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Demokratie

Eine gefährdete Lebensform

Till van Rahden

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Till van Rahden, Demokratie (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593442792

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Description

Till van Rahden ist Historiker und lehrt Deutschland- und Europastudien an der Université de Montréal in Kanada.

Description / Abstract

Die liberale Demokratie galt uns lange als selbstverständlich. Nun steckt sie in der Krise. Immer deutlicher wird, dass die Demokratie fragil ist und der Pflege bedarf. Sie erschöpft sich nicht in Leitartikeln oder Talkshows, im Gang zur Wahlurne oder in Parlamentsdebatten. Sie ist nicht allein eine Herrschaftsform. Wollen wir mehr sein als unbeholfene Demokraten, so Till van Rahden, müssen wir die Umgangsformen pflegen, die Streitkultur stärken und die öffentlichen Räume ausbauen, die es uns gerade im Alltag ermöglichen, Gleichheit wie Freiheit zu erleben und demokratische Tugenden einzuüben. Demokratie erfahren wir auch im Park und im Schwimmbad, im Kindergarten und auf dem Spielplatz, in der Schule und in der Familie. Dieses Buch wirft Schlaglichter auf die Geschichte der Bundesrepublik, die ihre sozialen und kulturellen Voraussetzungen anschaulich machen.
Statt den Niedergang der Demokratie zu beklagen, gilt es, unser Bewusstsein für sie zu schärfen. Denn Demokratie ist nichts weniger als eine Lebensform.

Table of content

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Einleitung: Eine Frage der Form oder: Wie die Demokratie ihre Fassung bewahrt
  • Kapitel I: Demokratie als Lebensform: Ein deutsches Missverständnis
  • »Alles falsch, all-les falsch!!!!«: Das Entsetzen und die Ratlosigkeit der unmittelbaren Nachkrieg
  • Von der Begründung der Demokratie: Die tastende Suche in den fünfziger und sechziger Jahren
  • Die Jahre der chiliastischen Gewissheit und der Grabenkämpfe im Schatten von Achtundsechzig
  • Kapitel II: Unbeholfene Demokraten: Moralische Leidenschaften in der Bundesrepublik
  • Demokratische Leidenschaften und nationalsozialistische Moral
  • Im Schatten der bösen Tat
  • Halbseitig gelähmte Bürger: Eigentümlichkeiten nach dem Krieg
  • Unbeholfene Begegnungen - Moralische Obsessionen
  • Kapitel III: Das Lächeln der Verfassungsrichterin: Die Suche nach der Demokratie
  • Anfänge einer emanzipatorischen Geschlechterpolitik
  • Demokratie und Familie im Schatten der Gewalt
  • Autorität in der liberalen Republik
  • Kapitel IV: Eine Welt ohne Familie: Über Kinderläden und andere demokratische Heilsversprechen
  • Von der »demokratischen Familie« zum antiautoritären Kinderladen
  • Freiraum für Kinder oder Vorraum der Revolution
  • Von der Utopie zur Melancholie
  • Kapitel V: Der Verlust der Mitte: Vom Siechtum öffentlicher Räume
  • Anmerkungen
  • Literaturhinweise
  • Danksagung

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