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Gertrude Stein: Nervosität und das Theater

Die Geschichte ihrer therapeutischen Theaterästhetik

Torsten Jost

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Torsten Jost, Gertrude Stein: Nervosität und das Theater (2018), Wilhelm Fink Verlag, 33098 Paderborn, ISBN: 9783846763575

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Description / Abstract

Gertrude Stein (1874–1946) entwickelte eine einzigartige Theatertheorie. Diese verbindet Kritik an Zwangsstrukturen bürgerlicher Subjektivierung in den USA mit ganz eigenen ästhetischen Modellen und therapeutischen Empfehlungen.

Steins therapeutische Wirkungsästhetik des Theaters entfaltet sich nicht in Manifesten und Traktaten, sondern in ihren frühen Romanen und autobiographischen Schriften. Daher blieb sie von der internationalen Forschung bislang unbeachtet. Torsten Josts Studie schließt diese Lücke: Stein wird als eine von William James' Psychologie inspirierte Kunst- und Theatertheoretikerin lesbar gemacht, deren Ideen sich deutlich von Theaterästhetiken der europäischen Avantgardebewegungen unterscheiden. Damit wird sie "endlich zu jener gewichtigen Stimme, die ihr im Grunde von jeher gebührt hätte." (Matthias Warstat)

Table of content

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Siglenverzeichnis
  • Abbildungen
  • 1 Einleitung: Gertrude Steins Straßenszene
  • 1.1 Die Forschung über Steins Theaterästhetik und ihre Quellen
  • 1.2 Neue Grundlagen, Methoden und Perspektiven
  • 1.3 Überblick
  • 2 Theatralität und Heilung I: Verhandlungen von 1850 bis 1900
  • 2.1 Die Entstehung der ‚Culture of Personality‘
  • 2.2 Thomas Eakins’ The Gross Clinic (1875)
  • 2.3 Entstehungsbedingungen der Neurasthenie und eines ‚therapeutischen Ethos‘
  • 3 Theatralität und Heilung II: The Making of Americans. Being a History of a Family’s Progress
  • 3.1 Kritik an spezifischen Praktiken bürgerlicher Theatralität
  • 3.2 Die allmähliche Überwindung der Dominanz des „looking“ und „showing“
  • 3.3 Allmähliche Transformations- und Heilungsprozesse
  • 3.4 Ergebnisse
  • 4 Theatralität und Heilung III: Steins Wirkungsästhetik des Kunsttheaters
  • 4.1 Einleitender Exkurs: Psychologie der ‚habits of attention‘
  • 4.2 Nervosität in Q.E.D.
  • 4.3 „Plays“: Steins lecture über die Wirkungen von Theater
  • 4.4 Grundmotive von Steins Wirkungsästhetik des heilsamen ‚landscape theatre‘
  • 4.5 Nachspiel: ‚Lecturing‘ in Everybody’s Autobiography
  • 5 ‚Looking‘ at books: Über die Suche nach den play-Texten
  • 5.1 Einleitender Exkurs: Die Politik der Literatur – Jacques Rancière
  • 5.2 Die Suche der Wissenschaft nach den play-Texten
  • 5.3 Gattungszugehörigkeiten als trompe-l’oeil-Effekte
  • 5.4 Das Ende des ‚Theatertexts‘ als Durchbruch der Demokratie
  • 5.5 Lesen als disziplinierende Form verkörperter Erfahrung
  • 6 Das Ende aufschieben: Stories über Picassos Gertrude Stein
  • Literatur- und Quellenverzeichnis
  • Personenregister
  • Dank

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