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Klinikentlassungen älterer Patienten mit sozialem Interventionsbedarf: Möglichkeiten und Grenzen kommunalen Handelns am Beispiel des Wiesbadener Gesundheitsnetzes "GeReNet.Wi"

Petra Schönemann-Gieck, Arne Evers and Iris Groß

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Petra Schönemann-Gieck, Arne Evers, Iris Groß, Klinikentlassungen älterer Patienten mit sozialem Interventionsbedarf: Möglichkeiten und Grenzen kommunalen Handelns am Beispiel des Wiesbadener Gesundheitsnetzes "GeReNet.Wi" (2018), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1430-9653, 2018 #04, p.324

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Description / Abstract

In acute hospitals an increasing amount of elderly and multimorbid patients receive treatment. That´s why hospitals are increasingly faced with their patient´s non-medical needs. Due to a very short stay, the preparation of discharge back to their homes is a great challenge for hospitals - especially, when no supportive relatives or authorized representatives are available. Little to no attention is paid on patients without entitlement to the service of the statutory nursing insurance. The purpose of the Wiesbaden Health Network "GeReNet.Wi" is to develop an individually tailored management of discharge and transition for patients with need of support in their respective homes. Based on findings of a qualitative study with 40 members of clinical staff, a four-step, transsectional procedure for transition of elderly patients with social needs was defined and is currently under implementation. A highly developed communal structure seems to be an important element for trans-sectional care.

Keywords discharge management, transsectional transitional care, social needs, municipal social work for the elderly, home need of support, hospital social services, municipal information service



Immer mehr ältere und multimorbide Patienten1 werden in Akutkrankenhäusern behandelt.Kliniken sind daher zunehmend mit sozialen Bedarfen ihrer Patienten konfrontiert.Aufgrund der oft sehr kurzen Verweildauer der Patienten stellt die Vorbereitung der Entlassung zurück in die Privatwohnung eine große Herausforderung für Kliniken dar - insbesondere dann, wenn keine Angehörigen oder andere Bezugspersonen unterstützend zur Verfügung stehen. Wenig beachtet werden bislang vulnerable Patienten, die keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung aufweisen. Auf Grundlage zahlreicher Vorarbeiten im GeReNet.Wi wurde ein vierstufiges, sektorenübergreifendes Entlass- und Überleitungsmanagement zur Überleitung älterer Patienten mit sozialem Interventionsbedarf entwickelt und in drei Kliniken implementiert. Erste Ergebnisse deuten auf eine zielgenaue Identifikation der Risikopersonen hin aber auch auf die Grenzen klinischer Entlassplanung. Implementierungsbarrieren werden diskutiert. Neben einer gut ausgebauten kommunalen Übernahmestruktur und geordneten klinischen Prozessen sind intersektorale Kommunikationsstrukturen eine zentrale Voraussetzung für eine gelingende, transsektorale Versorgung.

Schlüsselwörter

Entlassmanagement, sektorenübergreifende Überleitung, sozialer Interventionsbedarf, kommunale Altenarbeit, häuslicher Unterstützungsbedarf, Krankenhaussozialdienst, kommunale Beratungsstellen

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