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Jugend, Sex und Medien

Thomas Kunz

Diese Publikation zitieren

Thomas Kunz, Jugend, Sex und Medien (23.09.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0012-0332, 2011 #4, S.170

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Thomas Kunz nimmt die 2010 veröffentlichte Studie"Sexualität und Migration: Milieuspezifische Zugangswege für die Sexualaufklärung Jugendlicher" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Anlass, einige Grundlagen von Forschungen zur Jugendsexualität und - aus gegebenem Anlass - der Integrationsdebatte einmal kritisch zu überprüfen. Besonders ins Visier gerät dabei das Gruppenkonstrukt "Jugendliche mit Migrationshintergrund". Am Beispiel des Umgangs junger Migrantinnen und Migranten mit Sexualität wird gefragt, wie genau sich ein sog. "deutscher Familienhintergrund" von einem sog. "Migrationshintergrund" unterscheiden lässt. Z.B. ist unklar, bis zu welchem Zeitpunkt eine Migrationsgeschichte zurückreichen müsste, um eine entsprechende Attributierung überhaupt noch rechtfertigen zu können. Kunz diskutiert, ob eine Ausrichtung der Sexualitäts- und der Jugendforschung an der Kategorie "Migrationshintergrund" tatsächlich zielführend ist. Der Beitrag stellt zentrale Aussagen der BzgA-Studie vor, lotet Potenziale und auch Grenzen der Studie kritisch aus und benennt zudem Anknüpfungspunkte zu anderen Themensträngen im Integrationsdiskurs. Das Ergebnis: Gerade im Hinblick auf Sexualität sind Milieuunterschiede deutlich prägender als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Migrantenpopulation oder zur deutschen Bevölkerung.

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