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Sexueller Exzeptionalismus

Überlegenheitsnarrative in Migrationsabwehr und Rechtspopulismus

Gabriele Dietze

Cite this publication as

Gabriele Dietze, Sexueller Exzeptionalismus (2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839447086

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Description / Abstract

Ein zentrales Motiv der Abwehr von Migration insbesondere aus islamisch geprägten Ländern ist die Annahme einer generellen sexuellen Rückständigkeit und Gefährlichkeit von Migrant_innen. Dem setzt der dominante Diskurs eine überlegene okzidentale sexuelle Moderne entgegen - einen »sexuellen Exzeptionalismus«. Gabriele Dietze dekonstruiert diese sexualpolitisch fokussierte Charakterisierung von Migration als Strategie, die eine emotionalisierte 'Politik der Angst' nutzt, um einen ethno-nationalistischen Diskurs voranzutreiben. Sie stellt damit ein neues Begriffsrepertoire zur Verfügung, das in die männlich dominierte Rechtspopulismusforschung interveniert.

Description

Gabriele Dietze (PD Dr.) lehrt und forscht in kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive u.a. zu Rassismus, Sexismus, Migration und Rechtpopulismus. Sie ist Mitglied im Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin und war u.a. Harris-Professor of Gender Studies am Dartmouth College (Hanover, NH) und Visiting Fellow am DuBois-Institute an der Harvard University (Cambridge, MA).

Review

Besprochen in:
www.frauensolidaritaet.org, 1 (2020)
www.centrum3.at, 1 (2020)
jungle world, 5 (2020)

Table of content

  • Cover
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Vorspiel
  • Zu den Kapiteln
  • Kapitel 1: Was ist ›Sexueller Exzeptionalismus‹
  • 1.1 Die nackte Überlegenheit
  • 1.2 Europa ein ›Paradies für Frauen‹
  • 1.3 Homophobie und sexualisierte Gewalt als ethnokulturelle Phänomene
  • 1.4 Koloniale Genealogien
  • 1.5 Möglichkeitsbedingungen und Verknüpfungsverhältnisse
  • Kapitel 2: ›Köln‹ und kein Ende Bilderpolitiken und der Mythos vom arabischen Mann
  • 2.1 Das ›Ereignis Köln‹ – Ein Kollektivsymbol
  • 2.2 Fluchtbild und Übergriffsbild
  • 2.3 Der kleine Aylan
  • 2.4 Rapefugees not Welcome
  • 2.5 »Wer ist der arabische Mann«
  • 2.6 Die Schwarze Schmach
  • 2.7 Die deutsche Freiheit am Hindukusch
  • Kapitel 3: Weiße, liberale, alte, zornige, junge Männer – in der Krise
  • 3.1 Krisenerzählungen weißer Maskulinität
  • 3.2 Postheroische Männlichkeit
  • 3.3 Heroische Maskulinitätskrise im rechten Spektrum
  • 3.4 Queere Konstellationen – neoreaktionärer Homonationalismus
  • 3.5 Houellebecq – Soziobiologischer sexueller  Exzeptionalismus
  • 3.6 Der Pussy-Präsident
  • Exkurs: #MeToo und der Schweigekomplott
  • Kapitel 4: Toxischer Feminismus und neurechte, identitäre und rechtspopulistische Weiblichkeiten
  • 4.1 Feminismus. Eine gespaltene Geschichte
  • 4.2 Alice Schwarzer zwischen Frauenrecht und Fremdenliebe
  • 4.3 Das Konzept ›Femonationalismus‹
  • Exkurs: Urbane Spannungslinien ein Lehrbeispiel von ›liberalem‹ Homonationalismus
  • 4.4 Französische Enthüllungen
  • 4.5 Rechte Frauenpolitiken
  • Exkurs: Der Krieg der Sängerinnen
  • Exkurs: Post-Ironie
  • 4.6 Alice Weidel und andere mächtige Frontfrauen im Rechtspopulismus
  • Kapitel 5: Geschlecht und Macht
  • 5.1 Demographic Fever Dreams
  • 5.2 Schmerzen hegemonialer Männlichkeit
  • 5.3 Frauen – Der Zauber sekundärer Ermächtigung
  • 5.4 Coda und Ausblick
  • Anmerkungen
  • Danksagung
  • Eigene Quellen
  • Literatur
  • Abbildungsverzeichnis

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