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Bewusstsein, Anschauung und das Unendliche bei Fichte, Schelling und Hegel

Über den unbedingten Grundsatz der Erkenntnis

Andrea Gentile

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Andrea Gentile, Bewusstsein, Anschauung und das Unendliche bei Fichte, Schelling und Hegel (2019), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495817025

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Description / Abstract

Die Untersuchung des "unbedingten" Grundsatzes der Erkenntnis ist – in Verbindung mit den Begriffen des Bewusstseins, der Anschauung und des Unendlichen – der Kern des Deutschen Idealismus von Fichte, Schelling und Hegel. Nach Fichte muss man das "absolut erste" und "unbedingte" Prinzip des gesamten menschlichen Wissens aufsuchen, damit die Philosophie tatsächlich "Wissenschaft der Wissenschaft" oder "Wissenschaftslehre" sein kann. Daher rekonstruiert der Autor zunächst Fichtes kritisch gegen Kant gerichtete Radikalisierung des Konzepts der Subjektivität und die Überschreitung der Grenze zur intellektuellen Anschauung. Im zweiten Teil werden dann neue Perspektiven in der Analyse von Schellings Idealismus vorgeschlagen: Vor dem Hintergrund einer Analyse der intellektuellen, der ästhetischen und der produktiven Anschauung bei Schelling wird das Verhältnis zwischen Naturphilosophie und Transzendentalphilosophie behandelt. Im dritten Teil des Buches werden Hegels Kritik an Fichte und Schelling sowie an Kant (in der Enzyklopädie) und schließlich die Bedeutung der Begriffe des "Selbstbewusstseins" und des "Unendlichen" vom transzendentalen Idealismus bis hin zu Hegels "absolutem Idealismus" untersucht. Der Kulminationspunkt ist dabei die alle Bereiche der theoretischen Philosophie durchziehende Wechselbeziehung zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen.

Description

Andrea Gentile, geb. 1968, ist Professor für Theoretische Philosophie an der Università degli Studi Guglielmo Marconi in Rom.

