 Der Einfluss von Milieu und Tradition
  • 10. Fazit und Ausblick
  • 10.1 Die NSDAP: Eine »Volkspartei des Protests«
  • 10.2 Perspektiven zukünftiger Forschung
  • Anhang
  • Literatur

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