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WBG Deutsch-Französische Geschichte Bd. I

Vom Frankenreich zu den Ursprüngen der Nationalstaaten 800 bis 1214

Rolf Große

Diese Publikation zitieren

Rolf Große, Institute Historique Allemand(Hg.), Michael Werner(Hg.), WBG Deutsch-Französische Geschichte Bd. I (2019), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783534745500

Getrackt seit 05/2018

998
Accesses

Beschreibung / Abstract

Bereits den Zeitgenossen galt Karl der Große als ›Vater Europas‹. In der Tat schuf er ein Reich, das zur Wiege der europäischen Staatenwelt wurde. Seinen Kern bildete das ›Frankenreich‹, das er seit 771 allein beherrschte. Spannend schildert der Autor den Aufstieg Karls des Großen und die politische Ordnung seines Imperiums. Nach dem Tode Karls schuf die Teilung des Karolingerreiches die Grundlagen für die spätere Trennung der beiden Nationen, die sich unter Ottonen und Kapetingern erstmals abzeichnete. Auch wenn es kaum möglich ist, den Beginn einer eigenständigen ›deutschen‹ oder ›französischen‹ Geschichte auf ein exaktes Datum festzulegen, begründete die Wahl des Staufers Friedrich II. zum Kaiser zugleich die hegemoniale Stellung des kapetingischen Königs in Europa – von nun an steht »Frankreich« selbstbewusst neben dem »Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation«.

Beschreibung

Mit Recht gilt Karl der Große als ›Vater Europas‹ – sein Reich wurde zur Wiege der europäischen Staatenwelt. Aber war Karl der Große ein Deutscher? Der Autor schildert in dieser spannenden Darstellung nicht nur die politische Geschichte des ›kerneuropäischen‹ Territoriums von den Merowingern bis zum Beginn des 13. Jh., sondern behandelt auch die komplexe Frage, ab wann von einer eigenständigen ›deutschen‹ oder ›französischen‹ Geschichte die Rede sein kann.

Beschreibung

Rolf Große studierte Geschichte, Lateinische Philologie und Historische Hilfswissenschaften an der Universität zu Köln, wo er 1984 auch promoviert wurde. 2001 erfolgte seine Habilitation an der Universität Heidelberg. Große ist am DHIP Fachgebietsleiter für Mittelalter, Leiter der Gallia Pontificia, Redaktionsleiter der Francia sowie Redakteur der Studien und Dokumente zur Gallia Pontificia.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Westeuropa im Hochmittelalter, deutsch-französische Beziehungen, Landesgeschichte der Île-de-France, die Abtei Saint-Denis sowie die Diplomatik der älteren Papsturkunde.

Guido Braun, geb. 1970, forschte an den Deutschen Historischen Instituten in Rom und Paris, promovierte an der Sorbonne und lehrt seit 2007 Geschichte an der Universität Bonn.

Claire Gantet, geb. 1967, ist Historikerin an der Université de Paris I – Panthéon Sorbonne und hat 2005/06 ein Förderstipendium des Historischen Kollegs, München.Bernhard Struck, geb. 1972, ist Historiker am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas.

Rolf Große studierte Geschichte, Lateinische Philologie und Historische Hilfswissenschaften an der Universität zu Köln, wo er 1984 auch promoviert wurde. 2001 erfolgte seine Habilitation an der Universität Heidelberg. Große ist am DHIP Fachgebietsleiter für Mittelalter, Leiter der Gallia Pontificia, Redaktionsleiter der Francia sowie Redakteur der Studien und Dokumente zur Gallia Pontificia.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Westeuropa im Hochmittelalter, deutsch-französische Beziehungen, Landesgeschichte der Île-de-France, die Abtei Saint-Denis sowie die Diplomatik der älteren Papsturkunde.

