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Ökonomik Sozialer Arbeit

Beate Finis Siegler

Diese Publikation zitieren

Beate Finis Siegler, Ökonomik Sozialer Arbeit (2019), Lambertus Verlag, Freiburg, ISBN: 9783784131160

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Die dritte Auflage, die 10 Jahre nach der vorherigen Auflage erscheint, berücksichtigt die in der Zwischenzeit eingetretenen Entwicklungen in den theoretischen Bemühungen um eine adäquate Erfassung des sozialwirtschaftlichen Geschehens in der Praxis. Der Begriff „Sozialwirtschaft“ ist mittlerweile fest etabliert, ein geteiltes Verständnis, was darunter zu verstehen ist, ist trotz aller Veröffentlichungen aber noch nicht erreicht. Sowohl die Organisationen, in denen Soziale Arbeit stattfindet, als auch die Allokations- und Distributionssysteme für personenbezogene soziale Dienstleistungen unterliegen Veränderungen. Es werden die Sozialwirtschaft und ihre Stellung im Wirtschaftskreislauf
und ihre Rolle bei der Wohlfahrtsproduktion dargestellt. Die Sozialwirtschaft, die nicht gleichzusetzen ist mit Ökonomik Sozialer Arbeit, bildet den Erbringungskontext für Soziale Arbeit, die als personenbezogene soziale Dienstleistung sowohl für die individuelle Wohlfahrt ihrer Zielgruppen als auch für die gesellschaftliche Wohlfahrt von Bedeutung ist. Als geeigneter Analyserahmen für eine Ökonomik Sozialer Arbeit wird die Meritorik verwendet.

Beschreibung

Beate Finis Siegler, Dipl. Volksw. sozw. R., Dr. rer. pol. war bis 2018 Professorin für Ökonomie und Sozialpolitik am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt University of Applied Sciences. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Ökonomik Sozialer Arbeit, Dritter Sektor zwischen Markt und Staat, Wohlfahrtsproduktion, Sozialpolitik und Wohlfahrtsstaat, Zivildienst und Freiwilligenarbeit, Arbeitsgesellschaft im Wandel.

Beschreibung / Abstract

Die dritte Auflage, die 10 Jahre nach der vorherigen Auflage erscheint, berücksichtigt die in der Zwischenzeit eingetretenen Entwicklungen in den theoretischen Bemühungen um eine adäquate Erfassung des sozialwirtschaftlichen Geschehens in der Praxis. Der Begriff „Sozialwirtschaft“ ist mittlerweile fest etabliert, ein geteiltes Verständnis, was darunter zu verstehen ist, ist trotz aller Veröffentlichungen aber noch nicht erreicht. Sowohl die Organisationen, in denen Soziale Arbeit stattfindet, als auch die Allokations- und Distributionssysteme für personenbezogene soziale Dienstleistungen unterliegen Veränderungen. Es werden die Sozialwirtschaft und ihre Stellung im Wirtschaftskreislauf
und ihre Rolle bei der Wohlfahrtsproduktion dargestellt. Die Sozialwirtschaft, die nicht gleichzusetzen ist mit Ökonomik Sozialer Arbeit, bildet den Erbringungskontext für Soziale Arbeit, die als personenbezogene soziale Dienstleistung sowohl für die individuelle Wohlfahrt ihrer Zielgruppen als auch für die gesellschaftliche Wohlfahrt von Bedeutung ist. Als geeigneter Analyserahmen für eine Ökonomik Sozialer Arbeit wird die Meritorik verwendet.

