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Symbolbilder des Holocaust

Fotografien der Vernichtung im sozialen Gedächtnis

Sebastian Schönemann

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Sebastian Schönemann, Symbolbilder des Holocaust (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593442983

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Sebastian Schönemann ist Soziologe und Politikwissenschaftler. Er promovierte an der Universität Koblenz-Landau.

Description / Abstract

Die Erinnerungskultur an den Holocaust befindet sich im Umbruch. Nur noch wenige Überlebende können von ihren Erfahrungen berichten und schon heute ist das kollektive Gedächtnis im hohen Maße medial vermittelt. Im Zuge dieses Wandels nehmen Bilder an gesellschaftlicher Bedeutung weiter zu. Doch obwohl die gedächtnisbildende Macht von Bildern außer Frage steht, ist über ihre soziale Wirkung bislang kaum etwas bekannt. In seiner Studie untersucht Sebastian Schönemann die Formen medialen Erinnerns empirisch: Wie erinnern wir uns an den Holocaust über Bilder und wie prägen sie das soziale Gedächtnis? Anhand vergleichender Fallanalysen werden dabei nicht nur die Wirkungsweisen der Symbolbilder, sondern auch ihr sozialer Sinn aufgezeigt.

Table of content

  • BEGINN
  • Inhalt
  • 1 Einleitung
  • Teil I Forschungsgegenstand und Methode
  • 2 Bildgedächtnis und Holocaust
  • 2.1 Geschichte und Gebrauch der Fotografien
  • 2.2 Form und Formen der Symbolisierung
  • 3 Erinnern im Alltag: Das soziale Gedächtnis
  • 3.1 Gedächtnis und Generation
  • 3.2 Empirische Generationen
  • 3.3 Erhebungsschema: Generationen im Vergleich
  • 4 Methodische Herangehensweise und empirischer Zugang
  • 4.1 Forschungsansatz und -prinzipien
  • 4.2 Datenerhebung
  • 4.3 Auswertung
  • Teil II Empirische Analysen
  • 5 Leerstelle, Latenz und Konfrontation: die Gruppe »Möwe«
  • 5.1 Profil der Gruppe
  • 5.2 Familiäre Tradierungsbrüche: »was ich im Nachhinein […] gehört habe«
  • 5.3 Gedächtnisort Buchenwald: »die meisten Bilder […] hat man da das erste Mal gesehen«
  • 5.4 Der Gedenkstättenbesuch als geschichtskulturelles Schlüsselerlebnis
  • 5.5 Zusammenfassung der Fallstruktur und Typenbildung
  • 6 Die Vergangenheit zwischen Gedächtnis und Geschichte: die Gruppe »Schwalbe«
  • 6.1 Profil der Gruppe
  • 6.2 Rationalisierung des Sehens und seine Krise
  • 6.3 Belastende Bilder: »da habe ich immer Alpträume gehabt«
  • 6.4 Irritation und Interpretation: »Bei diesem Bild hier verstehe ich was nicht.«
  • 6.5 Zusammenfassung der Fallstruktur und Typenbildung
  • 7 Erinnerung und Moral: die Gruppe »Pelikan«
  • 7.1 Profil der Gruppe
  • 7.2 Die Unvorstellbarkeit der Verbrechen: »ist für mich nicht nachvollziehbar«
  • 7.3 Gedankenexperiment: »und du hast keine Vorkenntnisse«
  • 7.4 Täuschung und Moral: »(d)a haben sie uns […] einen mit in die Tasche gelogen«
  • 7.4 Zusammenfassung der Fallstruktur und Typenbildung
  • 8 Exkurs: Das Foto des Torhauses als visueller Trauerort
  • 8.1 Profil der Gruppen
  • 8.2 Kontrastiver Fallvergleich
  • 8.3 Zusammenfassung: Repräsentation der Abwesenheit
  • 9 Geschichte als ästhetische Erfahrung: die Gruppe »Kolibri«
  • 9.1 Profil der Gruppe
  • 9.2 Die Suche nach Affektion: »Das Spannende ist eigentlich«
  • 9.3 Punctum und Ästhetik: »Und die zweite Frau habe ich erst gar nicht gesehen«
  • 9.4 Zusammenfassung der Fallstruktur und Typenbildung
  • 10 Vergleich und Generalisierung der Ergebnisse
  • 10.1 Sinnhorizonte der Vergangenheit
  • 10.2 Leerstellen der Sinnbildung
  • 10.3 Rezeption und Repräsentation
  • 11 Schluss und Ausblick
  • 11.1 Zeitgebundenheit des Deutens und Sehens
  • 11.2 Symbolische Kommunikation
  • Dank
  • Anhang
  • Bildübersichten
  • Abbildungsnachweise
  • Transkriptionszeichen
  • Literatur

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