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Verwirklichungschancen und Lebensorientierungen junger Mädchen und Frauen im Kontext von Berufsausbildung und Migration

Verena Schurt, Wiebke Waburg und Wassilios Baros

Beschreibung

Anders als noch vor zwanzig Jahren bilden gegenwärtig Jungen und junge Männer (mit Migrationshintergrund) - als "Schulverlierer" - den Fokus der öffentlichen und wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Dieser Perspektivenwechsel steht in Zusammenhang mit dem "Quantensprung" in der Bildungsbeteiligung von Mädchen und jungen Frauen, an dem auch "Migrationsandere" (P. Mecheril) teilhaben. Dass sich die Situation der "Gewinnerinnen" nicht ganz so günstig gestaltet, wird deutlich, wenn man den Blickwinkel erweitert: Trotz ihrer im Durchschnitt besseren bzw. höheren Schulabschlüsse erfahren weibliche Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt und im Berufsleben (parallel zu vielen Frauen ohne Migrationshintergrund) nicht zwingend Gleichstellung mit ihren männlichen Kollegen. Bereits an der Schwelle, der Einmündung in die (außer-) betriebliche Berufsausbildung, zeigen sich Unterschiede zuungunsten "Migrationsanderer", deren Bemühungen um einen Ausbildungsplatz sichtlich weniger erfolgreich sind als die einheimisch-deutscher Heranwachsender (Beicht 2011). Dabei gelingt jungen Frauen mit Migrationshintergrund v.a. der Übergang in das duale Ausbildungssystem im Vergleich zu jungen Männern mit Migrationshintergrund noch seltener (Beicht/Granato 2010).

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