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In Verteidigung der epistemischen Asymmetrie

Sarah Speck

Diese Publikation zitieren

Sarah Speck, In Verteidigung der epistemischen Asymmetrie (2020), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISSN: 1860-2177, 2020 #2, S.97

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Der Beitrag diskutiert die Bedeutung der Akteursperspektive im Kontext empirischer Sozialforschung aus dem Blickwinkel der Geschlechterforschung und beleuchtet dabei einerseits die Frage der Parteilichkeit und andererseits die Struktur des Verhältnisses zwischen Forscherin und Akteurin. Mit beiden hängt auch die Wahl des methodischen Zugangs zusammen. Ich vertrete die Position, dass eine kritische Sozialforschung in ihrem Forschungsprozess von einer Parteilichkeit und damit auch von den Deutungen der Akteure im Feld Abstand nehmen muss. Die Stärke rekonstruktiver Sozialforschung, die in methodisch kontrollierten Verfahren auch implizite, inkorporierte oder latente Bedeutungsgehalte freizulegen vermag, gründet auf einer Distanznahme. Zugleich argumentiere ich, dass Symmetrisierungsbestrebungen im Forschungsgeschehen, die in sich als kritisch verstehender empirischer Sozialforschung immer wieder, so auch in vielen partizipativ angelegten Vorhaben, anzutreffen sind, mit großer Vorsicht zu begegnen ist. Im Sinne des emanzipatorischen Projekts herrschaftskritischer Wissenschaften braucht es die Verteidigung eines Moments der epistemischen Asymmetrie im Forschungsprozess.

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