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Mitteleuropäische Klöster der Barockzeit

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Markwart Herzog(Hg.), Huberta Weigl(Hg.), Mitteleuropäische Klöster der Barockzeit (2011), UVK Verlagsgesellschaft, 78462 Konstanz, ISBN: 9783864961830

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Description / Abstract

Der vorliegende Band beleuchtet die Frage, wie mitteleuropäische Männerklöster der alten Orden im 17. und 18. Jahrhundert ihre Vergangenheit durch Geschichtsschreibung und bildende Kunst vergegenwärtigten.

Das von jeher tiefe Traditions- und Geschichtsbewusstsein der Orden erwachte nach Reformation und 30-jährigem Krieg neu und blieb bis in das späte 18. Jahrhundert lebendig. Fast alle Klöster sichteten ihre Archiv- und Bibliotheksbestände, um ihre eigene Geschichte oder die des Ordens zu erforschen. Auch in den bildenden Künsten gab es eine reflektierte Rückschau.

Der interdisziplinär angelegte Band vereint kunsthistorische und historische Beiträge von Verfassern aus fünf Ländern zu überregional bedeutenden Klöstern.

Description

Markwart Herzog ist Direktor der Schwabenakademie Irsee.

Huberta Weigl lebt und arbeitet als Kunsthistorikerin in Wien.

Review

Der besprochene Band stellt einen gelungenen und innovativen Forschungsansatz dar und wird hoffentlich zu zahlreichen weiterführenden (Kloster-)Studien anregen. (MIÖG 1/2012)