Inhaltsverzeichnis

  • Ökonomik Sozialer Arbeit
  • Inhalt
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Einleitung
  • Teil 1 Allgemeine Grundlagen der Ökonomik
  • 1 Grundbegriffe der Ökonomik
  • 1.1 Bedürfnisbefriedigung durch Güter- und Dienstleistungsproduktion
  • 1.1.1 Bedürfnisse, Bedürfnisbefriedigung und Bedarf
  • 1.1.1.1 Klassifikation von Bedürfnissen
  • 1.1.1.2 Bedürfnis und Bedarf
  • 1.1.2 Präferenzen
  • 1.1.2.1 Individuelle Präferenzen
  • 1.1.2.2 Wohlfahrtsstaatliche Präferenzen
  • 1.1.3 Güter- und Dienstleistungsarten
  • 1.1.3.1 Unterscheidung von Sachgütern und Dienstleistungen
  • 1.1.3.2 Klassifikation von Dienstleistungen
  • 1.1.3.3 Private, öffentliche und meritorische Güter und Dienstleistungen
  • 1.1.4 Produktionsprozess
  • 1.1.4.1 Produktion von Sachgütern
  • 1.1.4.2 Produktion von Dienstleistungen
  • 1.2 Güter- und Dienstleistungsproduktion in Profit-Unternehmen und in Nonprofit-Unternehmen
  • 1.2.1 Profit-Unternehmen
  • 1.2.2 Nonprofit-Organisationen
  • 1.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Profit- und Nonprofit-Unternehmen
  • 1.2.4 Die Rolle des Gewinns
  • 1.3 Systeme der Allokation und Distribution von Gütern und Dienstleistungen
  • 1.3.1 Markt
  • 1.3.2 Staat
  • 1.3.3 Dritter Sektor
  • 1.3.4 Familie
  • 1.3.5 Grenzverschiebungen zwischen den Systemen: die Sozialwirtschaft
  • 1.4 Die volkswirtschaftliche Erfassung der Güter- und Dienstleistungsproduktion
  • 1.4.1 Der Wirtschaftskreislauf
  • 1.4.2 Die Sozialwirtschaft im Wirtschaftskreislauf
  • 1.4.3 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) und Bruttoinlandsprodukt (BIP)
  • 1.4.3.1 Entstehungsrechnung
  • 1.4.3.2 Verwendungsrechnung
  • 1.4.3.3 Verteilungsrechnung
  • 1.4.3.4 Nominales und reales Bruttoinlandsprodukt
  • 1.4.4 Die Sozialwirtschaft in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
  • 1.4.4.1 Klassifikation der Wirtschaftszweige
  • 1.4.4.2 Statistische Daten der Freien Wohlfahrtspflege
  • 1.4.4.3 Statistische Daten des Nonprofit-oder Dritten Sektors
  • 1.4.5 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung als Maß gesellschaftlich nützlicher Arbeit?
  • 1.4.5.1 Schätzungen zum Wert der informellen Ökonomie
  • 1.4.5.2 Satellitensystem „Haushaltsproduktion“
  • 1.4.5.3 Satellitensystem „Umwelt“ und andere Korrekturrechnungen
  • 1.5 Der Arbeitsbegriff in der Ökonomik
  • 2 Grundprinzipien der Ökonomik
  • 2.1 Rationales Handeln unter den Bedingungen der Ressourcenknappheit
  • 2.1.1 Knappheit als universaler Tatbestand
  • 2.1.2 Rationales Handeln als Ausdruck individueller Kosten-Nutzen-Überlegungen
  • 2.1.3 Handeln nach dem ökonomischen Prinzip
  • 2.1.4 Rationale Entscheidung und gesellschaftliche Wohlfahrtsproduktion
  • 2.2 Betriebswirtschaftliche Rationalitätskonzepte
  • 2.3 Individuelle versus kollektive Rationalität
  • 2.4 Eigennutz und Altruismus
  • 2.5 Konsumentensouveränität und Meritorik
  • 2.5.1 Die Fiktion vom souveränen Konsumenten privater Güter
  • 2.5.2 Die Realität des meritorisierten Nutzers sozialer Dienstleistungen
  • 2.5.3 Meritorik im ökonomischen Diskurs
  • 2.5.3.1 Meritorik als paternalistischer Ansatz staatlicher Politik
  • 2.5.3.2 Meritorik als individualistisch orientierter Ansatz
  • 2.5.3.3 Meritorik als Autonomie fördernder Ansatz
  • 2.6 Sozioökonomisch rationale Ressourcensteuerung als Mehr-Ebenen-Problem
