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Belastet Kooperation Lehrerinnen und Lehrer?

Ein Blick auf unterschiedliche Kooperationsgruppen und deren Belastungserleben

Sabine Weiß, Ewald Kiel, Andreas Hillert, Magdalena Muckenthaler y Teresa Tillmann

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Sabine Weiß, Ewald Kiel, Andreas Hillert, Magdalena Muckenthaler, Teresa Tillmann, Nele McElvany(Hg.), Cornelia Gräsel(Hg.), Belastet Kooperation Lehrerinnen und Lehrer? (2019), Waxmann Verlag, 48159 Münster, ISSN: 1866-6671, 2019 #2, S.147

Descripción / Abstract

Die vorliegende Studie identifiziert Gruppen von Lehrkräften hinsichtlich Kooperation, basierend auf verschiedenen Formen der Zusammenarbeit, und vergleicht diese nach an der Schule bestehenden Bedingungen für Kooperation und nach Belastungserleben. Bestehende Befunde dokumentieren positive Effekte von Zusammenarbeit für Schule, Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen selbst, gleichzeitig sind vor allem komplexe Formen, wie kokonstruktives Arbeiten, in nur geringem Maße realisiert. Die Identifizierung der Gruppen erfolgte mittels hierarchischer Clusteranalyse, die Clusterlösung wurde folgend durch eine iterativ-partitionierende Clusterzentrenanalyse (K-Means) optimiert. Es zeigen sich drei differierende Cluster. Lehrende im ersten Cluster nutzen alle Formen von Zusammenarbeit am intensivsten, äußern die günstigsten Rahmenbedingungen hinsichtlich Zeit für und Zwang zur Kooperation und beschreiben sich als am wenigsten belastet. Die dritte Gruppe verhält sich gegensätzlich, nutzt alle Formen am wenigsten, die Rahmenbedingungen erfahren die ungünstigste Einschätzung, das Belastungserleben ist am höchsten. Das zweite Cluster pflegt fachlichen und schülerbezogenen Austausch intensiver, nutzt aber arbeitsteilige Formen deutlich weniger; das Belastungserleben nimmt eine Mittelposition ein. Lehrkräfte, die am stärksten arbeitsteilig kooperieren, zeigen sich als am wenigsten belastet. Zudem führt Zwang zur Zusammenarbeit „von oben“ bzw. ein als solcher wahrgenommener nicht zu (intensiverer bzw. gelingender) Kooperation. Die Befunde werden im Kontext der Divergenz von Bedeutungszuschreibung und tatsächlicher Umsetzung von Zusammenarbeit sowie von Implikationen hinsichtlich Kooperationsverhalten und struktureller Bedingungen diskutiert.

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