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Die Luxemburger

Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437

Jörg K Hoensch

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Jörg K Hoensch, Die Luxemburger (2000), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170232525

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Der "kleinen" Grafenfamilie der Luxemburger, die ihren Besitz an der westlichen Reichsgrenze seit dem 10.Jahrhundert stetig zu vergrößern verstanden und meist engere Beziehungen zum Pariser Hof als zum deutschen Monarchen gepflegt hatte, entstammten mit Heinrich VII., Karl IV., Wenzel IV. und Sigismund vier Römische Könige. Nur dem alle ritterlichen Attribute seines Zeitalters verkörpernden Johann von Luxemburg blieb es verwehrt, neben der St.Wenzels- auch die Reichskrone zu erwerben.



Erzbischof Balduin von Trier, der Bruder Kaiser Heinrichs VII., beeinflusste in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wie kein anderer Kurfürst das Geschehen im Reich. Die Luxemburger lenkten zwischen 1308 und 1437 die Geschicke des Heiligen Römischen Reiches und kontrollierten schließlich mit den Königreichen Böhmen und Ungarn den größten geschlossenen Länderkomplex im östlichen Mitteleuropa. Obgleich sie die weitere Aushöhlung der monarchischen Zentralgewalt nicht aufhalten konnten, gelang es ihnen immerhin, die Stellung des Reiches als maßgebliche Macht in Mitteleuropa zu behaupten. Mit hoher Einsatzbereitschaft und beeindruckendem diplomatischem Geschick suchten sie den einschneidenden politischen, religiösen, geistig-kulturellen und wirtschaftlichen Umbrüchen an der Schwelle zur Neuzeit gerecht zu werden. Mit ihrer zukunftsträchtigen dynastischen Politik schufen sie zudem die Voraussetzungen für den Aufstieg des Hauses Habsburg zur dominierenden europäischen Großmacht.

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Professor em. Dr. Jörg K. Hoensch war Lehrstuhlinhaber für Osteuropäische Geschichte an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

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Table of content

  • Titel
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 1) Herkunft und Anfänge des Luxem- burger Grafenhauses 963 - 1308
  • a) Der Mittelmoselgraf Siegfrid und seine Nachkommen
  • b) Das Haus Luxemburg-Namur 1136 - 1226
  • c) Das Haus Luxemburg-Limburg bis zur Wahl Heinrichs VII.
  • 2) Heinrich VII. (1308 -1313): Aufstieg zum König- und Kaisertum
  • a) Erste Aktivitäten im Reich
  • b) Das italienische Fiasko
  • 3) König Johann (der Blinde) von Böhmen (1310 -1346): Verlagerung der Hausmacht in das östliche Mitteleuropa
  • a) König Fremdling als Herrscher von Böhmen
  • b) Der königliche Diplomat - Auseinanderset- zungen mit Polen, Habsburg und Wittelsbach
  • c) Hausmachtpolitik und Großreichpläne
  • d) König Johanns Rolle in der Reichspolitik der 1330er Jahre
  • e) Der Endkampf gegen Ludwig den Bayern um die Römische Krone
  • 4) Kaiser Karl IV. (1346 -1378): Im Zenit der Macht
  • a) Der mühsame Aufstieg zur Alleinherrschaft 1346 -1349
  • b) Karl IV. als König von Böhmen
  • c) Reichspolitik
  • d) Die Goldene Bulle: Der Höhepunkt kaiserlicher Machtentfaltung
  • e) Ausbau der luxemburgischen Hausmacht
  • f) Gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse
  • 5) König Wenzel IV. (1378 - 1400/19): Das Versagen des Nachfolgers
  • a) Das Römische Königtum Wenzels IV. und der Verlust der Reichskrone
  • b) Wiedergewinnung der luxemburgischen Machtstellung im Reich 1400 - 1411
  • 6) König/Kaiser Sigismund (1410/11 - 1437): Herrschaftskonsolidierung und Großreichbildung
  • a) Erste Regierungsmaßnahmen 1412 -1414
  • b) Die Wiederherstellung der Einheit der Kirche auf dem Konzil in Konstanz 1414 -1418
  • c) Kampf um das böhmische Erbe und Türkenabwehr 1419 - 1431
  • d) Kaiserkrönung und Herrschaftsende 1431 - 1437
  • 7) Ausblick
  • a) Das Vermächtnis der Luxemburger
  • b) Der französische Zweig des Hauses Luxemburg
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Auswahl-Bibliographie
  • Personenregister

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