Lehrkunst

Wie aus Gesprächsteilnehmern Lehrer werden

Ingwer Paul

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Ingwer Paul, Lehrkunst (2019), Aisthesis Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783849814113

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Obwohl neueste Studien die zentrale Rolle der Lehrkraft für den Unterrichtserfolg belegen, wird in der Lehrerausbildung nach wie vor auf eine curriculare Verankerung der Lehrkunst verzichtet. Deren Entwicklung ist eine fächerübergreifende Aufgabe, das Fach Deutsch jedoch ist in besonderer Weise gefordert, die theoretischen und institutionellen Voraussetzungen für die Ausbildung sprachlicher und kommunikativer Kompetenzen zu schaffen. Ausgehend von der Frage nach dem Wissen und Können der Teilnehmer wird an der Schnittstelle von Transferlinguistik und Professionstheorie ein Verfahren entwickelt, mit dem einschlägige Reflexionsprozesse empirisch rekonstruiert und praktisch simuliert werden können. Die Rekonstruktion konkreter Unterrichtssequenzen soll dabei für kritische Punkte in der Reflexionsbiografie angehender Lehrkünstler sensibilisieren. Besonderes Augenmerk gilt der Unterscheidung von Lehre und Gespräch sowie der Qualität professionsbezogener Reflexion angesichts der ubiquitären Verwendung entsprechender Konzepte.

Beschreibung

Ingwer Paul lehrt seit 2004 als Professor für Mediendidaktik (mit germanistisch-linguistischem Schwerpunkt) an der Universität Bielefeld.

Inhaltsverzeichnis

  • Frontcover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • 1. Gegenstand und disziplinäre Einordnung
  • 1.1 Auf der Suche nach einem systematischen Ort für die Lehrkunst
  • 1.2 Schwierigkeiten im institutionellen Umgang mit der Lehrkunst
  • 1.3 Disziplinäre Einordnung der Lehrkunst
  • 1.4 Arbeitsdefinition von „Lehrkunst“
  • 1.5 Zum weiteren Vorgehen
  • 2. Wissen und Können
  • 2.1 Die Modellierung sprachlichen Wissens und Könnens
  • 2.2 Die Modellierung des Wissens über Sprache
  • 2.3 Die Schnittstelle von Wissen und Können: Isomorphie von Transferlinguistik und Professionstheorie
  • 3. Sprachdidaktische Modelle des Kompetenzerwerbs
  • 3.1 Stilistik und Grammatik (Pfleiderer)
  • 3.2 Grammatikunterricht als Wissenschaftspropädeutik (Eisenberg/Menzel)
  • 3.3 Erfahrungsinduzierte und erfahrungsdistanzierte Reflexion als komplementäre Formen des Kompetenzerwerbs
  • 4. Die Sonderrolle des Deutschunterrichts
  • 4.1 Die Sprache als Medium, Gegenstand und Methode des Deutschunterrichts
  • 4.2 Lernziel Kommunikation und kommunikative Deutschdidaktik
  • 4.3 Plädoyer für eine kulturwissenschaftlich fundierte Sprachdidaktik
  • 5. Das Kommunikationswissen der Teilnehmer
  • 5.1 Sprachliche und kommunikative Kompetenz
  • 5.2 Idealisierungen der Teilnehmer
  • 5.3 Rekonstruktive und normative Perspektive auf die kommunikativeKompetenz
  • 5.4 Die Historizität und Relativität von Gesprächsidealen
  • 6. Das Reflexionspotential der Teilnehmer
  • 6.1 Reflexionsmodus und Reflexionsprodukt bedingen sich gegenseitig
  • 6.2 Reflexivität: Entwicklung und Funktion des impliziten Wissens
  • 6.3 Praktische und diskursive Reflexion
  • 6.4 Das Profil praktischer Reflexion
  • 7. Lehre und Gespräch
  • 7.1 Lehre und Gespräch
  • 7.2 Die normative Modellierung der Lehrkunst
  • 7.3 Eigenschaften der naturwüchsigen Gesprächskompetenz
  • 8. Leitbilder der Lehrkunst
  • 8.1 Das Leitbild des Reflektierenden Praktikers
  • 8.2 Das Leitbild des professionellen Denkstils
  • 9. Methodologische Überlegungen
  • 9.1 Lehrkunst ist lernbar, nicht lehrbar
  • 9.2 Simulation – Rekonstruktion – Reflexion
  • 10. Unterricht als reflektierte Interaktion
  • 10.1 Sedimentiertes Wissen über Unterricht
  • 10.2 Das Praktische Reflexionspotential
  • 10.3 Vom reflektierten Umgang mit der Konversationsmaschine
  • 10.4 Die reflexive Bearbeitung struktureller Probleme
  • 10.5 Die Notwendigkeit auferlegter Reflexionsauslöser
  • 10.6 Die Aktualität des sokratischen Dialogs
  • Anmerkungen zu den Transkriptionen
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister
  • Namensregister
  • Backcover
  • Backcover 2

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