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Investorenmodelle in der Sozialwirtschaft - Die Risiken überwiegen!

Paul J Büren

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Paul J Büren, Investorenmodelle in der Sozialwirtschaft - Die Risiken überwiegen! (18.06.2019), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0342-2275, 2008 #2, p.127

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In den letzten Jahren gewinnt die Kooperation von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege mit Finanzinvestoren stetig an Bedeutung. Diese Veränderung erwächst einerseits aus dem stetig wachsenden Kapitalbedarf der Anbieter von Sozialen Dienstleistungen und andererseits aus der Tatsache, dass viele Geldanleger - nach dem Rückgang der Rendite im Markt der Gewerbeimmobilien - auf der Suche nach neuen und stabilen Märkten sind, in denen Immobilieninvestitionen platziert werden können. Begleitend zu dieser Entwicklung verhalten sich auch die öffentlichen Stellen offener und flexibler gegenüber den "Investorenmodellen" und haben ihren Vorteil dieser Finanzierungsart erkannt. -- Diese Rahmenbedingungen erzeugen ein erhöhtes Interesse von Investoren am Markt der Sozialimmobilien und die Angebote der Kooperationsmöglichkeiten sind vielfältig. Gleichzeitig stehen viele Träger von Sozialen Dienstleistungen vor der Aufgabe der Sanierung der vorhandenen, häufig auch in die Jahre gekommenen Immobilienbestände oder sind mit der Notwendigkeit von (Ersatz-)Neubauten konfrontiert. -- Bei der Suche nach einer geeigneten Finanzierungsform für diese Vorhaben stellen sich die Investoren als gute Alternative zur klassischen, öffentlich geförderten und reglementierten Immobilienfinanzierung dar. Die durch den Basel II-Prozess erschwerten Bedingungen der Bankenkreditierung von Investitionen auch für gemeinnützige Träger lässt zudem die Kooperation mit einem anderen "Geldgeber" attraktiv erscheinen und die Zeit bis zur Realisierung des Bauvorhabens zudem verkürzen. -- Diese Mischung von verschiedenen Interessenslagen macht es notwendig, sich vor der Entscheidung, welcher Weg der Investitionsfinanzierung der Vorteilhafteste aus Betreibersicht sein wird, intensiv mit den langfristigen Vor- und Nachteilen der Finanzierungsarten auseinander zu setzen. Im Folgenden soll zunächst kurz der klassische Finanzierungsweg für eine Sozialimmobilie zusammenfassend dargestellt werden. Im Anschluss werden die Kooperationsmodelle mit Investoren aufgezeigt, um dann eine Bewertung der Vor- und Nachteile aus Sicht des (gemeinnützigen) Betreibers versuchen zu können. Anmerkung: Die Variante der Ausgliederung der Immobilie oder der Betreiberschaft an eine Gesellschaft, die dem Betreiber selbst gehört - also die klassische Entflechtung durch die Bildung einer Kapitalgesellschaft des gleichen Betreibers - ist hier nicht Gegenstand der Betrachtung.

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