„Auserwählte Opfer?“

Shoah und Porrajmos im Vergleich. Eine Kontroverse

Wolfgang Wippermann

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Wolfgang Wippermann, „Auserwählte Opfer?“ (2013), Frank & Timme, Berlin, ISBN: 9783865969248

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Beschreibung / Abstract

Sind die Shoah und der Völkermord an den Sinti und Roma, der in ihrer Sprache, dem Romanes, als „Porrajmos“ (= das Verschlungene) bezeichnet wird, vergleichbar? Einige in- und ausländische Historiker bestreiten dies. Für sie war die Shoah absolut singulär und gelten die Juden als die „auserwählten Opfer“. Andere Historiker verweisen darauf, daß die Sinti und Roma mit gleicher oder vergleichbarer Intention, Motivation und Totalität wie die Juden verfolgt worden sind. Die Kontroverse wird also von beiden Seiten mit sowohl wissenschaftlichen als auch (geschichts-)politischen Argumenten geführt. Sie wird in diesem Buch zum ersten Mal in ihrer ganzen Breite nachgezeichnet und bewertet. Das Ergebnis ist klar: Ein Vergleich zwischen beiden Völkermorden ist historisch gerechtfertigt, politisch aber ganz offensichtlich nicht opportun.

Beschreibung

Wolfgang Wippermann, geboren 1945 in Bremerhaven. Studium der Geschichte, Germanistik und Politischen Wissenschaft in Göttingen und Marburg. Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin. Gastprofessuren in Innsbruck, Peking, Bloomington, Minneapolis und Durham. Verfasser zahlreicher Studien zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen, des Bonapartismus, Faschismus und Totalitarismus sowie besonders des Antisemitismus und Antiziganismus.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • INHALTSVERZEICHNIS
  • „Auserwählte Opfer“? Einleitung
  • 1. Vorgeschichte und Verlauf
  • 2. Verdrängung und Aufarbeitung
  • 3. Leugnung und Relativierung
  • „Geringste meiner Brüder“. Zusammenfassung
  • QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

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