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Lernen und Geschlecht

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Jürgen Budde(Hg.), Catrin Siedenbiedel(Hg.), Caroline Theurer(Hg.), Lernen und Geschlecht (2014), Verlag Barbara Budrich, 51379 Leverkusen, ISBN: 9783847414315

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Description / Abstract

Das Thema ‚Lernen und Geschlecht‘ ist eine immer wieder aktuelle pädagogische Thematik, für die sich in unterschiedlichen Zeiten und gesellschaftlichen Entwicklungsphasen neue Fragen aufwerfen lassen. Der vorliegende Band beschäftigt sich daher aus unterschiedlichen Perspektiven heraus mit folgenden Fragestellungen:
 
  • Lernen Mädchen und Jungen unterschiedlich in Bezug auf schulische Inhalte und Leistungserwartungen?
  • Lassen sich bestimmte Lernunterschiede auf biologische Aspekte des Geschlechtlichen zu-rückführen oder kommen hier eher Geschlechtsstereotype und Sozialisationsergebnisse zur Wirkung?
  • Brauchen wir eine geschlechtsspezifische Pädagogik? Wenn ja, wie stark müsste diese ausdifferenziert sein und auf welche Bereiche bzw. Schulfächer sollte sie sich beziehen?
  • Sollte die traditionelle Unterscheidung Junge vs. Mädchen weiter fortgeführt werden oder reproduziert eben diese Unterscheidung Geschlechtsstereotype und damit (vermeintliche) Geschlechterdifferenzen?
  • Inwieweit sollten Geschlechtsidentitätsfindungsprozesse – z. B. im Rahmen von hetero-, transsexueller oder homosexueller Identitätsbildung – Einfluss auf das Lernen haben und entsprechend ein Thema im Unterricht sein?
  • Wie sollte die Genderthematik insgesamt im Unterricht zum Gegenstand werden?
  • Wie kann die Kultur einer Schule geschlechtersensibel gestaltet und gelebt werden?
 
Für diese Fragestellungen versuchen die Autorinnen und Autoren den Forschungsstand zu skizzieren, pädagogische Antworten zu geben und auch unterrichtsnahe Modelle zu entwickeln.

Description

Theurer; Caroline, M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Empirische Schul- und Unterrichtsforschung des Instituts für Erziehungswissenschaften der Universität Kassel. Arbeitsschwerpunkte: Persönlichkeits- und Lernentwicklung im Grundschulalter, Kreativitätsentwicklung im Kindes- und Jugendalter, Lehr-/Lernforschung im Kontext vom Elternhaus und Schule, elterliche Geschlechtsstereotype, videobasierte Unterrichtsforschung

Siedenbiedel, Catrin, Dr. phil., OStR, Pädagogische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Oberstufenpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Kassel. Arbeitsschwerpunkte: Gleichstellungsfragen, Internationalisierung, Inklusion in der Schulpädagogik. Unterrichtsfächer: Deutsch, Englisch, Darstellendes Spiel.

Budde, Jürgen, Dr. phil. habil., Professor für die Theorie der Bildung, des Lehren und Lernen an der Universität Flensburg. Arbeitsschwerpunkte: Heterogenität in Bildungsinstitutionen, Praxeologie neuer Lernkulturen

Table of content

  • Cover
  • Lernen und Geschlecht
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1 - Einleitung: Lernen und Geschlecht (Catrin Siedenbiedel/ Caroline Theurer/ Jürgen Budde)
  • Teil I: Zur Einleitung
  • 2 - Geschlecht als lern- und leistungsrelevante Variable? (Catrin Siedenbiedel/ Caroline Theurer)
  • 3 - Männlicher Habitus und Schulkultur – Zur Analyse von vergeschlechtlichten Passungsverhältnissen (Jürgen Budde/ Georg Rißler)
  • 4 - Benötigen wir eine geschlechtsspezifische Pädagogik in den MINT-Fächern? Ein Überblick über die Debatte und den Forschungsstand (Sylvia Jahnke-Klein)
  • Teil II: Theoretische Überlegungen
  • 5 - Genderfragen für die inklusive (Grund-)Schulentwicklung – Anhaltspunkte für intersektionale Verschränkungen (Anke Spies)
  • 6 - Heterogenität als Chance – Revitalisierung der Differenzdebatte in der Schulpädagogik? (Katharina Walgenbach)
  • 7 - Vom Mädchen zur Frau, vom Jungen zum Mann: Geschlechteridentitäten in mediatisierten Alltagswelten – ein Thema für schulisches Lernen? (Sabine Kaiser)
  • 8 - Der hilflose Umgang mit Jungen in Schule und Pädagogik (Ulf Preuss-Lausitz)
  • Teil III: Forschungsberichte
  • 9 - Geschlechtsspezifische Effekte wahrgenommenen Eltern- und Lehrerhandelns auf Unterrichtsinteresse in der Sekundarstufe (Rebecca Lazarides/ Sabine Bünger/ Angela Ittel)
  • 10 - Kognitive und affektive Fähigkeitsselbstkonzepte zu Schulbeginn. Domänenspezifische Differenzierung und Geschlechtsunterschiede (Ilka Wolter/ Bettina Hannover)
  • 11 - Angepasste Mädchen und durchsetzungsstarke Jungen? Soziale Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und ihre geschlechtsspezifische Förderung durch Lehrkräfte (Susanne Jurkowski/ Martin Hänze)
  • 12 - „Es gibt eben schlaue Kinder und es gibt dumme“ – Zur (Ir)relevanz von Geschlecht in computerbasierter schulischer Interaktion (Wiebke Bobeth-Neumann)
  • 13 - Pädagogische Praktiken in mono- und koedukativen Klassenkulturen (Katja Kansteiner/ Andrea Bossen/ Jürgen Budde)
  • 14 - Wie nehmen Schülerinnen und Schüler des doppelten Abiturjahrgangs die eigene Schulzeit wahr? Eine geschlechtsspezifische Analyse der Schülerperspektive auf acht- und neunjährige Bildungsgänge am Gymnasium
  • 15 - Geschlechtsidentität(en) im Mathebuch. Was die Sprache in Bildungsmedien über ihre Gesellschaft verrät (Christine Ott)
  • 16 - Dropout: Der Einfluss institutioneller Bedingungen auf schulbezogene Handlungsweisen männlicher Jugendlicher (Katharina Kanitz/ Jochen Wissinger)
  • Teil IV: Praxisbeiträge
  • 17 - Gender und Sprachenlernen – am Beispiel des Faches Französisch (Vanessa Dietz)
  • 18 - Politisch-ökonomische Bildung und Geschlecht (Klaus Moegling)
  • 19 - Mein*e Schüler*in ist transgender – Umgang mit komplexen Geschlechtsidentitätsfindungsprozessen in der Schule (Catrin Siedenbiedel)
  • 20 - Wie kann das Lernen geschlechtergerechter gestaltet werden? Ein Kooperationsprojekt zwischen Schule und Hochschule (Ulrike Sanders/ Barbara Moschner)
  • Teil V: Zur Diskussion
  • 21 - Von der Persistenz der Zweigeschlechtlichkeit im Bildungssystem. Spannungsfelder – Fragen – Standpunkte. (Claudia Schneider/ Bärbel Traunsteiner)
  • 22 - „Die Geschlechterunterschiede sind gering in Bezug auf Leistungen und Fähigkeiten, dafür größer in Bezug auf Vorlieben, Neigungen und Lernbereitschaften.“ (Harald A. Euler)
  • U4

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