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Rache – Zorn – Neid

Zur Faszination negativer Emotionen in der Literatur und Kultur des Mittelalters

Cite this publication as

Martin Baisch(Hg.), Evamaria Freienhofer(Hg.), Eva Lieberich(Hg.), Rache – Zorn – Neid (2013), Vandenhoeck & Ruprecht, 37073 Göttingen, ISBN: 9783847001249

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Im Fokus des Bandes stehen mit Rache, Zorn und Neid negative Emotionen, die in der Literatur und Kultur des Mittelalters einen zentralen Stellenwert einnehmen. Es sind soziale Gefühle, die in den damaligen Gesellschaften destruktive wie konstruktive Potenzen entwickeln konnten, d.h. sie wirkten gemeinschaftsbildend und -absichernd wie gemeinschaftsauflösend. In den Untersuchungen des Bandes, die sich dem höfischen Roman wie dem Minnesang und auch der Novellistik widmen, werden die spezifischen Konturen dieser Emotionen und ihre vielfältigen poetischen Funktionen analysiert.

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Poetische Modellierung und Funktionalisierung von Rache, Zorn und Neid in mittelalterlicher Literatur

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Dr. des. Evamaria Freienhofer promoviert zum Thema »Dynamiken von Zorn, Macht und Herrschaft in Texten des 12. Jahrhunderts«. Eva Lieberich arbeitet an ihrer Promotion zum Thema »Neid als (un-)soziale Emotion in narrativen Texten des Hochmittelalters«.

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Table of content

  • BEGINN
  • Title Page
  • Copyright
  • Table of Contents
  • Negative Emotionen und Erzählen
  • Body
  • Martin Baisch, Evamaria Freienhofer, Eva Lieberich: Einleitung
  • I. Negative Emotionen
  • II. Soziale Dynamiken: Rache, Zorn und Neid im sozialen Gefüge
  • III. Rache, Zorn und Neid als Emotionen
  • IV. Die Faszination negativer Emotionen
  • V. Narrative und poetologische Dimension der negativen Emotionen
  • VI. Die Beiträge
  • Klaus Ridder: Religiöse Tabus und negative Emotionen in der „Suche nach dem Gral”
  • 1. Tabubegriff
  • 2. Negative Emotionen
  • 3. Gral-Tabu
  • 4. Reinheitsgebot
  • 5. Blutopfer-Tabu
  • 6. Schluss
  • Rache erzählen
  • Fabian Bernhardt: Was ist Rache? Versuch einer systematischen Bestimmung
  • I. Achilles und Marianne
  • II. Die Polarität von Handeln und Erleiden
  • III. Verletzung und Verletzlichkeit
  • Nina Nowakowski: Alternativen der Vergeltung. Rache, Revanche und die Logik des Wiedererzählens in schwankhaften mittelhochdeutschen Kurzerzählungen
  • 1. Revanche, Rache und Vergeltung
  • 2. Vergeltungsmechanik: Hans Folz' „Wiedervergeltung”
  • 3. Gewaltsame Vergeltung: Heinrich Kaufringers „Rache des Ehemannes”
  • 4. Vergeltung als buoze: Strickers „Der arme und der reiche König”
  • 5. Sprachliche Vergeltung: Strickers „Ehescheidungsgespräch”
  • 6. Vergeltung als Tauschgeschäft: „Der Sperber”
  • 7. Fazit
  • Sebastian Möckel: Metamorphosen des Zorns. Ovids Racheerzählungen in Mittelalter und früher Neuzeit
  • 1. Einleitung
  • 2. Gegenstand: Rache und Erzählung
  • 3. Ovids Rache-Erzählungen
  • 4. Lesarten
  • 5. Schluss
  • Zorn erzählen
  • Beatrice Trînca: Der Zorn der Ohnmächtigen. Zum „Laüstic”, „Tristan” von Thomas und zum „Herzmaere”
  • Evamaria Freienhofer: Ir traget zwêne zornbrâten. Die Funktion von Stolz und Zorn für die Geschlechterkonstruktion in den Kurzerzählungen „La dame escoillée” und „Frauenzucht”
  • Hendrikje Lehmann: liep âne zorn mac niht sîn? – Vom Liebeszorn und Racheglück im Minnesang
  • I. Zorn und Rache im Minnesang – eine Bestandsaufnahme
  • II. Minne, Zorn und Rache
  • III. Liebeszorn, Gewalt und Macht
  • IV. Fazit
  • Neid erzählen
  • Claudia Lauer: Die Emotionalität der Intrige. Variationen im höfischen Roman
  • I. Die Intrige im Mittelalter. Ein Problementwurf
  • II. Das Muster der Intrige
  • III. Der Held als Intrigenopfer
  • IV. Der Held als Intrigenopfer und Intrigant
  • V. Der Held als Intrigant
  • VI. Resümee und poetologische Perspektiven
  • Eva Lieberich: ‚Â Tristan, waere ich alse duo!` – Tristan und die neidische Hofgesellschaft
  • I. Einleitung: It is hard to think of a more social emotion
  • II. Theoretische Grundlegung: Zum Begriff der sozialen Emotion
  • III. Konsequenzen des Konzepts für die Analyse mittelalterlicher Texte
  • IV. Die neidische Hofgesellschaft – Die Struktur des neidischen Dreiecks
  • V. Neid als Kehrseite der Bewunderung
  • VI. Neid als Katalysator gesellschaftlicher Umstrukturierungen
  • VII. Fazit und Ausblick: ‚Â Tristan, waere ich alse duo!`

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