Inklusion und ‚falsche‘ Körper

Zum besseren Verständnis verwirrender Entwicklungen

Monika Barz

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Monika Barz, Inklusion und ‚falsche‘ Körper (21.04.2024), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0943-8394, 2023 #3, S.176

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Was sind ‚falsche‘ Körper? Welche Irritationen löst diese Formulierung aus und wie sind Verwirrungen besser zu verstehen? Es sind viele Fragen, denen sich die inklusive Pädagogik gegenübersieht. Im Artikel wird kurz und in prägnanter Form dargestellt, wie komplex die Fragen sind, die ein harmlos erscheinendes ‚Selbstbestimmungsgesetz‘ nach sich zieht. Es wird ausgeführt, wie eine Politik, die den biologisch determinierten Geschlechtskörper unberücksichtigt lässt und die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht dem freien Willen an heim stellen will, die Kernfragen inklusiver Pädagogik berührt. Körper und So-Sein anzunehmen, das Störende und Ungeliebte in die eigene Persönlichkeit zu integrieren, wird als das Wesen inklusiver Bildungskonzepte dargestellt. Es wird sprachanalytisch beschrieben, wie widersprüchlich es ist, bei Menschen die sich im ‚falschen‘ Körper fühlen, abzuleiten, dass sie materiell einen ‚falschen‘ Körper hätten. Bei ‚Schmetterlingen im Bauch‘ hingegen erkennen Zuhörende intuitiv, dass es sich um eine Mitteilung über eine innere Empfindung handelt. Der Beitrag gibt Hinweise, wie vorschnelle technische Lösungen für vermeintlich ‚falsche‘ Körper zeitgeschichtlich einzuordnen sind und betont die Notwendigkeit, Stimmen aus der inklusiven Pädagogik in die gesellschaftliche Debatte einzubringen.

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