  • Teil 2 Ökonomische Analyse Sozialer Arbeit
  • 3 Die Bedeutung der Meritorik für die Soziale Arbeit
  • 3.1 Der Kollektivgutcharakter Sozialer Arbeit
  • 3.2 Die Dienstleistungsbeziehung in meritorisierender Absicht
  • 3.2.1 Dienstleistungsstrategie staatlicher Sozialpolitik
  • 3.2.2 Verwendungszweckbindung staatlicher Sozialpolitik
  • 3.2.3 Gestaltung der dienstleistungsökonomischen Beziehung zwischen Fachkraft und Klient
  • 3.3 Zur Bedürfnisadäquanz sozialer Dienstleistungsproduktion
  • 3.3.1 Sicherung von Nutzungschancen
  • 3.3.2 Transformation der Nachfrage in faktische Inanspruchnahme
  • 3.3.3 Unterscheidung zwischen Bedarfsbestimmungs- und Verrichtungsphase nach Gross
  • 3.3.3.1 Elemente der Bedarfsbestimmungsphase
  • 3.3.3.2 Die Verrichtungsphase in der Dienstleistungsbeziehung
  • 3.3.4 Konsumentenpräferenzen und meritorische Dienstleistungsproduktion
  • 3.3.5 Transformation meritorischen Bedarfs in meritorische Bedürfnisbefriedigung
  • 3.4 Soziale Arbeit als Dienstleistungsarbeit in der Sozialwirtschaft
  • 3.4.1 Organisation der Dienstleistungsarbeit
  • 3.4.2 Sozialwirtschaft als Erbringungskontext Sozialer Arbeit
  • 3.5 Soziale Arbeit und Wohlfahrtsproduktion
  • 3.5.1 Soziale Arbeit im Wohlfahrtsmix
  • 3.5.2 Soziale Arbeit und Sozialmarkt
  • 3.5.2.1 Das Konzessionsmodell des sozialrechtlichen Leistungsdreiecks
  • 3.5.2.2 Das Einkaufsmodell
  • 3.5.2.3 Das Persönliche Budget
  • 3.6 Meritorik als Analyserahmen: Zusammenfassung
  • 4 Das ökonomische Prinzip in der Sozialen Arbeit
  • 4.1 Interpretation des ökonomischen Prinzips
  • 4.2 Effektivität und Effizienz in der Sozialen Arbeit
  • 4.2.1 Zusammenhang zwischen Effektivität, Effizienz und Qualität
  • 4.2.1.1 Outputdefinition und -messung
  • 4.2.1.2 Qualitätsdimensionierung und -sicherung
  • 4.2.2 Effektivitäts- und Effizienzbestimmung aus verschiedenen Nutzerperspektiven
  • 4.3 Sozioökonomische Rationalität in Nonprofit-Organisationen
  • 4.4 Sozioökonomische Rationalität bei öffentlichen Trägern
  • 4.4.1 „Neues Steuerungsmodell“ und sozioökonomische Rationalität
  • 4.4.2 Produktbeschreibungen als Grundlage outputorientierter Steuerung am Beispiel „Beratung“
  • 4.5 Allokative Effizienz Sozialer Arbeit
  • 4.6 Zum Trade-off zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität
  • 4.7 Gesellschaftliche Ressourcensteuerung als Mehr-Ebenen-Problematik in der Sozialen Arbeit
  • 4.7.1 Beispiel: Das Bildungs- und Teilhabepaket (§§ 28−30 SGBII)
  • 4.7.2 Instrumente gesellschaftlicher Ressourcensteuerung
  • 5 Ökonomische Legitimation des Ressourceneinsatzes für Soziale Arbeit
  • 5.1 Zum Marktversagen in der Sozialen Arbeit
  • 5.2 Messkonzepte für meritorische und öffentliche Güter und Dienstleistungen
  • 5.3 Anwendungsbeispiele
  • 5.3.1 Kosten-Nutzen-Analyse kommunaler Beschäftigungspolitik der Stadt Düsseldorf
  • 5.3.2 Kosten-Effektivitäts-Analyse zur Wirtschaftlichkeits- und Qualitätskontrolle sozialer Dienste am Beispiel der beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit Behinderung
  • 5.3.3 Nutzwert-Analyse zum Wert bürgerschaftlichen Engagements
  • 5.3.4 Social Return on Investment – Beispiel Schuldnerberatung der Caritas in Frankfurt am Main
  • Zum Schluss
  • Abbildungsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Die Autorin

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