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Die Korrektur der Gesellschaft

Irritationsgestaltung am Beispiel des Investigativ-Journalismus

Marc Mölders

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Marc Mölders, Die Korrektur der Gesellschaft (2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839449998

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Description / Abstract

Über Gesellschaft lässt sich viel lernen, wenn man die Arbeit an ihrer Korrektur untersucht. Globalisierung und Digitalisierung scheinen Korrektiven abseits des Staatlichen eine Sonderposition einzuräumen: Ungekannt schnell und grenzenlos können sie operieren. Marc Mölders zeigt, dass zentrale Gesellschaftsprobleme Übersetzungskonflikte sind und dies nicht nur differenzierungstheoretisch angenommen wird. Anhand des Investigativ-Journalismus - einer Form organisierter Gesellschaftskorrektur - zeichnet er nach, wie eine durch Tempo-Dosierung und Grenzeinhaltung gekennzeichnete Irritationsgestaltung aus Publikationen »Druckerzeugnisse« macht.

Description

Marc Mölders (PD Dr.), geb. 1978, arbeitet im Bereich Technikfolgenabschätzung und Rechtssoziologie an der Bielefelder Fakultät für Soziologie. Seine Forschungsthemen umfassen Rechts-, Medien-, Organisations- und Techniksoziologie sowie soziologische Theorie. Er interessiert sich dafür, wie Gesellschaftskorrektur und Weltverbesserung in organisierbare Aufgaben übersetzt werden und welche Rolle Technologie dabei zukommt. Für seine Promotion zu einer soziologischen Theorie des Lernens erhielt er 2010 den Dissertationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft (WLUG).

Table of content

  • Cover
  • Inhalt
  • Danksagung
  • I. Einleitung
  • II. Differenzierung als Korrekturanlass und -problem
  • II.1 Gesellschaftliche Folgen
  • II.2 Von Arbeitsteilung zu Polykontexturalität
  • II.3 Von Codes zu Schemata
  • III. Korrektur und das Zusammenspiel des Differenzierten (war: Integration)
  • III.1 Von Integration zu struktureller Kopplung (Luhmanns Lösung)
  • III.2 Von Integration zu Entdifferenzierung und Nicht-Übersetzbarkeit(Handlungs- und praxistheoretische Einwände)
  • III.3 Von Verträglichkeit zur Bedeutsamkeit von Übersetzungsanregungen
  • III.4 Von der Bedeutsamkeit zur Ubiquität von Übersetzungsanregungen
  • III.5 Von struktureller Kopplung zu Übersetzungsverhältnissen
  • III.6 Von funktionaler zu multipler Differenzierung?
  • III.7 Zwischenfazit: Kleine Korrekturen
  • IV. Die Auto-Korrektur der Gesellschaft
  • IV.1 Protest
  • IV.2 Folgenkorrektur als Folge funktionaler Differenzierung
  • IV.3 Responsivität
  • V. 1984 und die Folgen: Die Korrektur der Steuerungstheorie
  • V.1 Grenzen der Steuerung
  • V.2 Reflexionsinstanzen der ersten Generation: Recht und Politik
  • V.3 Entgrenzte Instanzen zivilgesellschaftlicher Gegenmacht
  • VI. Publizität als Korrekturmedium
  • VI.1 Einwirkungskapazität von Interaktionen und Kritik strukturierende Organisationen
  • VI.2 Publizität als Zumutung für Selbstbeschreibungen
  • VI.3 Strukturwandel der Öffentlichkeit
  • VI.4 Frühe Zumutungsanreicherungen (1885-1917)
  • VI.5 Digitale Zumutungen (seit 1970)
  • VII. Zur Organisation von Gesellschaftskorrektur
  • VII.1 Die Korrektive der Gesellschaft
  • VII.2 Irritationsgestaltung
  • VII.3 Non‐profit Investigativ-Journalismus
  • VIII. Die Korrektur der Gesellschaft – empirisch
  • VIII.1 ProPublica als primus inter pares
  • VIII.2 »Issues Around Impact« – Ergebnisse einerkonversationsanalytisch ausgerichteten Dokumentenanalyse
  • VIII.3 Die Gesellschaft der Gesellschaftskorrektur – Übersetzungstheoretische Spurensuche
  • IX. Differenzierungstheoretische Konsequenzen rekonstruierter Korrektivpraxen
  • IX.1 Praktische Ratlosigkeit vs. Irritationsgestaltung
  • IX.2 Leicht erregbare Entrüstung vs. Empörungsorganisation
  • IX.3 Helfen kann nur das Recht
  • X. Abschluss & Fortführung
  • X.1 Varianten der Gesellschaftskorrektur
  • X.2 Die Korrektur der nächsten Gesellschaft?
  • X.3 Zeitdiagnose & Ausblick
  • Literatur
  • Abbildungen
  • Sach- und Personenregister

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