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Aufgaben der Schule - systematischer Versuch einer Phänomenologie

Malte Brinkmann

Diese Publikation zitieren

Malte Brinkmann, Aufgaben der Schule - systematischer Versuch einer Phänomenologie (2017), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2191-8325, 2017S.1

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Der Beitrag nimmt die Schule als besonderen institutionalisierten Ort mit einer auf Lehren und Lernen bezogenen, besonderen Handlungslogik in den Blick. Die Aufgabe der Schule erschöpft sich nicht in der Reproduktion gesellschaftlicher Funktionen und in Sozialisation und auch nicht nur in der Transformation gesellschaftlicher Fragen und Probleme in pädagogische. Die Eigenlogik pädagogischen Handelns in der Schule ist vielmehr selbst produktiv in aktiver Beziehung zu anderen gesellschaftlichen Feldern und Praxen.

In einer institutionentheoretischen Perspektive wird erstens mit Hegel die Schule als Ort bestimmt, in dem eine eigenständig institutionalisierte und künstlich veranstaltete pädagogische Praxis stattfindet. In der Schule findet sich eine besondere pädagogische Logik des Handelns, die sich von anderen gesellschaftlichen Bereichen, Institutionen und Praxen unterscheidet. In einer bildungs- und erziehungstheoretischen Perspektive wird zweitens diese Praxis mit Martinus Langeveld als künstliches und kunstvolles di-daktisches Handeln bezeichnet, in der vor- und außerpädagogische Fragen und Pro-

bleme in eine zeitliche, räumliche und soziale pädagogische Ordnung überführt wer-den. Schließlich wird drittens mit Eugen Fink schulische Praxis in einer sozialtheoreti-schen Perspektive in den Blick genommen und als gegenseitiges und wechselseitiges Fragen und Beraten unter Bedingungen einer machtvollen und konfliktuös gestalteten, pluralistischen (Post-)Demokratie bestimmt.

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