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Hinter der Grenze, vor dem Gesetz

Eine Ethnografie des europäischen Migrationsregimes

Tobias G. Eule, Lisa Marie Borrelli, Annika Lindberg y Anna Wyss

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Tobias G. Eule, Lisa Marie Borrelli, Annika Lindberg, Anna Wyss, Hinter der Grenze, vor dem Gesetz (2020), Hamburger Edition HIS, Hamburg, ISBN: 9783868549782

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Descripción / Abstract

Hunderttausende Geflüchtete erreichen jährlich die »Festung Europa«. Doch was geschieht nach ihrer Ankunft?



ist ein rechtssoziologischer Beitrag zur Debatte um Migrationssteuerung und Zugehörigkeit. Die Studie beschreibt den Umgang mit und die Kontrolle von »unerwünschter« Zuwanderung, aber auch wie das Aufenthaltsrecht angewandt, ignoriert, umgedeutet und idealisiert wird, und wie Recht und Rechtsanwendung Handlungsspielräume von Migrant*innen gleichermaßen ermöglichen und begrenzen. Verantwortlichkeit lässt sich dabei im dichten Regime von Kontrollinstanzen häufig nur schwer verorten.


Die Autor*innen beleuchten die Perspektiven von staatlichen Akteuren, NGOs, Menschen mit prekärem Rechtsstatus und verschiedenen Institutionen in acht europäischen Nationen und kommen zu dem wichtigen Ergebnis, dass alle involvierten Akteur*innen immer wieder in kafkaesken Zeitschlaufen gefangen sind und Formalität und Informalität auch in Westeuropa keine Gegenpole sind.

Extracto

Índice

  • Cover
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1 Einführung
  • Vorgehensweise
  • Europas Migrationskontrolle im Zustand der Dauerkrise
  • Methodologie
  • Terminologie
  • Kurzer Überblick über das Buch
  • 2 Im Inneren des Migrationsregimes
  • Nationale Migrationspolitik im ständigen Wandel
  • Erster Exkurs zu Dublin: Die Grenzen des Dublin-Systems
  • Wie Rechtsanwendung Migrationsrecht
  • Zweiter Exkurs zu Dublin: Die Komplexität des Dubliner Übereinkommens
  • Dritter Exkurs zu Dublin: Die Odyssee von Migrant*innen im Dublin-System
  • Das Rechtsbewusstsein prägt die Praxis
  • Vierter Exkurs zu Dublin: Ideen, Wahrnehmungen und Wissen formen die rechtliche Umsetzung
  • Migrationskontrolle als interaktives und relationales Phänomen
  • Fünfter Exkurs zu Dublin: Selektiver Gebrauch und Missbrauch des Dublin-Systems
  • Fazit: Praktiken, Wahrnehmungen und Widersprüche innerhalb des Migrationsregimes
  • 3 Entscheidungsfindung und die Rolle des Rechts
  • Die Macht des Ermessens
  • Entscheidungsfindung – Anspruch und Wirklichkeit
  • Wo bleibt die konkrete Rechtsnorm?
  • Flickschusterei und die Aneignung des Gesetzes
  • Fazit: Entscheidungsfindung durch
  • 4 Unlesbarkeit im Migrationsregime
  • Erfahrungen mit bürokratischen Absurditäten
  • Der Unlesbarkeitseffekt
  • Der Kampf um Zugang zu und Kenntnis über das Recht
  • Die Produktivität der Unlesbarkeit
  • Fazit
  • 5 Verschwendete Zeit, umkämpfte Zeit
  • Zeitzyklen im Migrationsregime
  • Das Ringen um die Herrschaft über die Zeit
  • Herrschaft über die Geschwindigkeit in Zeiten der Beschleunigung
  • Kontrolle und Entschleunigung
  • Fazit: Das Paradox der Zeitverschwendung
  • 6 Verantwortung in einem Migrationsregime der vielen Hände
  • Migrationsregime der vielen Hände
  • Verantwortung zwischen Gesetz und Politik
  • Der Zuständigkeits-Verschiebebahnhof
  • Verantwortung übernehmen
  • Fazit: Wer verspürt Verantwortung
  • 7 Schlussbetrachtung: Ordnung schaffen vor dem Gesetz
  • Zusammenfassung der wichtigsten Themen
  • Offene Fragen und Perspektiven
  • Zum Schluss
  • Bibliografie
  • Anhang
  • Dänemark
  • Schweden
  • Deutschland
  • Schweiz
  • Österreich
  • Italien
  • Lettland
  • Litauen
  • Transnationale Forschung mit Migrant*innen
  • Dank
  • Persönliches Dankeschön
  • Zu den Autor*innen

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