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Kunst und Ästhetik im Werk Leni Riefenstahls

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Markwart Herzog(Hg.), Mario Leis(Hg.), Kunst und Ästhetik im Werk Leni Riefenstahls (2011), edition text+kritik, 81673 München, ISBN: 9783869169675

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Description / Abstract

Wegen ihres Rufes als "Hitlers Starregisseurin" ist Leni Riefenstahl (1902–2003) weltweit umstritten. Im Vordergrund der Diskussion rund um ihre Person stand über Jahrzehnte hinweg ihr Engagement als systemtreue Nazi-Propagandafilmerin. Dabei geriet die ganze Breite ihres künstlerischen Schaffens, das sich immerhin über 80 Jahre hin erstreckt, häufig aus dem Blick. Die hochgradig ehrgeizige Riefenstahl war eine ausgesprochen umtriebige Künstlerin, die ihr kreatives Potenzial in den unterschiedlichsten Kunstmedien auslotete. Sie begann ihre Karriere als mehr oder weniger passable Tänzerin. Nach einer Knieverletzung arbeitete sie vor allem als Sportschauspielerin unter dem Bergfilmregisseur Arnold Fanck. 1932 gab sie mit "Das blaue Licht" ihr Debüt als Filmregisseurin. In der NS-Zeit drehte sie drei Propagandafilme, von denen "Der Triumph des Willens" der berühmteste ist. Gleichwohl produzierte sie unter der Naziherrschaft wohl ihren besten Film, den Zweiteiler über die Olympischen Spiele 1936. Nach diesem Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens erregte Riefenstahl in den 1970er Jahren als Fotografin Aufsehen, vor allem mit ihren Nuba-Bildern, die sie im Südsudan aufnahm. Bis ins hohe Alter fotografierte und filmte sie als Taucherin: 1978 erschien ihr Fotoband "Korallengärten", und im Jahr 2002, in dem sie ihren 100. Geburtstag beging, hatte ihr Dokumentarfilm "Impressionen unter Wasser" Premiere. Der Band setzt sich mit diesen überaus vielfältigen künstlerischen Perspektiven Riefenstahls auseinander, wobei die politischen Funktionen ebenso thematisiert werden wie der oft vernachlässigte "Eigensinn" ihrer Kunst.

Table of content

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Markwart Herzog/Mario Leis – Das »Leni Riefenstahl-Syndrom«: Künstlerischer Eigensinn in politischem Kontext
  • 1. Tanz – Sport – Schauspiel
  • 2. Filmregie
  • 3. Fotografie
  • 4. Nachwirkungen einer Eigensinnigen
  • Tanz – Schauspiel – Bergfilm
  • Daniel Kothenschulte – Riefenstahls angewandte Avantgarde: Die Filmemacherin und das Erbe der Film-Moderne um 1930
  • Hanno Loewy – Leni Riefenstahl, Béla Balázs und Das blaue Licht: Selbstinszenierung einer Märtyrerin
  • Filmregie – Filmproduktion – Propaganda-Kunst
  • Clemens Zimmermann – Die politischen Dokumentarfilme von Leni Riefenstahl: Sieg des Glaubens (1933) – Triumph des Willens (1935) – Tag der Freiheit: Unsere Wehrmacht (1935)
  • K. Ludwig Pfeiffer – Sport – Ästhetik – Ideologie: Riefenstahls Olympia-Filme
  • Stefan Strötgen – Der Rhythmus des tatsächlichen Geschehens: Rhythmus, Synchronisierung und Propaganda in Triumph des Willens
  • Dokumentarfilm & Fotografie
  • Maren Polte – Fotografie als Filmmarketing: Leni Riefenstahls Schönheit im olympischen Kampf
  • Rolf Husmann – Leni Riefenstahl und die Masakin-Nuba: Von der Empathie zur Vermarktung
  • Markwart Herzog – »Eine Welt, wie von surrealistischen Malern entworfen«: Unterwasserfotografie und -film in Riefenstahls Œuvre
  • Rezeption & Stilisierung
  • Gaëlle Liedts – Zwischen Verehrung und Hass: Riefenstahls künstlerischer Ruhm in Frankreich von den 1930er Jahren bis heute
  • Karl Stamm – Ästhetisierung des Zeitgeschehens: Leni Riefenstahls Einfluss auf die Wochenschau – ein »deutscher Sonderweg«
  • Rolf Sachsse – Die Renaissance der Riefenstahl als Pop-Ikone: Musik – Mode – Film – Werbung
  • Autoren und Herausgeber
  • Personenregister
  • Anzeigen

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