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Das Schriftsteller-Notizbuch als Denkmedium in der russischen und deutschen Literatur

Svetlana Efimova

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Svetlana Efimova, Das Schriftsteller-Notizbuch als Denkmedium in der russischen und deutschen Literatur (2018), Wilhelm Fink Verlag, 33098 Paderborn, ISBN: 9783846763049

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Description

Seit der Antike sind Notizbücher zum paradigmatischen Schriftraum geworden, wo sich die menschlichen Denkprozesse frei abspielen. Für viele Schriftsteller waren sie eine unablässige Begleitung, Voraussetzung oder auch Form des literarischen Schreibens. Trotzdem blieb eine Erschließung des Schriftsteller-Notizbuchs bisher ein Desiderat. Svetlana Efimova untersucht das Schriftsteller-Notizbuch als portables Medium und Denkform, als Textart und Autormodell. Im Zentrum stehen vier prominente Notizbuchschreiber: Lev Tolstoj, Thomas Mann, Vladimir Majakovskij und Bertolt Brecht. Die herangezogenen Kontexte reichen aber weit darüber hinaus. Diese Studie geht von der primären Materialität des Aufzeichnungsformats aus und nähert sich Schritt für Schritt den kognitiven Prozessen, Subjektbildern, Protoformen literarischer Techniken und Verschiebungen in Gattungssystemen.

Table of content

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Danksagung
  • Vorbemerkung zur Zitierweise
  • EINLEITUNG. Denkprozess, Gedächtnis und Entwurf: das Schriftsteller-Notizbuch als Forschungsobjekt
  • 1. Zwischen Dokument und Literatur: Bemerkungen zur Notizbuch-Geschichte
  • 1.1 Das Notizbuchschreiben als kulturelle Praxis
  • 1.2 Das Notizbuch auf dem Weg zur literarischen Gattung
  • 2. Das Schriftsteller-Notizbuch in komparatistischer Sicht: Lev Tolstoj und Thomas Mann, Vladimir Majakovskij und Bertolt Brecht
  • 3. Die Macht des Notizbuchs: das portable Aufzeichnungsmedium als Kern einer Schreibszene
  • 4. Visuelles Denken im Notizbuch: zwischen Operativität und Ästhetik
  • 5. Notizbuchschreiben und Konzeptualisierung des Denkens bei Lev Tolstoj und Bertolt Brecht
  • 6. Denkprozess im Notizbuch und literarische Technik des Bewusstseinsstroms
  • 7. Denkgeschwindigkeit und innere Rede: Schnellschrift in den Notizen
  • 8. Epistemisches Schreiben und literarische „Gedanken“: Denknotizen als Protoform des Aphorismus
  • 8.1 Zur „Genealogie“ des Aphorismus im Notizbuch
  • 8.2 “Außerhalb jeder Form schreiben“: Lev Tolstojs Notizbücher und Anthologien als hypomnȇmata
  • 8.3 Kleine Form und Denkübung: Me-ti, Buch der Wendungen
  • 9. Der wissenschaftliche Schreibgestus im Notizbuchdenken von Lev Tolstoj und Bertolt Brecht
  • 10. Narratives Denken: Handlungsentwurf zwischen Fakt und Fiktion
  • 11. Werkgenetische Dimension der epistemischen Praktiken im Notizbuch
  • 11.1 „Der Dämon zwingt dich zu beobachten“: Notizbuch und Wahrnehmungsprozesse
  • 11.2 „Typisch bedeutsam“: Mustererkennung und Abstraktion
  • 11.3 „Ich sammle, notiere und studiere“: Sammeln und Recherchieren
  • 12. Das Notizbuch als Instrument einer auktorialen Selbsttechnik und Selbstpräsentation
  • 12.1 Das auktoriale Lebensbauen bei Vladimir Majakovskij: das Notizbuch als literarisches Faktum
  • 12.2 Fabrik, Hamsterschatz, Vorratskammer: Notizbuch und auktoriale Selbstpräsentation
  • 12.3 Thomas Manns Exzerpte als Sammlung der auktorialen Vorbilder
  • 13. Einfall und Konzept: Zur Mehrdimensionalität der literarischen Textgenese
  • 14. Vernetzung innerhalb des OEuvres: Denkraum und Hypertextualität
  • 15. Die Geburt des Autors: Roland Barthes und Facetten des Ichs im Notizbuch
  • SCHLUSS: Das Notizbuch als Zwischenraum: Denkprozess und literarisches Schreiben
  • Bibliographie

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