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Systemtheorie der Gesellschaft

Niklas Luhmann

Diese Publikation zitieren

Niklas Luhmann, Johannes Schmidt(Hg.), André Kieserling(Hg.), Systemtheorie der Gesellschaft (2017), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518754238

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Beschreibung / Abstract

»Thema: Theorie der Gesellschaft; Laufzeit: 30 Jahre; Kosten: keine« – so lautet die berühmte Antwort, die Niklas Luhmann Ende der 1960er Jahre auf die Frage nach seinem Forschungsprojekt gab. Der Zeitplan wurde eingehalten: 1997 erschien Die Gesellschaft der Gesellschaft, Luhmanns Opus magnum und Kernstück dieses Vorhabens.


So bedeutend dieses Werk, so bemerkenswert seine Vorgeschichte. Denn wie der wissenschaftliche Nachlass des Soziologen zeigt, hat Luhmann im Laufe der Jahrzehnte mehrere weitgehend druckreife und inhaltlich eigenständige Fassungen seiner Gesellschaftstheorie geschrieben. 1975 brachte er die erste dieser Fassungen auf nahezu tausend Typoskriptseiten zum Abschluss.


Sie ist ohne Frage die soziologisch reichhaltigste Version einer umfassenden Theorie der Gesellschaft, die aus Luhmanns einzigartigem Forschungsprojekt hervorgegangen ist, und wird nun unter dem Titel Systemtheorie der Gesellschaft erstmals publiziert.

Beschreibung

<p>Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 als Sohn eines Brauereibesitzers in Lüneburg geboren und starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen bei Bielefeld. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und war 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und absolvierte seine Referendarausbildung. 1952 begann er mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. Von 1954 bis1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, zunächst am Oberverwaltungsgericht Lüneburg, danach als Landtagsreferent im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 heiratete er Ursula von Walter. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seine Ehefrau verstarb 1977. Luhmann erhielt 1960/1961 ein Fortbildungs-Stipendium für die Harvard-Universität. Dort kam er in Kontakt mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie. 1964 veröffentlichte er sein erstes Buch <em>Funktionen und Folgen formaler Organisation.</em> 1965 wird Luhmann von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund geholt. 1966 wurden <em>Funktionen und Folgen formaler Organisation</em> sowie <em>Recht und Automation in der öffentlichen Verwaltung</em> als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster angenommen. Von 1968 bis 1993 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld. 1997 erschien sein Hauptwerk, das Resultat dreißigjähriger Forschung: <em>Die Gesellschaft der Gesellschaft</em>.</p>

<p>André Kieserling ist Professor für allgemeine Soziologie und soziologische Theorie an der Universität Bielefeld.</p>


<p>Johannes Schmidt ist wissenschaftlicher Koordinator des Akademieprojekts &raquo;Niklas Luhmann &ndash; Theorie als Passion. Wissenschaftliche Erschlie&szlig;ung und Edition des Nachlasses&laquo; an der Universit&auml;t Bielefeld.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Inhalt
  • Einführung
  • Teil 1 Soziale Systeme: Interaktion, Organisation, Gesellschaft
  • Kapitel I: Grundbegriffe der Systemtheorie
  • Kapitel II: Konstitution sozialer Systeme
  • Kapitel III: Ebenen der Systembildung
  • Kapitel IV: Ebenendifferenzierung
  • Teil 2 Gesellschaftliche Evolution
  • Kapitel I: Evolutionstheorie
  • Kapitel II: Mechanismen soziokultureller Evolution
  • Kapitel III: Gesellschaftsformationen
  • Teil 3 Kommunikationsmedien
  • Kapitel I: Grundlagen der Medienbildung
  • Kapitel II: Medientypen und Medienprobleme
  • Kapitel III: Lebenswelt und Technik
  • Teil 4 Gesellschaft als System
  • Kapitel I: Intersubjektive Konstitution der Welt
  • Kapitel II: Ausdifferenzierung des Gesellschaftssystems
  • Kapitel III: Innendifferenzierung des Gesellschaftssystems
  • Kapitel IV: Die Größenverhältnisse und die Strukturen des Systems der Weltgesellschaft
  • Teil 5 Reflexion
  • Kapitel I: Selbstthematisierung
  • Kapitel II: Gesellschaftstheorie als Wissenschaft
  • Kapitel III: Rationalität
  • Anhang
  • Editorische Notiz
  • Sachregister
  • Ausführliches Inhaltsverzeichnis

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