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Bergson und die deutsche Philosophie 1907-1932

Caterina Zanfi

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Caterina Zanfi, Bergson und die deutsche Philosophie 1907-1932 (2019), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495817100

Description / Abstract

Dieses Buch erzählt eine weitgehend vergessene Geschichte: die der Beziehungen Bergsons zur deutschen Philosophie seiner Zeit. Von "Schöpferische Entwicklung" (1907) bis "Die beiden Quellen der Moral und der Religion" (1932) definiert Bergson seine eigene Philosophie immer wieder von Grund auf neu. Er bereichert sie um anthropologische Themen, in denen der Nachhall der deutschen Debatte über die Lebensphilosophie hörbar ist. Im Durchgang durch die Analyse der "deutschen" Polemiken, die in jenen Jahren Bergson betrafen oder an denen er beteiligt war, wird hier nicht nur die Rezeption von Bergsons Werk in Deutschland verfolgt, sondern auch der nachhaltige Einfluss dieses intensiven Dialogs: sowohl auf die Philosophie des französischen Denkers ("Die beiden Quellen") als auch auf Philosophen von Rang wie Eucken, Simmel, Driesch, Windelband und Scheler. Die vier Stationen, in die das Buch diese philosophische Begegnung gliedert (entsprechend den Städten Jena, Berlin, Heidelberg und Göttingen), vermitteln uns ein neues Profil von Bergsons Denken, das sich vollkommen auf der Höhe der zeitgenössischen Debatte über die brennenden Fragen der Technik, der Geschichte und des Krieges zeigt.

Description

Caterina Zanfi (geb. 1982) ist die Autorin von Bergson, la tecnica, la guerra (2009). Sie ist Mitherausgeberin von trivium 25. Die Philosophische Anthropologie in der deutsch-französischen Debatte der Gegenwart (mit Thomas Ebke und Guillaume Plas, 2017) und von Das Leben im Menschen oder der Mensch im Leben? Deutsch- Französische Genealogien zwischen Anthropologie und Anti-Humanismus (mit Thomas Ebke, 2017)

Table of content

  • Cover
  • Inhalt
  • Danksagung
  • Vorwort
  • Hinweise
  • Einführung
  • I. Jena
  • 1. Eucken und seine Schüler: Bergsons ›Neoidealismus‹
  • 2. Von Hügel: Die Erneuerung des Christentums
  • 3. Bergson im Verlagsprogramm von Diederichs
  • 3.1. Die Übersetzungen
  • 3.2. Der Antirationalismus
  • 3.3. Die moderne Religiosität
  • 4. Bergsons Beziehungen zu Eucken und seinen Schülern
  • II. Berlin
  • 1. Die ersten Kontakte mit Simmel und mit dem George-Kreis
  • 2. Simmel und Bergson als Kritiker Kants
  • 3. Der tragische Konflikt zwischen Leben und Form
  • 4. Die Vermittlung durch Jankélévitch
  • 5. Die Endlichkeit von L’évolution créatrice bis Les deux sources
  • III. Heidelberg
  • 1. Driesch: élan vital und Neovitalismus
  • 2. Bergson in der Debatte über den Historismus
  • 2.1. Natur und Geschichte bei Driesch
  • 2.2. Das Vorwort von Windelband zu Materie und Gedächtnis
  • 2.3. Bergsons Intuition und Geschichte bei Troeltsch
  • 2.4. Das Gesetz der Dichotomie in Les deux sources
  • 3. Rickert: Die Kritik am Biologismus der Lebensphilosophie
  • 4. Cassirer: Der Naturalismus in Les deux sources
  • IV. Göttingen
  • 1. Bergson im Kreis der Phänomenologen
  • 2. Lebensphilosophie und Psychologismus
  • 3. Leben und Bewusstsein im Menschen
  • 4. Lebensphilosophie und Kapitalismuskritik
  • 5. Kultur und Zivilisation vom Krieg bis Les deux sources
  • V. Der Krieg
  • 1. Die philosophische Mobilmachung
  • 2. Nationalphilosophien im Krieg
  • 3. Bergson und Nietzsche
  • 3.1. Vorwegnahmen von Bergsons Moralphilosophie
  • 3.2. Vom Übermenschen zur göttlichen Menschheit
  • 3.3. Herrenmoral und Imperialismus
  • Schlussfolgerungen
  • Bibliographie
  • Folgende Archive wurden konsultiert:
  • Lexika und Kataloge
  • Werke von Henri Bergson
  • Deutsche Übersetzungen der Werke von Henri Bergson
  • Allgemeine Bibliographie
  • Namensregister

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