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Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern

Risk-Management, Methoden und Konzepte der forensischen Therapie

Diese Publikation zitieren

Jérôme Endrass(Hg.), Astrid Rossegger(Hg.), Frank Urbaniok(Hg.), Bernd Borchard(Hg.), Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern (2013), Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin, ISBN: 9783954660810

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern verfolgen das Ziel, Rückfälle – und somit weitere Opfer – zu vermeiden. Dafür müssen das Rückfallrisiko möglichst präzise eingeschätzt und adäquate therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Dieses Praxisbuch vermittelt die spezifischen Interventionstechniken deliktpräventiver Therapien (z.B. Bearbeitung kognitiver Verzerrungen, sexueller Hoch-Risiko-Fantasien sowie die Deliktrekonstruktion) und stellt Bezüge zu unterschiedlichen Therapieschulen her. Daneben werden die Besonderheiten im Umgang mit spezifischen Tätergruppen (z.B. schizophrene oder persönlichkeitsgestörte Straftäter, Straftäter mit ausgeprägten psychopathischen Eigenschaften) und Personen, die querulatorisches oder bedrohliches Verhalten zeigen, aufgezeigt und konkrete Empfehlungen für das Risk-Management formuliert. Schließlich werden theoretische Grundlagen vermittelt, die von Theorien zu Aggression, über die Wirksamkeit und Kosteneffizienz von Therapien bis zum Risk-Assessment reichen. Fallbeispiele runden das Buch ab.
Das Buch wendet sich an alle Berufsgruppen, die mit Straftätern arbeiten: Psychologen und Psychiater, Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte und die Polizei; Sozialarbeiter, Pädagogen, Sozialpädagogen und Pflegende; Mitarbeiter in Strafvollzug, Bewährungshilfe, Jugendgerichtshilfe. Darüber hinaus bietet das Buch auch Studenten der genannten Fachgebiete eine umfassende Einführung zum Umgang mit Gewalt- und Sexualstraftätern.

Beschreibung

mit Beiträgen von: C. Bessler, B. Borchard, F. Boudriot, M. Braunschweig, U. Christoffel, R. Eher, T. Elbert, J. Endrass, N. Fiedler, D. Fries, J. Gerth, C. Gmür, A. Gnoth, C. Graber, M. Graf, E. Habermeyer, D. Haug, T. Hecker, K. Hermenau, V. Hug, B. Kuhn, S. Lau, A. Laubacher, V. Leuschner, A. Lippok, A. Matthes, A. Mokros, H. Müller-Pozzi, P. Pomes, D. Regli, M. Rettenberger, M. Rezk, M. Ridinger, A. Rossegger, M. Schauer, H. Scheithauer, S. Schmalbach, C. Schmitt, J. Scholl, M. Stürm, F. Urbaniok, R. Vettiger, R. Weierstall, M. Wick

Kritik

„[...] Die konsequente Verknüpfung von Theorie, Methodik und Technik, ergänzt durch plausible Fallbeispiele bietet erfahrenen Praktikern, beruflichen Neueinsteigern, aber auch Studierenden einen hervorragenden Überblick, gründliche Einführung, sowie die differenzierte Auseinandersetzung mit fachlichen Spezialfragen. Für die tägliche Arbeit mit Straftätern unverzichtbar!“

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Autorenverzeichnis
  • Vorwort
  • Inhalt
  • I Theoretische Grundlagen und Epidemiologie
  • 1 Formen und Klassifikation menschlicher Aggression
  • 2 Multifaktorielle Genese und Pathologie der Aggression
  • 3 Persönlichkeitstäter, Situationstäter und Prognostische Syndrome als Konzepte für Risikobeurteilungen und Risikomanagement
  • 4 Risikofaktoren und Tatmerkmale
  • II Wirksamkeit von Therapie
  • 1 Wirksamkeit von Behandlungsprogrammen
  • 2 Behandlungsprogramme für jugendliche Straftäter
  • 3 Kosten-Nutzen-Effizienz von Therapien bei Gewalt- und Sexualstraftätern
  • III Risk-Assessment
  • 1 Einführung ins Risk-Assessment
  • 2 Mechanische Risk-Assessment Instrumente
  • 3 Der STABLE-2007 – ein Instrument zur Erfassung des stabil-dynamischen Rückfallrisikos bei Sexualstraftätern
  • IV Deliktpräventive Therapie: Grundlagen
  • 1 Thesen deliktpräventiver Therapien
  • 2 Deliktpräventive Therapie aus der Perspektive der Psychoanalyse
  • 3 Deliktpräventive Therapie aus der Perspektive der Verhaltenstherapie
  • 4 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen deliktorientierter Therapien
  • V Deliktpräventive Therapie: Spezifische Techniken
  • 1 Deliktrekonstruktion
  • 2 Deliktteilarbeit
  • 3 Fehlerhafte Kognitionen: Grundlagen und Intervention
  • 4 Sexuelle Hoch-Risiko-Fantasien: Grundlagen und Intervention
  • 5 FORNET: Behandlung von traumatisierten und nicht-traumatisierten Gewalttätern mittels Narrativer Expositionstherapie
  • VI Deliktpräventive Therapie: Besondere Klientengruppen
  • 1 Behandlung von persönlichkeitsgestörten Gewalt- und Sexualstraftätern mit sehr hohem Rückfallrisiko
  • 2 Behandlung von Straftätern mit ausgeprägten psychopathischen Eigenschaften
  • 3 Behandlung von schizophrenen Straftätern
  • 4 Deliktorientierte Behandlung jugendlicher Straftäter
  • 5 Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) im Erwachsenenalter und Delinquenz – Bedeutung für therapeutische Interventionen
  • VII Deliktpräventive Therapie: Besondere Interventionsformen
  • 1 Deliktorientierte forensische Milieutherapie
  • 2 Das „Zürcher Modell“ der ambulanten Straftäterbehandlung
  • 3 Medikamentöse Behandlung von Sexualstraftätern
  • 4 Gesamtbehandlungsplan in der medikamentösen Behandlung von Sexualstraftätern
  • 5 Supervision und Selbsterfahrung forensisch tätiger Berufsgruppen
  • VIII Drohungs- und Krisenmanagement
  • 1 Identifikation von Hoch-Risiko-Drohungen
  • 2 Diagnostik und Management von Querulanten
  • 3 Management krisenhafter Entwicklungen von Jugendlichen auf dem Weg hin zu schwerer zielgerichteter Schulgewalt – das NETWASS-Krisenpräventionsverfahren
  • 4 Management von Suizidalität in forensischen Settings
  • IX Fallbeispiele
  • 1 Deliktrekonstruktion am Beispiel eines Gewaltdelikts
  • 2 Behandlung von Hoch-Risiko-Fantasien – ein Fallbeispiel
  • 3 Behandlung von schizophrenen Straftätern – ein Fallbeispiel
  • 4 Portrait eines Querulanten
  • Sachwortverzeichnis
  • Die Autoren

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