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Schizophrenie des Kindes- und Jugendalters

Christian Eggers

Diese Publikation zitieren

Christian Eggers, Schizophrenie des Kindes- und Jugendalters (2013), Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin, ISBN: 9783954661732

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Schizophrenie des Kindesalters stellt eine seltene, aber klinisch schwere Form der Schizophrenie dar. Frühkindliche Schizophrenien sollten möglichst früh diagnostiziert werden, auch wegen der ungünstigen Prognose.
Das neue Buch des Schizophrenie-Experten Christian Eggers vermittelt umfassend das Symptombild, die Verlaufsbesonderheiten und die Prognose der Schizophrenien des Kindes- und Jugendalters. Weitere Schwerpunkte des Buches sind die Darstellung von Denk- und Sprachstörungen bei kindlichen Schizophrenien, ausführliche differenzialdiagnostische Erörterungen (mit Fallbeispielen) und die prämorbide Entwicklung, ebenso Frühwarn- und Vorläufersymptome, Mortalität sowie die Bedeutung postpsychotischer Persönlichkeits- und Wesensänderungen. Auch auf die Stigmatisierungen durch die Mitwelt oder die Delinquenz und forensische Bedeutung der Schizophrenie des Kindes- und Jugendaltersalters wird eingegangen.
Ausführlich werden ätiologische Befunde und Hypothesen und die sich daraus ergebenden therapeutischen sozialpädagogischen, rehabilitativen und präventiven Schlussfolgerungen dargestellt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der engen Verzahnung zwischen modernen (molekular-) genetischen Befunden und umweltabhängigen und lebensgeschichtlichen Konstellationen.
Die Darstellung basiert auf der herausragenden wissenschaftlichen Arbeit des Autors mit seiner weltweit einmaligen Untersuchungsstichprobe zum Krankheitsverlauf von schizophreniekranken Kindern, die vom Autor persönlich nach durchschnittlich 15 und 42 Jahren nachuntersucht wurden. Mit dem Buch dokumentiert der Autor zugleich seine umfassende Praxiserfahrung aus vielen Jahrzehnten klinischer Tätigkeit, in deren Mittelpunkt die Schizophrenie des Kindes- und Jugendalters steht.

Kritik

„[...] Das umfangreiche, inhaltsschwere Buch ist allen neuropädiatrisch Tätigen zu empfehlen, die sich für psychiatrische und psychotherapeutische, anthropologische und philosophische Fragen interessieren, die aber auch umfassende, aktuelle Informationen zur Ätiopathogenese und über allgemein wichtige neurobiologische Grundlagen suchen. [...]“

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Der Autor
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 1 Historisches, Definitionsbemühungen
  • 2 Klassifikation
  • 3 Prävalenz
  • 4 Symptomatologie
  • 4.1 Allgemeines
  • 4.2 Symptomatologie im frühen Kindesalter
  • 4.3 Symptomatologie im späteren Kindesalter
  • 4.4 Schicksal von Wahn und Halluzinationen im Weiterverlauf
  • 5 Denk- und Sprachstörungen von schizophrenen Kindern
  • 5.1 Klinische Beobachtungen
  • 5.2 Charakteristika sprachlicher Auffälligkeiten bei schizophrenen Kindern
  • 5.3 Störung des Sprachverständnisses
  • 5.4 Linguistische Befunde
  • 5.5 Differentialdiagnostische Hinweise
  • 5.6 Prämorbide Sprech- und Sprachstörungen
  • 5.7 Sprachstörung als Störung der Kommunikation
  • 5.8 Kognitionen
  • 5.9 Soziale Kognitionen
  • 6 Diagnostik
  • 6.1 Psychopathologische Diagnostik
  • 6.2 Interviewinstrumente
  • 6.3 Beurteilungsskalen zur Bestimmung der psychopathologischen Symptomatologie und postpsychotischer Defizienzverfassungen
  • 7 Differentialdiagnose
  • 7.1 Frühkindlicher Autismus Kanner und andere Autismusformen, tiefgreifende Entwicklungsstörungen (PDD)
  • 7.2 Schizotype Persönlichkeitsstörungen
  • 7.3 Zwangsstörungen
  • 7.4 Körperlich begründbare Psychosen
  • 7.5 Akute vorübergehende psychotische Störungen
  • 7.6 Psychotische affektive Störungen
  • 7.7 Schizoaffektive Psychosen
  • 8 Verlauf und Prognose*
  • 8.1 Vorbemerkungen
  • 8.2 Methodische Erfordernisse der Verlaufsforschung zur Schizophrenie
  • 8.3 Beschreibung der eigenen Verlaufsstudie
  • 8.4 Ergebnisse
  • 9 Frühentwicklung, prämorbide Symptome, Prodrome, Vorpostensyndrome
  • 9.1 Einleitung
  • 9.2 Prämorbide Entwicklung
  • 9.3 Vorläufersymptome
  • 9.4 Diagnostisches Vorgehen zur Beurteilung des Frühverlaufs von Psychosen
  • 9.5 Frühwarnzeichen
  • 10 Mortalität
  • 11 Straftaten
  • 12 Ätiopathogenese
  • 12.1 Vorbemerkungen
  • 12.2 Genetische Faktoren
  • 12.3 Hirnmorphologische Normabweichungen
  • 12.4 Neuromorphologische Veränderungen bei Psychosen des Kindes- und Jugendalters
  • 12.5 Statik oder Progression
  • 12.6 Histologische Befunde
  • 12.7 Diskonnektivität
  • 12.8 Neurobiochemische Befunde und Hypothesen
  • 12.9 Prä- und Perinatale Risikofaktoren
  • 12.10 Gen-Umwelt-Interaktion, Epigenetik
  • 12.11 Psychosoziale Faktoren
  • 12.12 Ätiologisch bedeutsame Stressoren
  • 13 Therapie
  • 13.1 Allgemeine Richtlinien
  • 13.2 Pharmakotherapie
  • 13.3 Psychosoziale Therapie
  • 13.4 Familientherapie
  • 13.5 Angehörigenarbeit
  • 13.6 Individuelle Psychotherapie
  • 14 Beschreibung der pädagogisch-therapeutischen Modelleinrichtung „Trialog“ in Essen
  • 15 Schule für Betreuung und berufliche Weiterbildung Jugendlicher und junger Erwachsener mit einer schizophrenen Erkrankung
  • 15.1 An gute Noten muss ich mich erst gewöhnen – Erfahrungsbericht aus einem Modellprojekt für psychisch erkrankte Jugendliche und junge Erwachsene
  • 15.2 Bisherige Resultate aus dem Modellprojekt
  • 16 Unart aus therapeutischer Sicht
  • 17 Tiefenpsychologisch-psychodynamische Aspekte der Behandlung schizophrener Psychosen
  • 17.1 Allgemeines
  • 17.2 Spezielle Aspekte der Psychosentherapie bei Jugendlichen
  • 18 Stigma/Antistigma
  • 19 Stellungnahmen der Patienten zur Krankheit
  • 19.1 Vorbemerkungen
  • 19.2 Reaktionsweisen während der akuten Erkrankung
  • 19.3 Stellungnahmen zur abgelaufenen akuten Psychose
  • 19.4 Stellungnahme bei chronischen Psychosen
  • 19.5 Epikritische Betrachtung
  • 20 Zusammenfassende Darstellung einiger exemplarischer Krankheitsverläufe
  • Literatur
  • Sachwortverzeichnis

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