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Vertikale Differenzierung und geografische Studierendenmobilität

Oliver Winkler

Diese Publikation zitieren

Oliver Winkler, Vertikale Differenzierung und geografische Studierendenmobilität (29.01.2020), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0514-2717, 2019 #1, S.232

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Vertikale Differenzierung wird nicht nur durch Organisationen produziert, sondern kann auch durch Anwahlen von StudienanfängerInnen vorangetrieben werden. Hochschulen sind in Deutschland ungleich räumlich verteilt und variieren in ihrer vertikalen Differenzierung. Wenn entferntere Einrichtungen mit Hilfe von Valorisierungsindikatoren gewählt werden, kann die Hochschulwahl zur Reproduktion von vertikaler Differenzierung beitragen. Der Prozess wird vermutlich von höheren Statusgruppen getragen, d. h. StudienanfängerInnen aus dem akademischen Milieu oder mit sehr guten Leistungen sind mobiler (H1). Hochschulrankings und -reputationen sind für sie wichtiger, was ihre größere Mobilität teilweise erklären sollte (H2). Auswertungen mit Daten der Studienanfängerbefragung 2003 – 2011 bestätigen eine signifikant größere Distanz zwischen Heimat- und Studienort für höhere Statusgruppen. Rankings haben einen nicht-linearen Effekt auf Mobilität: StudienanfängerInnen, denen das Hochschulranking sehr wichtig oder sehr unwichtig ist, sind am mobilsten; bei mittlerer Wichtigkeit sind sie am wenigsten mobil. Allerdings erklären bzw. mediieren Rankings die Beziehung von Statusgruppen und geografischer Mobilität nur schwach. Wir schlussfolgern, dass vertikale Differenzierung in Deutschland durch Anwahl nur akzentuiert wird.

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