Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Ästhetische Bildung und Erziehung

Eine phänomenologische und bildungstheoretische Vergewisserung

Malte Brinkmann und Carlos Willatt

Diese Publikation zitieren

Malte Brinkmann, Carlos Willatt, Ästhetische Bildung und Erziehung (18.11.2019), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0044-3247, 2019 #6, S.825

Getrackt seit 05/2018

15
Downloads

Beschreibung / Abstract

Der Beitrag nimmt die Marginalisierung, Mythisierung und Entgrenzung des Ästhetischen zum Anlass einer systematischen Vergewisserung, die über eine Re- und Dekonstruktion anthropologischer, ästhetischer und pädagogischer Duale zu einer Neubestimmung der ästhetischen Erfahrung als Verweilen führt. Dabei werden systematische Reflexionen zur Theorie der ästhetischen Bildung und Erziehung entwickelt, die sowohl historische Diskurslinien der Ästhetik (Kant, Schiller, Gadamer) als auch zentrale Ansätze der Phänomenologie (Plessner, Merleau-Ponty, Fink) aufnehmen. Aufgrund der spezifischen Zeitstruktur des Verweilens sowie seiner leiblich basierten Verkörperungs-, Ausdrucks- und Imaginationsqualitäten, so die leitende These, wird in der ästhetischen Erfahrung ein imaginativer Umgang mit Sprache, Begriffen und Symbolen möglich, der sich als widerständiges Moment aus dem Alltäglichen und den Trivialisierungen des Ästhetischen ereignishaft heraushebt. Diese „Transgression“ (Foucault) im ästhetischen Verweilen lässt sich bildungstheoretisch als Veränderung und Umwendung im Mensch-Welt-Verhältnis bestimmen. Darauf angewiesen ist ästhetische Erziehung als Differenzierung und Kultivierung der Sinne sowie als Einübung in die Praxis kultureller Symbolsysteme.

Mehr von dieser Ausgabe

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor