Prekarität als Kategorie und Praxisfeld der Sozialpädagogik

Régis Pierret und Bernd Kolleck

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Régis Pierret, Bernd Kolleck, Prekarität als Kategorie und Praxisfeld der Sozialpädagogik (2016), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1610-2339, 2016 #04, S.385

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Prekarität wird in den Sozialwissenschaften vielfältig mit unterschiedlicher Reichweite und Konnotation verwandt. Für die Sozialpädagogik bietet der Begriff ein theoretisch wie praktisch verheißungsvolles Konzept. Theoretisch, weil bei allen verschiedenen Erscheinungsformen und Ursachen der Prekarität die Person mit ihrer Biografie und ihrem nächsten Umfeld im Zentrum steht. Dadurch wird ein Rahmen gesetzt, der Verständnis und Vergleichbarkeit selbst über nationale Grenzen hinweg ermöglicht. Praktisch, weil Handlungsweisen und Perspektiven in der Prekarität analysierbar werden, die ansonsten selbst aus fachlicher Sicht schwer zu akzeptieren sind. In Gesprächen mit Hilfebedürftigen und Sozialpädagogen aus Frankreich und Deutschland werden Dimensionen des Konzeptes und mögliche Anwendungen aufgezeigt.

Precariousness as a social-science concept is used in many contrasting connotations and in different dimensions. In social pedagogy it denotes a paradigm with promising theoretical and practical implications. Due to the different causes of precariousness, the individual with his or her biography and life environment should be the focus of pedagogical reflection. This makes understanding and comparability possible across national borders. This article analyses behaviour and perspectives in the state of precariousness and uses interviews with clients and professionals in France and Germany to show up dimensions of the concept along with possible applications.

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