Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit

Wie schafft man Demokratie?

Jan-Werner Müller

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Jan-Werner Müller, Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit (2021), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518767832

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Descripción / Abstract

Wenige Jahre nach seinem Erscheinen gilt Jan-Werner Müllers Was ist Populismus? als Klassiker der Gegenwartsdiagnose. Die New York Times sprach von einem »brillanten Buch«, der französische L’Obs von einem »Standardwerk«, die NZZ attestierte dem Essay »brennende Aktualität«.
Populisten reklamieren für sich, sie seien die einzige Stimme des wahren Volkes; gleichzeitig gelten sie vielen als Bedrohung der Demokratie. Angesichts dieser unübersichtlichen und oft von Alarmismus geprägten Debattenlage tritt Jan-Werner Müller einen Schritt zurück und fragt nach den leitenden Prinzipien dieser Regierungsform: Was bedeutet Freiheit, wenn wir das Regieren an andere delegieren? Wie viel ökonomische Ungleichheit ist noch mit der Grundanforderung politischer Gleichheit kompatibel? Wie kommen wir mit Verfahren zurecht, deren Ergebnisse notwendigerweise ungewiss sind?
Demokratie ist, so Müller, nicht zuletzt auf funktionierende vermittelnde Institutionen angewiesen: auf unabhängige Medien, die Öffentlichkeit schaffen, auf Parteien, die politische Konflikte auf demokratische Weise strukturieren – und vor allem auf mobilisierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, unbequem, ja sogar ungehorsam zu sein, um demokratische Prinzipien zu verteidigen.

Descripción

<p>Jan-Werner M&uuml;ller, geboren 1970, lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Princeton University. Im Suhrkamp Verlag erschienen bislang <em>Verfassungspatriotismus</em>, <em>Das demokratische Zeitalter. Eine politische Ideengeschichte Europas im 20. Jahrhundert</em> und <em>Was ist Populismus? Ein Essay</em> (2016). <em>Was ist Populismus?</em> wurde in zahlreiche Sprachen &uuml;bersetzt und gilt als zentraler Text zum Verst&auml;ndnis zeitgen&ouml;ssischer politischer Entwicklungen. Jan-Werner M&uuml;ller &auml;u&szlig;ert sich regelm&auml;&szlig;ig zum Zeitgeschehen; er schreibt u. a. f&uuml;r Foreign Affairs, die Neue Z&uuml;rcher Zeitung, die New York Times und die S&uuml;ddeutsche Zeitung.</p>


Michael Bischoff, geboren 1949, studierte Mathematik und Soziologie und war Wissenschaftslektor im Suhrkamp Verlag. Seit 1977 &uuml;bersetzt er Literatur aus dem Franz&ouml;sischen und Englischen, u.a. von &Eacute;mile Durkheim, Michel Foucault, Isaiah Berlin und Richard Sennett.

Índice

  • Cover
  • Informationen zum Buch
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. Vorgetäuschte Demokratie: Jeder hat seine Gründe
  • Was ist überhaupt rechter (oder linker) Populismus?
  • Regierungstechniken
  • Sehnsucht nach der starken Hand?
  • Die zweifache Sezession
  • Eine harte Grenze
  • 2. Vertretbare Demokratie: Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit
  • Präsident für einen Tag?
  • Repräsentation oder Demokratie?
  • Demokratie für Verlierer
  • Erwarte das Unerwartete?
  • Lob der »Demagogen«
  • Warum Repräsentation nicht durch Losverfahren ersetzen?
  • 3. Kritische Infrastruktur: Was Parteien und Medien für Demokratie leisten müssen
  • Was macht eine gute vermittelnde Institution aus?
  • Wer plant politische Infrastruktur? Und wer zahlt dafür ...?
  • Erwarte das Erwartbare?
  • War’s das wirklich mit Parteien?
  • 4. Demokratisches Handeln: Vermittlung, Ausschluss, Rechtsbruch (mit Ansage!)
  • Suizid, um nicht ermordet zu werden?
  • Und wenn alles nichts hilft? Demokratischer Ungehorsam
  • Coda. Fünf Gründe für Hoffnung (nicht Optimismus)
  • Dank
  • Anmerkungen
  • Vorwort
  • 1. Vorgetäuschte Demokratie: Jeder hat seine Gründe
  • 2. Vertretbare Demokratie: Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit
  • 3. Kritische Infrastruktur: Was Parteien und Medien für Demokratie leisten müssen
  • 4. Demokratisches Handeln: Vermittlung, Ausschluss, Rechtsbruch (mit Ansage!)
  • Coda. Fünf Gründe für Hoffnung (nicht Optimismus)
  • Personenregister

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