Populismen (in) der Jugend. Empirische Erkundungen zu einem entgrenzten Politisierungsphänomen

Baris Ertugrul
Populismen (in) der Jugend. Empirische Erkundungen zu einem entgrenzten Politisierungsphänomen

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Baris Ertugrul, Populismen (in) der Jugend. Empirische Erkundungen zu einem entgrenzten Politisierungsphänomen (22.04.2026), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1436-1957, 2025 #1, p.73

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Populismus übt einen erheblichen Einfluss auf politische Verhältnisse und Diskurse aus, derweil – wie Einstellungsforschung belegt – auch auf Jugendliche. Eine unverbundene Forschungslage zu Jugendlichen konzentriert sich dabei monothematisch auf rechte Orientierungen. Dies ignoriert die politische Ambivalenz des Populismus. Ehedem bilden sinnverstehende Zugänge zur alltagsweltlichen Plausibilisierung des Populismus eine Leerstelle, womit die wissenschaftliche Betrachtung für das Jugendalter unterkomplex bleibt. Im Beitrag wird anhand von Gruppeninterviews mit Jugendlichen aus der Mittelschicht exploriert, wie in den Deutungen von Krisen und Konflikten ‚Populismus‘ hervorgebracht wird. Dafür werden qualitativ-vergleichend drei vorläufige Typen der Politisierung – „emanzipatorisch Manichäismusgeneigte“, „unerregte Repräsentationsvertrauende“ sowie „latent-autoritäre Distanzierte“ – rekonstruiert. Die Analysen zeigen zwei differenzierbare Populismen an, was weitergehend dazu ermuntert, sensitiver wie differenzierungsbereiter für populistischen Sinn in der Jugendpolitisierung zu sein.

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