Table of content

  • Cover
  • Inhalt
  • Einführung
  • I. Die Untersuchung des unbedingten Grundsatzes der Erkenntnis. Die Philosophie der Philosophie und die Wissenschaft der Wissenschaft. Die Form der Form und das Wissen des Wissens in Fichtes Idealismus
  • 1. Das Problem des Dinges an sich und die Noumena als Grenzbegriffe. Ein Vergleich zwischen Kant und Fichte
  • 2. Der Dualismus zwischen Subjektivität und Objektivität und zwischen Phaenomena und Noumena
  • 3. Vorstellung, Wechselbestimmung und Synthesis
  • 4. Logik und Wissenschaftslehre. Fichtes Kritik an Kants Synthesis der transzendentalen Logik
  • 5. Die Untersuchung des absolut-ersten, schlechthin unbedingten Grundsatzes alles menschlichen Wissens bei Fichte
  • 6. Die Philosophie der Philosophie und die Wissenschaft der Wissenschaft. Die Form der Form und das Wissen des Wissens
  • 7. Das Ich und die Subjektivität: das Verhältnis zwischen dem endlichen Ich und dem unendlichen Ich
  • 8. Die Deduktion des »reellen Bewusstseins«. Endliches Ich und Nicht-Ich: Hemmung, Widerstand, Anstoß und Grenze
  • 9. Das empirische Ich und das »Ich denke«. Das reine Ich und das absolute Ich
  • 10. Theoretisches und praktisches Ich
  • 11. Das Gefühl der Begrenzung. Bedürfnis, Missbehagen und Leere des Ichs
  • 12. Das Gefühl des Sehnens
  • 13. Ohne Unendlichkeit keine Begrenzung – ohne Begrenzung keine Unendlichkeit
  • 14. Produktive Einbildungskraft
  • 15. Intellektuelle Anschauung und Transzendentalphilosophie
  • 16. Der Primat der Ethik in der Zweiten Einleitung in die Wissenschaftslehre und das Transzendentale in Fichtes ethischem Idealismus
  • 17. Philosophie der Freiheit. Fichtes Vorträge in Jena
  • 18. Religion und Moralphilosophie. Eine ethische Religion der menschlichen Natur
  • 19. Die Bestimmung des Menschen und die Epochen der Geschichte
  • II. Naturphilosophie und Transzendentalphilosophie. Intellektuelle Anschauung, ästhetische Anschauung und produktive Anschauung in Schellings Idealismus
  • 1. Die Fichte’schen Anfänge der Philosophie Schellings: Vom Ich als Prinzip der Philosophie oder Über das Unbedingte im menschlichen Wissen
  • 2. Die Einheit von Geist und Natur. Die Bedeutung des »Urselbst«
  • 3. Natur als graduelle Erweiterung der unbewussten Intelligenz
  • 4. Die Weltseele und die Natur des Menschen. Leben als der »Atem des Universums«
  • 5. Schellings Naturphilosophie: »Natura naturans« und »Natura naturata«
  • 6. Die transzendentale Begründung der Naturphilosophie
  • 7. Die Unterschiede zwischen Naturphilosophie und Transzendentalphilosophie in Von der Weltseele
  • 8. Der Begriff des Transzendentalen in Schellings Idealismus. Von der Notwendigkeit und Beschaffenheit eines höchsten Prinzips des Wissens
  • 9. Was heißt anschauen? Empirische Anschauung und intellektuelle Anschauung
  • 10. Intellektuelle Anschauung, ästhetische Anschauung und produktive Anschauung in Schellings System des transzendentalen Idealismus
  • 11. Kunst und Philosophie über die Grenzen der Vernunft: Philosophie der Kunst und Philosophie der Offenbarung
  • 12. Die Aktivität der Kunst und die Wesensart der künstlerischen Schöpfung
  • 13. Der Unterschied und die Beziehung zwischen Begrenztem und Unbegrenztem
  • 14. Das Ankämpfen des Ichs gegen die Schranke
  • 15. Ideelle und reelle Tätigkeit des Ichs. Die Idealität und die Realität der Schranke
  • 16. Die Deduktion des Absoluten im Akt des Selbstbewusstseins
  • 17. Das Selbstbewusstsein als ein Streit absolut entgegengesetzter Tätigkeiten
  • 18. Die Epochen des Selbstbewusstseins
  • 19. Von der ursprünglichen Empfindung zur produktiven Anschauung
  • 20. Von der produktiven Anschauung zur Reflexion. Die Begrenzung des inneren Sinns
  • 21. Reflexion, transzendentale Abstraktion und transzendentaler Schematismus
  • 22. Die Philosophie der Identität im System der gesamten Philosophie: von der absolut-unendlichen Identität zur differenzierten endlichen Realität
  • 23. Schellings Kritik an Hegel in der Philosophischen Einleitung in die Philosophie der Mythologie und in der Philosophie der Offenbarung: Negative und positive Philosophie
  • III. Die Wechselbeziehung »endlich – unendlich« in Hegels absolutem Idealismus
  • 1. Transzendentale Anschauung, Reflexion und Subjektivität. Hegels Kritik an Fichte und Schelling in der Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie
  • 2. Die Wechselbeziehung von Endlichem und Unendlichem
  • 3. Hegels Kritik an Kant in der Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundriss: Die Natur des Erkennens
  • 4. Bewusstsein, Erfahrung und Gewissen
  • 5. Die Bedeutung des »Selbstbewusstseins« im transzendentalen Idealismus und im absoluten Idealismus
  • 6. Das »unglückliche Bewusstsein« in der Phänomenologie des Geistes
  • 7. Die Phänomenologie des Geistes: Wissenschaft der Erfahrung des Bewusstseins und Wissenschaft des erscheinenden Wissens
  • 8. Logik, Naturphilosophie und Philosophie des Geistes
  • 9. Der Begriff der Natur
  • 10. Hegels Definition des »Geistes«
  • 11. Verstand und Vernunft: die Grenzen des Verstandes
  • 12. Vernunft, Realität und Wirklichkeit
  • 13. Das Wirkliche, die Wirklichkeit und die Verwirklichung
  • 14. Was heißt »Idee« in Hegels subjektiver Logik? Der semantische Unterschied zwischen Idee und Begriff
  • 15. Dialektik und Synthesis. Das Werden der Wirklichkeit und die Bedeutung der »Aufhebung« und des »Aufhebens«
  • 16. Zum Begriff der Spekulation. Das Aufheben und die Dynamik des spekulativen Satzes
  • 17. Die dialektische Negation als Überwindung der Grenze in Hegels Wissenschaft der Logik
  • 18. Die Vernunft und der Weg des »Bewusstseins« zum Wissen: Der absolute Idealismus in Hegels Phänomenologie des Geistes
  • 19. Subjektiver Geist und objektiver Geist
  • 20. Der absolute Geist: Kunst, Religion und Philosophie
  • Literatur
  • 1. Quellen und Primärliteratur
  • 2. Sekundärliteratur

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