Comprar acceso. Iniciar sesión

Talking the Law into Co-Evolution

Übersetzungsanregungen in den Medien der Interaktion und der Publizität

Marc Mölders

Cite this publication as

Marc Mölders, Talking the Law into Co-Evolution (2018), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2195-0695, 2018 #01, S.4

Tracked since 05/2018

16
downloads

Descripción / Abstract

Zusammenfassung: Wie lässt sich das Recht zu Übersetzungen anregen? Dass Richter_innen eine gesellschaftliche Schlüsselposition zukommt, lässt sich nicht nur theoretisch ableiten, sondern in vielen Praxen schon an den Bemühungen erkennen, sie zu beeinflussen. Der vorliegende Beitrag interessiert sich aber nicht für Korruption oder Bestechung, sondern dafür, wie Richter_innen in bestimmte Entwicklungen hineingeredet werden sollen. In drei Fallskizzen werden unterschiedliche Wege ins Recht als Typen von Übersetzungsstrategien vorgestellt: (1) Investigativ-Journalismus im Medium der Publizität, (2) Lobbyismus im Medium der Interaktion und (3) Rechtssoziologie im Medium der Publikation. Dabei unterscheidet sich Publikation von Publizität durch das Fehlen von Zumutungsgehalt. Daher werden im Folgenden Übersetzungsanregungen in den Medien der Interaktion und der Publizität verglichen. Unterschiedliche Teile der Differenzierungstheorie sehen im Medium der Interaktion die einzige Chance, zu koordinierenden Effekten zu kommen. Teile der Rechtssoziologie hingegen haben ihre Präferenz von Interaktion auf Publizität verschoben. Der Beitrag schlägt sich nicht auf eine Seite, sondern plädiert dafür, sich differenzierungstheoretisch überhaupt mit Fragen des Anregens (von Übersetzungen) zu befassen. Damit lässt er sich als Gegenpol zu Konzepten wie dem der Responsivität fassen. Dort werden Anregungsfragen ausgespart, weil allenthalben schon Antworten (Einbau von Fremdperspektiven) zu beobachten seien.

Schlagwörter: Differenzierungstheorie, Interaktion, Journalismus, Lobbyismus, Publizität, Rechtssoziologie, Übersetzungstheorie



Abstract: How to talk the law into translations? Beyond theoretical considerations, judges´ societal key position is apparent from the multitude of attempts to influence them. The contribution at hand is not dealing with corruption or bribery but is interested in how judges are subject to being talked into certain developments. Three examples are discussed, each as a specific type of translation strategy: (1) investigative journalism (via the medium of publicity), (2) lobbyism (via the medium of interaction), (3) sociology of law (via the medium of publication). Publication is characterized by the lack of ´imposition capacity´ which, in turn, defines publicity. Distinct parts of differentiation theory promote the medium of interaction as the only way of coordination, while parts of socio-legal theory changed their preference the other way round, now putting forward that publicity matters. Not taking sides, this article´s general plea is to stimulate questions of stimulation (of translations) which is in stark contrast to concepts (e.g. responsivity) which exclusively focus on answers as evolutionary outcomes.

Keywords: differentiation theory, interaction, journalism, lobbyism, publicity, sociology of law, sociology

of translations1 Ich danke den Herausgebern und Gutachter_innen der ZTS sowie Mirjam Dierkes

Otros documentos del mismo número

    Títulos relacionados

      Otros títulos del mismo autor