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Transstaatliche Räume

Politik, Wirtschaft und Kultur in und zwischen Deutschland und der Türkei

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Thomas Faist(Hg.), Transstaatliche Räume (2000), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839400548

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Transstaatliche Räume sind verdichtete und relativ stabile ökonomische, politische, soziale und kulturelle Beziehungen zwischen Personen, Netzwerken und Organisationen, die Grenzen von Nationalstaaten überschreiten.
Am Beispiel der Verflechtungen zwischen Deutschland und der Türkei beantworten die Beiträge folgende Fragen: Welche Formen grenzüberschreitender Tätigkeiten können wir bei Unternehmern, sozialen Bewegungen, Familien, religiösen Gemeinschaften und politischen Organisationen beobachten? Welche Konsequenzen haben dichte transstaatliche Netze für die Integration von ImmigrantInnen in Deutschland und in der Türkei, für die Zivilgesellschaften und die beteiligten Staaten?

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Thomas Faist (PhD, The Graduate Faculty, New School for Social Research) ist Professor für die Soziologie der Transnationalität, Entwicklung und Migration an der Universität Bielefeld. Davor baute er den Studiengang Politikmanagement an der Hochschule Bremen auf und arbeitete in verschiedenen Forschungszusammenhängen am Zentrum für Sozialpolitik und dem Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen. Thomas Faist nahm zahlreiche Gastprofessuren im Ausland wahr, u.a. an der University of Toronto in Kanada und der Universität Malmö in Schweden. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen grenzübergreifende Migration & Mobilität, Bürgerschaft, Sozialpolitik und Entwicklungssoziologie.

Review

»Faist und die Autoren des Bandes bieten [...] im Vergleich zu den jüngsten Diskussionen über Assimilation und das Scheitern von 'Multikulti' einen undramatischen Rahmen für überraschend dynamische Entwicklungen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2001

» Das Konzept 'transstaatlicher Räume' macht es offenbar möglich, die Praxis hinter der Rhetorik zu untersuchen. Und die lässt weniger 'verlockenden Fundamentalismus' und andere Entsetzlichkeiten erkennen, als viele immer noch meinen.«
Mark Terkessidis, taz, 06.03.2001

»Das Buch dient in zweifacher Hinsicht als positives Beispiel. Zum einen illustriert es ein in der Migrationsforschung aktuelles Konzept und dessen praktische Umsetzung in traditionell verschieden gedachten Forschungsbereichen. Zum anderen demonstriert es vorbildlich, wie aus einem Projekt unter Einschluß Studierender eine wissenschaftliche Veröffentlichung entstehen kann.
Nicht zuletzt ist das Buch aufgrund der Fülle der Informationen über die Türkei und Türken in Deutschland auch für all jene empfehlenswert, die sich für deutsch-türkische Beziehungen interessieren.«
Rosa Maria Jiménez Laux, Peripherie (2001)

Besprochen in:
Neue Zürcher Zeitung, 09.03.2001, Günter Seufert
Journal für Konflikt- und Gewaltforschung, 1 (2001), Jörg Hüttermann

License

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open access statement

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Table of content

  • Cover Transstaatliche Räume
  • Inhalt
  • Danksagung
  • Kapitel 1. Grenzen überschreiten. Das Konzept Transstaatliche Räume und seine Anwendungen
  • Kapitel 2. Türkische Muslime, islamische Organisationen und religiöse Institutionen als soziale Träger des transstaatlichen Raumes Deutschland–Türkei
  • Kapitel 3. Transstaatliche Wirtschaftsräume zwischen Deutschland und der Türkei
  • Kapitel 4. Unterhaltung, Absatzmärkte und die Vermittlung von Heimat. Die Rolle der Massenmedien in deutsch-türkischen Räumen
  • Kapitel 5. Von einer ›Inneren Angelegenheit‹, die auszog, Europa das Fürchten zu lehren. Transstaatliche politische Mobilisierung und das ›Kurdenproblem‹
  • Kapitel 6. Rußland in Bremen. Transstaatliche Räume und Binnenintegration am Beispiel von Rußlanddeutschen und russischen Juden
  • Kapitel 7. Der doppelte Doppelpaß. Transstaatlichkeit, Multikulturalismus und doppelte Staatsbürgerschaft
  • Kapitel 8. ›Räuber und Gendarm‹. Die Türkei und das transstaatliche Netzwerk zum Schutz von Menschenrechten
  • Kapitel 9. Jenseits von Nation und Postnation. Eine neue Perspektive für die Integrationsforschung
  • Literatur
  • Die Autorinnen und Autoren

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