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Billy Wilder - Hinter der Maske der Komödie

Der kritische Umgang mit dem kulturellen Selbstverständnis amerikanischer Identität

Michaela Naumann

Diese Publikation zitieren

Michaela Naumann, Billy Wilder - Hinter der Maske der Komödie (2016), Schüren Verlag, Marburg, ISBN: 9783741000201

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Filme wie SOME LIKE IT HOT, ONE, TWO, THREE oder THE APARTMENT gelten heute als Klassiker und entstammen ebenso seiner Feder, wie Bonmots à la 'Nobody's perfect': Billy Wilder; Drehbuchautor und Regisseur. Vor dem Hintergrund seiner Biografie, durch die er über eine Außen- und Binnenansicht sowohl in Bezug auf Europa als auch die Vereinigten Staaten verfügt, untersucht HINTER DER MASKE DER KOMÖDIE den perspektivischen Blick Wilders auf das kulturelle Selbstverständnis amerikanischer Identität.
Das Sichtbare ist nicht das Offensichtliche - weder in der Gesellschaft noch in seinen Filmen. Die Unmittelbarkeit der Erkenntnis um die wahren gesellschaftlichen Umstände ist hinter der Maske der Komödie verborgen. Zwischen hehrem Anspruch und Umsetzung, persönlichem Erfolgsstreben und moralischen Vergehen, Demokratie-Ideal und Dollar-Diplomatie entzündet sich die Komik. Wilder setzt rekurrent auftretende Motive, wie bspw. Masekerade, Käuflichkeit und Betrug, kontrastiv zu den gesellschaftlich verankerten Wertvorstellungen ein und macht die Gefahr sichtbar, die in der Legitimierung eines falsch verstandenen und egoistisch interpretierten Anspruchs des 'pursuit of happiness' liegt. Im raffinierten Spiel auf der komödiantischen Klaviatur zeigen sich der Anspruch Wilders sowie sein Können, die Komik für seinen Zweck des Perspektivenwechsels zu formen und zu instrumentalisieren. Mit der ihm eigenen Ernsthaftigkeit ist es ihm möglich, einen gesellschaftlichen Zerrspiegel abzubilden und so die Oberfläche zu durchbrechen. Wilders Kritik entlarvt die Inkongruenz von Ideal und Wirklichkeit: den schmalen Grad der Balance zwischen American Dream und American Nightmare.

Beschreibung

Dr. Michaela Naumann, geb. 1977, studierte Neuere deutsche Literatur & Medien sowie Kunstgeschichte in Mainz und Marburg (1997-2003). Abschluss Magistra Artium mit "Geld, Ware, Liebe. Aspekte des Begehrens in Ernst Lubitschs Komödien der dreißiger Jahre".
Parallel zu einem Volontariat und der anschließenden Arbeit im Bereich der Buch-, Kultur- und Verlags-PR, Promotion an der Philips-Universität Marburg mit "Hinter der Maske der Komödie - Der kritische Umgang mit dem kulturellen Selbstverständnis amerikanischer Identität in den Komödien Billy Wilders".
Seit 2010 ist sie mit der Agentur ‹everybody's public› als PR-/Kommunikationsberaterin in Mainz selbstständig.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Die Autorin
  • Impressum/Abbildungsnachweis
  • Inhalt
  • Vorwort
  • I Grundlagen
  • 1 Einleitung
  • 2 Amerika – Land der Träume undunbegrenzten Möglichkeiten
  • 3 Billy Wilder – Eine europäische Sicht
  • 4 Das Komische
  • 5 ‹Play it again, Billy› – Motivkonstanten bei Wilder
  • II Hinter der Maske der Komödie – Wilders Sicht auf den ‹American Way of Life›
  • 6 Europa und die Neue Welt – Auf der Suche nach der eigenen Identität
  • 7 Demokratie-Ideal und Sendungsbewusstsein – Botschafter des ‹American Way of Life›
  • 8 Wilders Form der aktiven Kulturkritik – Ein nationaler Angriff auf das amerikanische Wertesystem
  • 9 SOME LIKE IT HOT (1959) – Wilders heimliches ‹Utopia›
  • III Conclusio
  • 10 ‹Actually, the situation is hopeless, but not serious› – Abschlussbemerkung
  • Bibliografie
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