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Wittgenstein und die Philosophie der Mathematik

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Joachim Bromand(Hg.), Wittgenstein und die Philosophie der Mathematik (2018), mentis, Münster, ISBN: 9783957438218

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Description / Abstract

Ludwig Wittgenstein selbst hielt seine Überlegungen zur Mathematik für seinen bedeutendsten Beitrag zur Philosophie. So beabsichtigte er zunächst, dem Thema einen zentralen Teil seiner Philosophischen Untersuchungen zu widmen. Tatsächlich wird kaum irgendwo sonst in Wittgensteins Werk so deutlich, wie radikal die Konsequenzen seines Denkens eigentlich sind. Vermutlich deshalb haben Wittgensteins Bemerkungen zur Mathematik unter all seinen Schriften auch den größten Widerstand provoziert: Seine Bemerkungen zu den Gödel’schen Unvollständigkeitssätzen bezeichnete Gödel selbst als Nonsens, und Alan Turing warf Wittgenstein vor, dass aufgrund seiner scheinbar toleranten Haltung gegenüber Widersprüchen Brücken einstürzen könnten, die Mithilfe mathematischer Berechnungen in Wittgensteins Sinne errichtet würden. Die Beiträge des Bandes erklären zentrale Überlegungen Wittgensteins zur Mathematik, räumen weit verbreitete Missverständnisse aus und analysieren kritisch Wittgensteins Bedeutung für die traditionelle Philosophie der Mathematik. Ebenfalls wird die Frage verfolgt, inwieweit Wittgensteins Bemerkungen zur Philosophie der Mathematik über seine Philosophischen Untersuchungen hinausführen.

Description

Joachim Bromand

geb. 1969, Studium der Philosophie, der Linguistik und der Germanistischen Literaturwissenschaft sowie der Mathematik an der Universität Düsseldorf. Dort 2000 Promotion im Fach Philosophie, 2000-2006 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Universität Bonn, seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter eben dort. 2008 Habilitation im Fach Philosophie. 2008/2009 Vertretungen des Lehrstuhls für Logik und Metaphysik am Institut für Philosophie der Universität Bonn.
Forschungsschwerpunkte: Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes, Religionsphilosophie, Philosophie der Logik und Mathematik


Bastian Reichardt

geb. 1985, studierte Philosophie und Germanistik in Bonn und ist derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Bonn und am Institut für Ethik in den Neurowissenschaften des Forschungszentrums Jülich.
Forschungsschwerpunkte: Ethik, Metaethik, Sprachphilosophie und die Philosophie der Mathematik

Table of content

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Joachim Bromand: Einleitung. Wittgenstein und die Philosophie der Mathematik
  • 1. Einführung
  • 2. Grundzüge von Wittgensteins Philosophie der Mathematik
  • 3. Zu den Beiträgen dieses Bandes
  • Bibliographie
  • Teil I. Zur Einordnung Wittgensteins in der Philosophie der Mathematik
  • Hilary Putnam: Über Wittgensteins Philosophie der Mathematik (I)
  • James Conant: Über Wittgensteins Philosophie der Mathematik (II)
  • Severin Schroeder: Konventionalismus und Empirismus in Wittgensteins Philosophie der Mathematik
  • Teil II. Cantor, Gödel, Turing
  • Juliet Floyd: Wittgensteins Diagonalargument. Eine Variation von Cantor und Turing
  • Esther Ramharter: In der Luft verankert?. Wittgenstein und Cantor zur Kardinalzahlarithmetik
  • Graham Priest: Wittgensteins Bemerkungen zu Gödels Theorem
  • Teil III. (Inkonsistente) Begriffsbildungen in Wittgensteins Philosophie der Mathematik
  • Hans-Johann Glock & Kai Michael Büttner: Mathematik und Begriffsbildung
  • Joachim Bromand: Wittgenstein über Paradoxien und Widersprüche
  • Über die Autoren
  • Verzeichnis von Wittgensteins Schriften, Vorlesungen und ihren Siglen
  • Quellennachweise

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