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Liebesgeschichte(n)

Identität und Diversität vom 18. bis zum 21. Jahrhundert

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Frank Becker(Hg.), Elke Reinhardt-Becker(Hg.), Liebesgeschichte(n) (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 97835934409412019

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Beschreibung

Frank Becker ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Elke Reinhardt-Becker, Dr. phil., ist wiss. Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Duisburg-Essen.

Beschreibung

Der Ansatz der Lebenswissenschaften, Liebe auf biochemische Prozesse im menschlichen Körper zurückzuführen, wird zurzeit stark beachtet. Dieses Buch möchte solche Prozesse nicht leugnen. Aber es vertritt die Auffassung, dass erst ihre gesellschaftlich-kulturelle Überformung dem Phänomen Liebe die Gestalt verleiht, die für die Erlebenswirklichkeit des Menschen entscheidend ist. Wie werden die körperlich-seelischen Vorgänge ausgelöst, und wie werden sie gedeutet? Welche Werte, Normen und Leitbilder werden mit ihnen verknüpft? Welche gesellschaftlichen Regeln bestimmen den Umgang mit ihnen? Diese Fragen können nur vor dem Hintergrund des historischen Wandels beantwortet werden und fordern Historiker und Philologen, Soziologen und Kulturwissenschaftler gemeinsam heraus.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Semantiken der Liebe zwischen Kontinuität und Wandel – eine Skizze – Frank Becker und Elke Reinhardt-Becker
  • I. Historische Rückbindungen – von der Vormoderne bis heute
  • Libre échange und libertinage – Formen von Liebe und deren Kommunikation im Briefroman des 18. Jahrhunderts und in aktuellen E-Mail-Romanen – Kirsten von HagenIn
  • Das Liebesaus von Grimmelshausen bis Silbermond – Trennungen in der Popmusik in semantikgeschichtlicher Perspektive (1998–2018) – Elke Reinhardt-Becker
  • II. Klassische Moderne
  • Ein ikonisches Paar – Mikalojus Konstantinas Čiurlionis’ Briefe an Sofija – Lina Užukauskaitė
  • Coole Romanze als literarisches Programm – Monika Szczepaniak
  • Liebe und Überleben – Industrie und »Arbeitsehe« in der Weimarer Republik – Frank Becker
  • III. Gegenwartsliteratur
  • Mit- oder ohne einander? Ehe und Liebe in Werken von Martin Walser – Bärbel Westphal
  • Von großer Liebe, Liebesarchiv und Liebesblödigkeit – zur Liebessemantik in der deutschsprachigen Prosa seit der Jahrtausendwende – Heinz Schumacher
  • IV. Diversität
  • »Queere« Romanzen bei Alain Claude Sulzer – Esther K. Bauer
  • Liebe und Begehren im Kontext von Androgynie, Crossdressing und Transgender – Corinna Schlicht
  • Vom »Rassenfetischismus«, dem Narrativ des Scheiterns und der »Würdelosigkeit deutscher Weiber« – Konstruktionen und Semantiken interkultureller Paarbeziehungen in der Moderne – Christoph Lorke
  • Gibt es ein Weltfunktionssystem für Intimbeziehungen? Jenseits des Spannungsverhältnisses von Kulturalismus und Westzentrismus – Takemitsu Morikawa
  • V. Populärkultur
  • Geschlechterkonstruktionen und das Narrativ der romantischen Liebe in Stephenie Meyers Vampirsaga Twilight und E L James’ Shades of Grey-Trilogie – Lisa Wille
  • Der Liebesfilm – zur Wiederbelebung eines Genres seit der Jahrtausendwende – Dominik Orth
  • Zwischen Konflikt und Integration – romantische Semantik und Partnerschaftssemantik in der Quebecer Fernsehserie La Galère – Chiara Piazzesi, Martin Blais, Julie Lavigne und Catherine Lavoie Mongrain
  • Autorinnen und Autoren

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