"Wohin geht´s mit der Kinder- und Jugendarbeit?"

Zusammenfassung empirischer Trends, Spannungsfelder, Entgrenzungen und Perspektiven von Kinder- und Jugendarbeit im 15. Kinder- und Jugendbericht

Gunda Voigts

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Gunda Voigts, "Wohin geht´s mit der Kinder- und Jugendarbeit?" (2017), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0012-0332, 2017 #08, S.303

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Gunda Voigts gehörte der Expertenkommission an, die den 15. Kinder- und Jugendbericht erstellte. Sie gibt in ihrem Beitrag einen Einblick in das umfangreiche Kapitel des Berichts, das sich mit der Kinder- und Jugendarbeit befasst. Die Autorin stellt die leitenden Gedankengänge dieses Kapitels dar und erläutert zunächst, welche Konstruktion von Jugend in der Kinder- und Jugendarbeit zur Zeit vorherrschen. Danach gibt sie einige empirische Befunde zur Jugendarbeit wieder, die dem Bericht zugrunde gelegt wurden. Aus ihnen kann man zuletzt eine Transformation der Infrastruktur der Kinder- und Jugendarbeit zugunsten der Jugendsozialarbeit und der schulbezogenen Nachmittagsangebote ablesen, welche die etablierten Formen der Kinder- und Jugendarbeit zunehmend in den Hintergrund rücken. Im Anschluss daran umreißt die Autorin die Spannungsfelder der Jugendarbeit, die aus Sicht der Berichtskommission derzeit in der Kinder- und Jugendarbeit zu erkennen sind. Es handelt sich dabei um strukturelle Herausforderungen, entweder weil verschiedene konzeptionelle Ansprüche der Jugendarbeit selbst sich in einem Gegensatz befinden, weil unterschiedliche Interessen kaum auflösbar aufeinandertreffen oder weil die Struktur des Praxisfeldes an sich eine schwierige Herausforderung darstellt. Hinzu kommen nach den Befunden der Expertenkommission Entgrenzungstendenzen in der Jugendarbeit, und zwar eine weitere Pluralisierung der Angebote, eine Durchmischung verbandlicher, offener, kultureller und sportlicher Angebote und zunehmende Schnittstellen zu anderen Feldern wie Jugendsozialarbeit oder Hilfen zur Erziehung. Insgesamt wird der Kinder- und Jugendarbeit in diesem Zusammenhang abverlangt, konzeptionell zu klären, worin sie ihre sozialpolitische Verantwortung sieht und wo sie sich im Kontext der sozial- und bildungspolitischen Gesamtverantwortung der Kinder- und Jugendhilfe für das Aufwachsen von jungen Menschen einordnen will.

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