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Ambivalenzen der Sichtbarkeit

Über die visuellen Strukturen der Anerkennung

Johanna Schaffer

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Johanna Schaffer, Ambivalenzen der Sichtbarkeit (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839409930

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Description / Abstract

Mit dem Topos »Sichtbarkeit« greift dieses Buch eine Denkfigur auf, die in den politischen Debatten um die Anerkennung marginalisierter Gruppen eine zentrale Rolle spielt. Wie aber können minorisierte Positionen visuell dargestellt werden, ohne in der Form ihrer Darstellung Minorisierung zu wiederholen? An dieser Schnittstelle zwischen ästhetischen, antirassistischen und queer-feministischen Fragestellungen setzt das Buch mit Mitteln der Visual-Culture-Forschung an. Dabei arbeitet es heraus, dass und wie sich Hegemonie grundlegend über ästhetische Formen herstellt. Die Frage der Sichtbarkeit wird somit in das Feld der visuellen Ästhetik und der Bilder rückübersetzt, um deren politische Bedeutung zu unterstreichen. Zudem werden analytische Begriffe und Figuren als Instrumentarien gegen Minorisierungen im visuellen Feld bereitgestellt.

Description

Johanna Schaffer (Dr. phil.) ist Kunsthistorikerin und Kulturwissenschafterin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie lehrt, forscht und übersetzt im Feld visueller und materieller ästhetischer Praktiken.

Review

»Johanna Schaffers Buch ist eine anspruchsvolle, mehr als lohnende Lektüre, die zu einer reflexiven Praxis des Darstellens auffordert.«
Sushila Mesquita, Stimme von und für Minderheiten, 71 (2009)

»Theoriesatte und kunstbeispielgefüllte Studie.«
Jens Kastner, www.linksnet.de, 21.03.2012

»Insgesamt ein lesenswertes Buch, das nicht nur theoretisch fundiert ist und interessante Bildlektüren liefert, sondern auch ein (bild-)analytisches Instrumentarium an die Hand gibt.«
Tanja Maier, querelles-net, 11/1 (2010)

»Die Kunsthistorikerin Johanna Schaffer hat [...] eine in theoretischer und methodischer Hinsicht äußerst präzise gearbeitete Studie verfasst [...].«
Edith Futscher, sehepunkte, 9/6 (2009)

»Ein Werk, das nicht nur inhaltlich zu empfehlen ist, sondern auch formal und strukturell vorbildhaft für viele wissenschaftliche Abschlussarbeiten sein kann.«
Sabine Prokop, WeiberDiwan, 1 (2009)

Besprochen in:

die Kupfzeitung, 129/3 (2009), Kristina Pia Hofer

Table of content

  • Cover Ambivalenzen der Sichtbarkeit
  • Einleitung. Das Untersuchungsfeld abstecken: Ambivalenzen der Sichtbarkeit
  • Der Topos Sichtbarkeit
  • Sichtbarkeit: Politische, epistemologische und ästhetische Fragen
  • Welche Sichtbarkeit?
  • Positive Bilder? Analyse der Repräsentationsbedingungen?
  • Anerkennung
  • Über die Bildauswahl
  • Der Aufbau des Buches
  • Übersetzungsanmerkung
  • Kapitel 1. Visuelle Kultur als Forschungsfeld: Eine trans/disziplinäre Verortung und ein knapper Forschungsstand
  • Warum Sehen und Visualität?
  • Visuelle Kultur als Forschungsfeld
  • Nicht nur eine neue Bildwissenschaft
  • Zwischen Redisziplinierung und Zwangstransdisziplinarität – die October-Debatte
  • Noch einmal Inter- und Transdisziplinarität
  • Hegemonie des Visuellen? Gegen Bildpaniken als Legitimationsinstrumente
  • Zusammenfassung
  • Kapitel 2. Sichtbarkeit = politische Macht?
  • Einwände gegen erhöhte Sichtbarkeits-Euphoriken: Kontrolle und Affirmation
  • Unsichtbarkeit = politische Macht oder Überlebensgarant
  • Extreme Sichtbarkeit als visuelle Überdeterminiertheit
  • Modulationsverhältnisse: Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit mit Wendy Brown
  • Zwischenresumée: Für eine reflexive Praxis des Sehens
  • Visuelle Anerkennung im Konditional 1: Stereotypisieren
  • Zum Begriff und Konzept des Stereotyps
  • Das Migrant_innendrama und die deutschsprachige Souveränität: über Yasemin, Aprilkinder, Yara
  • Das Stereotyp als Raster intertextueller Differenzproduktion
  • Projektion, Reflexion, Verschiebung: was tun (mit) Stereotypisierungen?
  • Zusammenfassung
  • Kapitel 3. Repräsentationskritik als Arbeit an den Bezeichnungspraxen
  • Repräsentation, semiotisch-diskurskritisch
  • Repräsentation als Realitätskonstruktion
  • Die drei Bedeutungsfelder der Repräsentation
  • Politik
  • Epistemologie
  • Ästhetik mit John Tagg, Jean-Louis Comolli und Jacques Aumont
  • Asymmetrien der Repräsentation: Repräsentationslasten umverteilen?
  • Zwischenresumée
  • Visuelle Anerkennung im Konditional 2: Plakatieren
  • Die Kampagnen Einbürgerung und Deutsche gegen rechte Gewalt
  • Einen politischen Topos in das Feld der Visualität rückübersetzen
  • Die Produktion der absoluten Andersartigkeit als sichtbare Wahrheit
  • Regulative Sichtbarkeit, diskursive Auslöschung
  • Eingeschränkte Handlungsfähigkeit im nationalen Bildrahmen
  • Zusammenfassung und Ausblick
  • Kapitel 4. Das visuelle Vokabular der Anerkennung reformulieren
  • Hegemonialisierung im Feld der Sichtbarkeit
  • Kaja Silverman: Feld der Sichtbarkeit, Blick, Blicken
  • Das Vorgesehene
  • Zum Verhältnis minorisierter und dominanter Systeme der Sichtbarkeit
  • Zur formalen Verfasstheit hegemonialer und oppositioneller Aussagen
  • Die visuellen Strukturen der Anerkennung reformulieren: Porträtieren
  • Kampf um das simple Recht auf eine affirmative Existenz
  • Zwei Taktiken in und gegen ideologische Dominanz
  • Taktik 1: Besetzen Catherine Opies Mike and Sky
  • Taktik 2: Auffalten Del LaGrace Volcanos Tranz Portraits
  • Zusammenfassung: Anerkennende Sichtbarkeit
  • Kapitel 5. Anerkennung als Praxis des Blickens im Feld der Sichtbarkeit
  • Subjekt, Subjektposition, Subjektivität
  • Kaja Silvermans Konzeption visueller Subjektivität
  • Produktives Blicken
  • Distanzierte Identifikation und aktive Idealisierung
  • Anerkennung mit Judith Butler
  • Übersetzen als Öffnen von Bedeutungen
  • Zusammenfassung
  • Resumée
  • Literaturverzeichnis
  • Bildnachweis
  • Index

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