Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Bildungssoziologie nach Niklas Luhmanns Systemtheorie der Erziehung

Achim Brosziewski

Beschreibung

Die Darstellungen der systemtheoretischen Analyse des Erziehungssystems lassen sich von der Frage leiten: Wie sind Erziehung und Bildung in einer Gesellschaftstheorie zu denken, die den Menschen nicht als Teil der Gesellschaft behandelt? In einer kommunikationstheoretischen Analyse des Unterrichts wird gezeigt, was es heißt, durch Kommunikation die Beobachtungsform des Verstehens zu forcieren und zu raffinieren. Ein Abschnitt über die Symbolfunktionen der Erziehungsabsicht weist auf einige ihrer diabolischen Effekte hin. Je differenzierter das Erziehungssystem wird und je heterogener seine Einzelhandlungen ausfallen, umso abstrakter wird seine Handlungssymbolik und umso deutlicher werden ihre Ausgrenzungswirkungen, in sozialen wie in psychischen Hinsichten. Der Beitrag schließt mit einer These zum bis heute offenen Punkt in Luhmanns Theorie des Erziehungssystems, ob der Lebenslauf als ein Medium der Erziehung begriffen werden kann. Die Entstehung und die Formbedingungen des Mediums Lebenslauf hängen mit den diabolischen Begleiterscheinungen der gesellschaftlichen Erfolgsmedien Geld, Macht, Wahrheit, Liebe, Kunst und Recht zusammen.



Inhalt:

1. Zur Einleitung: Systemtheorie als Bildungssoziologie?

2. Der Mensch als Umwelt der Gesellschaft I: Die Forcierung des Verstehens

durch den Schulunterricht

3. Der Mensch als Umwelt der Gesellschaft II: Die Absicht zu erziehen

4. Der Mensch als Umwelt der Gesellschaft III: Der Lebenslauf als Medium

der Erziehung

Literatur

Mehr von dieser Ausgabe

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor