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Lehrerurteile und Bildungsgerechtigkeit

Alexander Schulze und Jürgen Schiener

Diese Publikation zitieren

Alexander Schulze, Jürgen Schiener, Lehrerurteile und Bildungsgerechtigkeit (06.12.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1436-1957, 2011 #2, S.186

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Welche Rolle sozioökonomische Merkmale der Lehrkräfte für die Bildungschancen ihrer Schüler/innen spielen, ist eine bislang weitgehend unbeantwortete Frage. In der vorliegenden Studie wird daher anhand einer Stichprobe von 727 angehenden Lehrkräften gezeigt, wie mit-tels eines Faktoriellen Surveys/Vignettenexperimentes die Relevanz von Lehrermerkmalen für die Bildungschancen von Schülern (am Beispiel der Schullaufbahnempfehlung) bestimmt werden kann. Die Ergebnisse auf Basis von Mehrebenenanalysen zeigen, dass das Geschlecht, das Leistungsniveau (d. h. die Abiturnote) sowie das Alter der angehenden Lehrkräfte, einen beachtenswerten Unterschied für die Schullaufbahnbeurteilung machen. Dabei ist die Tatsa-che bemerkenswert, dass das Lehrergeschlecht seine Wirkung erst in Interaktion mit dem Schülergeschlecht vollständig entfaltet: Lehrer beurteilen Schüler und Lehrerinnen beurteilen Schülerinnen vergleichsweise besser. Die vorgelegten Befunde zeigen, dass der Faktorielle Survey - trotz zu diskutierender Einschränkungen - eine gute Methode ist, um Mechanismen der Entscheidungspraxis von Lehrern (und anderen Akteuren im Bildungssystem) aufzude-cken, und damit einen Beitrag zur Erklärung bildungsbezogener Ungleichheiten leisten kann.

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