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Infrastrukturen als soziale Ordnungsdienste

Ein Beitrag zur Gesellschaftsdiagnose

Eva Barlösius

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Eva Barlösius, Infrastrukturen als soziale Ordnungsdienste (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593441948

Beschreibung

Eva Barlösius ist Professorin für Makrosoziologie und Sozialstrukturanalyse im Institut für Soziologie an der Leibniz Universität Hannover (LUH). Sie hat das Leibniz Center for Science and Society an der LUH gegründet, das interdisziplinäre Forschung über Strukturen und Prozesse der Wissensgesellschaft betreibt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind soziale Ungleichheiten, Soziologie des Essens und Wissenschaftssoziologie.

Beschreibung

Kioske, Bankautomaten, Versicherungen, Ökosysteme und sogar Denkmuster: Gegenwärtig wird alles Mögliche zur Infrastruktur erklärt. Dieses Buch fragt, welche gesellschaftliche Transformation sich darin äußert; denn das Regime der Infrastrukturen ist darauf ausgelegt, eine bestimmte sozial-räumliche Ordnung zu realisieren. Wenn Infrastrukturen als soziale Ordnungsdienste fungieren, dann eignen sie sich, so die These dieses Buches, zur Gesellschaftsdiagnose. Anhand von vier Fallstudien – der Verdörflichung von Infrastrukturen, der Temporalisierung von Entfernungen, dem Wandel der Staatsaufgaben und der Infrastrukturierung von Forschung – untersucht Eva Barlösius, was Infrastrukturen gesellschaftlich leisten. Und sie diskutiert, warum für die Wissensgesellschaft ein infrastrukturelles Regime notwendig ist, das sich von dem der wohlfahrtsstaatlichen Industriegesellschaft unterscheidet.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • 1. Einleitung: Der gesellschaftsdiagnostische Gehalt von Infrastrukturen
  • 2. Infrastrukturen: Wissenschaftlich betrachtet
  • 2.1 Zur Rekonstruktionsweise
  • 2.2 Infrastruktur als Technik
  • 2.3 Infrastruktur als Staatsaufgabe
  • 2.4 Infrastruktur als institutionelles Arrangement
  • 2.5 Infrastruktur als »boundary objects« und Netzwerk
  • 3. Alles Infrastruktur? Zum gegenwärtigen Gebrauch des Begriffs
  • 4. Eine soziologische Konzeption von Infrastruktur
  • 4.1 Vorarbeiten und Perspektivierung
  • 4.2 Infrastrukturelle Vorleistungen
  • 4.3 Infrastrukturelle Sozialität
  • 4.4 Infrastrukturelles Regelwerk
  • 4.5 Infrastrukturelle Verräumlichungen
  • 4.6 Infrastrukturelle Strukturierungsweise und infrastrukturelles Regime
  • 5. Das infrastrukturelle Regime der wohlfahrtsstaatlichen Industriegesellschaft
  • 5.1 Infrastrukturelle Vorleistungen: Ausrichtung auf Massen und Mengen
  • 5.2 Infrastrukturelle Sozialität: Einbindung des Einzelnen durch Teilhabe
  • 5.3 Infrastrukturelles Regelwerk: Politisch legitimiert, gesetzlich geregelt, professionell durchgesetzt
  • 5.4 Infrastrukturelle Verräumlichung: Territoriale Erschließung und flächendeckende Ausstattung
  • 5.5 Sozialräumliche Ordnung mittels staatlicher Infrastrukturen
  • 6. Gegenwärtige Transformationen der infrastrukturellen Strukturierungsweisen
  • 6.1 Verdörflichung von Infrastrukturen: Dörflichkeit fördern
  • 6.2 Temporalisierung des Territoriums: Kategorien der Raumordnung und das ihnen inhärente Verständnis von Infrastrukturen
  • 6.3 Vervielfältigung der Bewährungen: Politische Entscheidungen und staatliches Handeln vorbereitende Infrastrukturen
  • 6.4 Infrastrukturierung der Forschung und infrastrukturierende Forschung
  • 7. Pfade zum infrastrukturellen Regime der Wissensgesellschaft
  • 7.1 Versuch einer systematischen Zusammenfassung der Fallstudien
  • 7.2 Infrastrukturierungen für die Wissensgesellschaft: Eine erste Annäherung
  • 7.3 Ein neues infrastrukturelles Regime?
  • 8. Konklusion: Soziale Ordnungsdienste für die Zukunft
  • Literatur

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