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Zur Institutionalisierung der Kinder- und Jugendhilfe: Annäherung an die Perspektiven einer (De-)Institutionalisierungsforschung

Fabian Kessl und Martina Richter

Diese Publikation zitieren

Fabian Kessl, Martina Richter, Zur Institutionalisierung der Kinder- und Jugendhilfe: Annäherung an die Perspektiven einer (De-)Institutionalisierungsforschung (21.09.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1436-1957, 2021 #1, S.10

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Am Beispiel der bundesdeutschen Kinder- und Jugendhilfe wird im vorliegenden Beitrag der Frage nachgegangen, wie sich die Institutionalisierung pädagogischer Praxis und Organisation als Ausdruck gesellschaftlicher Rationalisierung konturiert. Die vorgenommene exemplarische Vergewisserung, die mit Blick auf den konkreten Bereich von Jugendhilfe und Schule vollzogen wird, zeigt, dass die weithin geteilte Wahrnehmung von Institutionalisierungsprozessen in pädagogischen Kontexten als lineare Entwicklung unscharf ist. Vielmehr erweist sich Institutionalisierung als multidimensionaler sowie als brüchiger und widersprüchlicher Prozess, auch der De- und Reinstitutionalisierung. Außerdem sind Institutionalisierungsprozesse auch durch legitimitätspolitische Einsätze gekennzeichnet und Teil politischer Auseinandersetzung auf unterschiedlichen Ebenen. Diese Einsichten führen dazu, dass für die Perspektive einer (De-)Institutionalisierungsforschung plädiert wird, die zukünftig empirisch wie theoretisch auszuarbeiten sein wird.

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