Jean-Marie Moeglin ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Université Paris XII (Val de Marne, École Pratique des Hautes Études). Seine Forschungsschwerpunkte sind neben der allgemeinen Geschichte des Mittelalters die Geschichte der politischen Strukturen und Mentalitäten, die Konstruktionen von Staat und Nation in Frankreich und in Deutschland sowie die Diplomatie- und Ritualgeschichte.


Rainer Babel habilitierte sich 2001 in München und ist nach Lehraufträgen an den Universitäten Zürich und Saarbrücken Abteilungsleiter für den Bereich Frühe Neuzeit am DHI Paris.

Nicolas Beaupré, geb. 1970, promovierte in Geschichte an der Universität Paris-X-Nanterre und hat sich auf die Zwischenkriegszeit und die Folgen des Ersten Weltkrieges auf Frankreich und Deutschland spezialisiert.


Hélène Miard-Delacroix ist Professorin für zeitgenössische Geschichte und Zivilisation Deutschlands an der Université Paris-Sorbonne. Sie ist Trägerin des deutschen Bundesverdienstkreuzes und des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung 2017. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der deutsch-französischen Beziehungen, insbesondere die deutsch-französische Perzeptionsgeschichte und die vergleichende Geschichte der politischen Kultur.

Bernhard Struck ist Reader in Modern History an der University St. Andrews, Schottland. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die neuere und neueste Geschichte Frankreichs, Deutschlands und Polens sowie die Felder der Reise- und Migrationsgeschichte, die Geschichte von Grenzen und die Geschichte transnationaler Expertennetzwerke.

Ulrich Pfeil ist Professor für Deutschlandstudien an der Universität Paul Verlaine, Metz. Zuvor war er DAAD-Lektor an der Sorbonne Nouvelle (1996-2002), Forscher am Deutschen Historischen Institut Paris (2002-2009) und Professor für Deutschlandstudien an der Universität Jean Monnet, Saint-Étienne (2005-2009). Er ist Autor des Buches „Die ›anderen‹ deutsch-französischen Beziehungen. Die DDR und Frankreich 1949-1990“, Köln 2004.

Corine Defrance ist Historikerin am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS, Institut IRICE/Université de Paris 1-Panthéon-Sorbonne) und wissenschaftliche Mitarbeite-rin bei der Editionskommission der französischen diplomatischen Akten des französischen Außenministeriums. Von ihr erschien u.a. „La politique culturelle de la France sur la rive gauche du Rhin (1945-1955), Straßburg 1994 und zusammen mit Ulrich Pfeil: „Le Traité de l’Élysée et les relations franco-allemandes, 1945 - 1963 - 2003“, Paris 2005 (dt. Ausgabe „Der Élysée-Vertrag und die deutsch-französischen Beziehungen 1945 - 1963 - 2003“, München 2005).

Michael Werner, geb. 1946, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Freiburg, München und Bonn und lebt seit 1969 in Paris. Seit 1991 ist er Professor für Sozialgeschichte der deutsch-französischen Kulturbeziehungen an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), wo er auch das Centre de recherches interdisciplinaires sur l'Allemagne leitet.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • I. Überblick
  • 1. Das Frankenreich um 800
  • 2. Die Entstehung Deutschlands und Frankreichs
  • 3. Regnum und Imperium bis zum frühen 13. Jahrhundert
  • II. Fragen und Perspektiven
  • 1. Germanen, Gallier, Franken, Deutsche und Franzosen
  • 2. Bilder vom Anderen
  • 3. Lotharingien und Burgund
  • 4. Wirtschaft und Handel
  • 5. Könige und Fürsten
  • 6. Krönungsorte und Nekropolen
  • 7. Höfische Gesellschaft und Kultur
  • 8. Die Hohen Schulen
  • 9. Schlussbetrachtung
  • III. Bibliographie
  • Grundlegende Literatur
  • I. Überblick
  • II. Fragen und Perspektiven
  • Zeittafel
  • Karten
  • Namensregister
  • Informationen zum Autor
  • Back Cover

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