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Zur Geschichte der Erziehungswissenschaften in der Schweiz

Vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts

Rita Hofstetter und Bernard Schneuwly

Diese Publikation zitieren

Rita Hofstetter, Bernard Schneuwly, Zur Geschichte der Erziehungswissenschaften in der Schweiz (2011), hep verlag, Bern, ISBN: 9783035510010

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Buch stellt die Anfänge und frühen Entwicklungen der Erziehungswissenschaften an den dafür wichtigsten Hochschulen der Schweiz dar (Basel, Bern, Freiburg, Genf,
Lausanne und Zürich). Mit der Analyse umfangreicher Archivbestände füllt es eine Forschungslücke – sowohl für die Geschichte der Erziehungswissenschaften als auch für die schweizerische Wissenschaftsgeschichte. Es macht deutlich, dass und wie in der Schweiz ganz unterschiedliche akademische Traditionen aufeinandertreffen: Die Schweiz stellt eine Art Laboratorium dar, in dem sich vor unterschiedlichen geschichtlichen und kulturellen Hintergründen kontrastreiche Konfigurationen akademischer Disziplinenbildung ergeben haben.
Die vorgestellten Forschungsergebnisse zeigen, unter welchen Spannungen das pluridisziplinäre Feld der Erziehungswissenschaften Gestalt annahm – Spannungen zwischen pädagogischen Berufen und disziplinärem Feld, zwischen bildungspolitischem Reformeifer und wissenschaftlichem Engagement, zwischen lokalen Mustern der Institutionalisierung und international diskutierten Zielen. Die Erziehungswissenschaften eignen sich gleichsam prototypisch, wenn analysiert werden soll, wie wissenschaftliche Erkenntnisse im Austausch mit dem sozialen und politischen Kontext, in dem Wissenschaft stattfindet und auf den sie ihrerseits Einfluss nehmen, produziert werden.

Inhaltsverzeichnis

  • Zur Geschichte der Erziehungswissenschaften in der Schweiz
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Vom «Reformnebel» zur Konstruktion eines disziplinären Feldes
  • Die soziale Form der Produktion wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Der Prozess der Disziplinenbildung – Gegenstand und Forschungsperspektive
  • Akademische Traditionen im Kontrast
  • Die Erziehungswissenschaften – ein ideales Observatorium für einen sozialwissenschaftlichen Zugang zu den Sozialwissenschaften
  • Methodologische Fragen
  • Die Analyseeinheit: Das «disziplinäre Feld» Erziehungswissenschaften
  • Signifikante Standorte und Institutionen – dreifach kontextualisiert
  • Ausgewählte Dimensionen
  • Fallstudien – kontrastierende Konfigurationen – transversale Analysen
  • Vom lokalen Fall zur globalen Struktur
  • Das Zusammentreffen lokaler akademischer Traditionen mit internationalen Konfigurationen
  • Professionelle, soziale und kognitive Aspekte – thematische Untersuchungen
  • Teil I Die Institutionalisierung der Erziehungswissenschaften in der Schweiz
  • 1 Pädagogik an der Universität Zürich – Eine Disziplin für unterschiedliche Professionsansprüche (1857–1949)
  • 2 Pädagogik an der Universität – Bern Gemächliche Institutionalisierung (fast) jenseits grosser Sprünge (1870–1950)
  • 3 Pädagogik an der Universität Basel – Frühe und vielversprechende Anfänge, Auslagerung und Niedergang (1870–1950)
  • 4 Genf – Von der Pädagogik als Teil der Geisteswissenschaften zu den Erziehungswissenschaften – Entstehung und Entwicklung eines (pluri-)disziplinären Feldes (1890–1950)
  • 5 Erziehungswissenschaften in Lausanne Ein disziplinäres Feld im Spannungsfeld zwischen autonomer Entwicklung und lokalen Zwängen (1880–1951)
  • 6 Erziehungswissenschaften in Freiburg Die Herausforderungen einer katholischen Schweizer Universität und deren Einfluss auf das disziplinäre Feld
  • 7 Institutionalisierungen am Rand des disziplinären Feldes
  • 8 Erziehungswissenschaftliche Disziplinenbildung in der Schweiz Sich kontrastierende Konfigurationen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten
  • Teil II – Professionelle, kommunikative und kognitive Herausforderungen
  • 9 Die Formierung der Erziehungswissenschaften und die akademische Lehrerinnen- und Lehrerbildung
  • 10 Die Heilpädagogik: Spezifisches Berufsfeld und autonome Disziplin?
  • 11 Berufsberatung und Erziehungswissenschaften: Zwei sich kontrastierende Wege
  • 12 Empirische Ansätze in der Pädagogik
  • 13 Akteure und Netzwerke der Erziehungswissenschaften: Vom Lokalen zum Internationalen
  • 14 Sozialisation in die Erziehungswissenschaften: Zwischen disziplinärer und berufsvorbereitender Logik
  • 15 Editorische Infrastrukturen und kognitive Formen der Erziehungswissenschaften
  • Schlussbetrachtung – Geschichte der Erziehungswissenschaften – Observatorium eines Prototyps
  • Quellen
  • Bibliografie
  • Anhänge
  • Anhang 1: Chronologie der Standorte und Institutionen
  • Anhang 2: Biografische Daten
  • Verzeichnis der Abkürzungen
  • Autorinnen und Autoren

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