Table of content

  • BEGINN
  • Markwart Herzog, Huberta Weigl (Hg.): Mitteleuropäische Klöster der Barockzeit. Vergegenwärtigung monastischer Vergangenheit in Wort und Bild (IRSEER SCHRIFTEN. Studien zur Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, N.F. Bd. 5, herausgegeben von
  • Inhalt
  • Vorwort (Markwart Herzog / Huberta Weigl)
  • 1. Historiographie und bildende Kunst
  • 2. Kloster Irsee als Exempel
  • 3. Monastische „corporate identity“
  • 4. Rückbesinnung auf Ursprünge und Quellen
  • Monastische Kunst und Geschichtsschreibung im 17. und 18. Jahrhundert. Zur Gegenwart der Vergangenheit (Huberta Weigl)
  • 1. Wozu Geschichtsschreibung?
  • 2. Die Entwicklung neuer Methoden und ihre Anwendung
  • 3. Wege der Informationsbeschaffung
  • 4. Kunst
  • 5. Geschichtsschreibung und Kunst
  • 6. Zusammenfassung und Ausblick
  • Stifter & Gründer
  • Die Geschichte enthüllt die Wahrheit: Das Gründungsfresko in der Augustiner-Chorherrenstiftskirche Baumburg (Anna Elisabeth Bauer)
  • 1. Meichelbeck und Mabillon
  • 2. Frühe Gründungsbilder: Tegernsee, Gars und Fürstenfeld
  • 3. Die Augustiner-Chorherrenstiftskirche Baumburg und die 600-Jahrfeier des Klosters
  • 4. Das Bibliotheksfresko im Augustiner-Chorherrenstift Polling: Die moderne Geschichtswisssenschaft enthüllt die Wahrheit
  • Klostergeschichte auf Ofenkacheln Bemalte Kachelöfen aus Steckborn (Margrit Früh)
  • 1. Die Legende des Ordensgründers in St. Katharinental (1718)
  • 2. Legenden und Bilder von Ordensangehörigen in Salem (1733)
  • 3. Gündungslegende und Personen in Beromünster (1735)
  • 4. Legende der Klosterheiligen in Fischingen (um 1735)
  • 5. Klostergründung und -entwicklung in St. Urban (1732)
  • 6. Heilige in St. Katharinental (1719)
  • 7. Ordensangehörige in St.Gallen (um 1730)
  • 8. Ordensheilige in Ittingen (um 1761)
  • 9. Klosterangehörige auf de rReichenau (wohl 1746/47)
  • 10. Zusammenfassung
  • Gründungslegenden und Stiftspropaganda. Das Göttweiger „Altmanni-Thesenblatt“ von 1691 (Michael Grünwald)
  • 1. Entstehungsgeschichte
  • 2. Ikonographisches Programm
  • 3. Altmann und seine Klostergründung Göttweig
  • 4. Ansehen und Geltung
  • 5. Zusammenfassung und Ausblick
  • „Fundant et ornant“. Orte und Formen der bildlichen Präsentation von Stiftern in barocken Klöstern Süddeutschlands (Franz Matsche)
  • 1. Das Benediktinerkloster St. Mang in Füssen
  • 2. Das Benediktinerstift Ottobeuren
  • 3. Das Zisterzienserkloster Ebrach
  • 4. Das Benediktinerkloster St. Peter im Schwarzwald
  • 5. Die Gegenwart der Stifter im Barock
  • „Debeat in antiquis recurri ad famam“. Augustin Erath und die vermeintliche Gründungsurkunde von St. Andrä an der Traisen (Thomas Stockinger)
  • 1. Die Lebensstationen Augustin Eraths bis 1698
  • 2. Propst von St. Andrä (1698–1719)
  • 3. Die „Annales S. Andreae“
  • 4. Der angebliche Stiftbrief
  • 5. Historisch-quellenkritisches Vorgehen
  • 6. Scholastisch-logische und juristische Argumente
  • 7. Conclusio
  • Legende und Geschichte im Bild. Die Freskenausstattung im Konventgebäude des westböhmischen Zisterzienserklosters Plass (Štěpán Vácha / Martin Mádl)
  • 1. Baugeschichte und architektonischer Kontext der Wandgemälde
  • 2. Die Fresken im Konventgebäude
  • 3. Zusammenfassung
  • Geschichte & Identität
  • Vergessene Texte – vergessene Bilder. Schriftstellerlexikon und Porträtgalerie des Pollinger Propstes Franz Töpsl (Wolfgang Jahn)
  • 1. Vergleichbare Forschungsunternehmen
  • 2. Am Anfang stand das Schriftstellerlexikon
  • 3. Die Chorherrengalerie
  • 4. Eine erste Wunschliste nach Frankreich
  • 5. Die ersten Bilder
  • 6. Der weitere Fortgang des Projektes
  • Kunst und Geschichtsschreibung. St. Emmeram zu Regensburg im Barockzeitalter (Alois Schmid)
  • 1. Die Bau- und Ausstattungsmaßnahmen
  • 2. Die wissenschaftlichen Grundlagen
  • 3. Die Hochgräber
  • Universalistische und persönliche „Aneignung“ der Historie. Die Langhausfresken der Stiftskirche von Melk und die Visualisierung benediktinischer Tradition (Werner Telesko)
  • 1. Das Programm der Langhausfresken
  • 2. Die Programmatik der Fresken und die Rolle Abt Dietmayrs
  • 3. Die Melker Historiographie im frühen 18. Jahrhundert
  • 4. Die Bedeutung der Benediktsregel im 18. Jahrhundert
  • Jerusalem oder Prag? Traditionsstiftung bei den Kreuzherren mit dem roten Stern (Arkadiusz Wojtyła)
  • 1. Die Anfänge des Ordens der Kreuzherren mit dem roten Stern
  • 2. Jerusalem oder Prag? Die Suche nach den Wurzeln
  • 3. Bildpropaganda
  • Bewahren & Erinnern
  • Heiltum – Historie – Herrscherlob. Zur 900-Jahr-Feier des Benediktinerstiftes Kremsmünster (Sibylle Appuhn-Radtke)
  • 1. Quellen
  • 2. Der Ablauf des Festes
  • 3. Historische und kunsthistorische Aspekte der Feier
  • 4. Resümee
  • Legitimation aus der Geschichte. Die Ausstattungsprogramme der Zisterzienserabtei Salem im 17. und 18. Jahrhundert (Ulrich Knapp)
  • 1. nullius diocesis: Exemtion der Zisterzienserabtei
  • 2. Der Klosterneubau 1697–1708
  • 3. Raum und Bildprogramm der Repräsentationsräume
  • 4. Das Schicksal des Bildprogramms der Prälatur und des Kaisersaals im 18. Jahrhundert
  • 5. Die Gründungsgeschichte des Klosters als Thema der Münsterausstattung
  • 6. Schluss
  • Inszenierte Vergangenheit. Mittelalterliche Bildwerke im Kontext barocker Klöster (Tobias Kunz)
  • 1. Das schwarze Kreuz in der Stiftskirche St. Peter in Mainz
  • 2. Das Wilhelmitenkloster Oberried im Schwarzwald
  • 3. St. Ulrich im Schwarzwald
  • 4. Schluss
  • „Zum immerwährenden süssen Andencken deslieben Alterthums“. Die Barockisierung des böhmischen Klosters Ossegg am Beginn des 18. Jahrhunderts (Anett Matl)
  • 1. Zur Geschichte des Klosters Ossegg
  • 2. Die Barockisierung
  • 3. Orte des Bewahrens und Erinnerns
  • 4. Geschichtsbewusstsein und wissenschaftliche Tätigkeit
  • 5. Die Stellung Osseggs in der Baupolitik der Zisterzienser und speziell der böhmischen Zisterzienserklöster
  • Abbildungsnachweise
  • Autoren und Herausgeber
  • Personenregister

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