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Jenseits von Kohle und Stahl

Eine Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom

Lutz Raphael

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Lutz Raphael, Jenseits von Kohle und Stahl (2019), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518761496

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Beschreibung

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden viele Staaten Westeuropas von einem beispiellosen Strukturwandel erfasst: Die Fabriken der alten Industrien verschwanden, Millionen von Arbeitsplätzen gingen verloren, vormals boomende Städte gerieten in die Krise und neue soziale Fragen bestimmten die politische Agenda. Was aber ist aus dem stolzen Industriebürger geworden – aus seinen Arbeitsplätzen, Karrierewegen und Wohnquartieren? Wie haben sich soziale Rechte und politische Teilhabe von Arbeiterinnen verändert, als der Wettbewerb global, das Management schlank und der Finanzkapitalismus dominant wurde? Welche Ideen und Ideologien begleiteten den Wandel?


Am Beispiel der Industriearbeit in Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik erzählt Lutz Raphael die außerordentlich vielschichtige und spannende Geschichte der westeuropäischen Deindustrialisierung. Sie dauerte drei Jahrzehnte, ging mit einer Steigerung der Produktivität und des Lebensstandards einher, brachte aber auch Niedriglöhne, wachsende Ungleichheiten und eine Krise der demokratischen Repräsentation. Und vielleicht das Entscheidende: Sie wirkt bis heute fort – als Vorgeschichte unserer postindustriellen Gegenwart. Dieses Buch hilft, sie zu verstehen.

Beschreibung

<p>Lutz Raphael, geboren 1955, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier, Gastprofessuren führten ihn u. a. nach Oxford und Paris. Er ist Mitglied sowohl der Mainzer Akademie der Wissenschaft und Literatur als auch der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 2013 erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Informationen zum Buch
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Einleitung:
  • Perspektiven einer Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom
  • Eine Geschichte »von unten«
  • Eine Geschichte »von gestern aus«
  • Bezugspunkte einer Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung
  • Gesellschaftsgeschichte: Tragweite eines Konzepts
  • Methodische Komplikationen: Nah- und Fernsichten, Theorieeffekte und Quellenauswahl
  • I. Die Vogelperspektive
  • Drei nationale Arbeitsordnungen im Umbruch
  • 1.
  • Industriearbeit in Westeuropa nach dem Boom: Die politökonomische Perspektive
  • 2.
  • Der Abschied von Klassenkämpfen und festen Sozialstrukturen
  • 3.
  • Politikgeschichte von »unten«: Arbeitskämpfe und neue soziale Bewegungen
  • 4.
  • Von Industriebürgern und Lohnarbeitern: Arbeitsbeziehungen, Sozialleistungen und Löhne
  • 5.
  • Facharbeit, Produktionswissen und Bildungskapital: Deutungskämpfe und Neuarrangements
  • II. Nahaufnahmen
  • Erfahrungsräume und Erwartungshorizonte im Wandel
  • 6.
  • Lebensläufe, Berufskarrieren und Jobsuche in Umbruchzeiten
  • 7.
  • Betriebliche Sozialordnungen im Umbruch
  • 8.
  • Industriedistrikte, »Problemviertel« und Eigenheimquartiere: Sozialräume der Deindustrialisierung
  • Schluss: Die Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung als Problemgeschichte unserer Gegenwart?
  • Dank
  • Literatur und Quellen
  • Datenbanken, statistische Publikationen, Archivalien
  • Bibliographie
  • Register

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